Seemann grüß mir die Flieger

Das war heute verdammt schwer eine Entscheidung zu treffen, was man denn am besten macht. So richtig, richtig warm, geniale Sonne und Zeit. Dazu war Schleppen in Singhofen angesetzt und um 11 Uhr war da Treffen. Aber der Wind sollte aus SO kommen. Das ist genau quer zur Schleppstrecke. Und bei SO passt es dagegen in Eschbach am Hang. Aber auf die Frage heute morgen im Forum, ob denn jemand heute plane an den Hang zu gehen, kam die Antwort „Alle“. Und genau das mag ich nicht. Was ich am späten Nachmittag dann auf der Webcam gesehen habe, waren wohl auch „alle“ da und es war sauvoll. Aber es ging wohl nur in wenigen Phasen zu fliegen.

Damit ist jedoch auch klar, dass ich mich gegen Eschbach entschieden habe – wie eigentlich fast immer am Wochenende, bei dem gute Bedingungen möglich sind. Da ist es mir dann einfach zu voll und hektisch an dem Hang. Und das war gut so, wenn ich die Bilder auf der Webcam, dich ich ab etwa 15:30 Uhr eine Weile angesehen habe, richtig interpretiert habe.

Aber ich hatte mich auch gestern beim Schleppen in Singhofen wieder abgemeldet, da mir der angekündigte Querwind nicht geheuer war und ich nicht auf Verdacht bei unsicheren Bedingungen so weit fahren wollte.

Was also heute tun bei solchen Topbedingungen? Ich fahre zwar regelmäßig Mopped, aber nur kurze Strecken irgendwo hin zu kommen. Reine Moppedtouren mache ich seit Ewigkeiten kaum noch. Aber ich wollte schon gefühlte Ewigkeiten mal wieder mit dem Mopped an die Lahn. Also habe ich das angepackt und da ich über die B260 an Singhofen vorbeikomme, habe ich es so gezirkelt, dass ich kurz nach 11 Uhr am Flugplatz war. Wollte mal sehen, wie es vor Ort aussieht, auch wenn ich ohne Schirm unterwegs war.

Tja – und vor Ort war mal wieder alles anders als vorhergesagt. Nichts von wegen kräftiger SO-Wind quer zur Bahn. Ein laues Windchen aus Nord kam über die Bahn und die Winde stand genau auf der anderen Seite, wie ich erwartet habe. Das sah nach bodennaher Inversion aus. Auf jeden Fall ging es problemlos mit Fliegen. Ich habe für die anderen Jungs vor Ort dann den Startleiter gemacht.

Aber es hat natürlich gejuckt und ich habe mir irgendwann von einem Flieger in meiner Gewichtsklasse einen Schirm geliehen, um zumindest einen Flug zu machen (danke Stefan :-)). Einen Mescal und genau mit dem Gurtzeug, dass ich auch habe. Als Helm bin ich mit dem Moppedhelm geflogen – zwar etwas schwer, aber das war nur ein kurzer Flug und da geht das mal.

Von daher hatte ich zwar geplant, als reiner Sehmann zum Fliegen zu gehen, aber letztendlich kann ich den Tag doch als Flugtag verbuchen – wenn auch nur mit einem Schlepp. Aber immerhin. Und gegen 13:00 Uhr ist dann doch der Wind durchgebrochen und kam von der falschen Seite bzw. quer.

Die Winde musste auf jeden Fall umgestellt werden, aber ich habe nicht mehr mitbekommen, ob die anderen überhaupt weiter geflogen sind oder abgebrochen haben. Denn ich hab da meine Moppedtour fortgesetzt.

Ich bin nach Naussau runter an die Lahn und das Lahntal hochgetuckert. Ich finde es sowieso total schön an der Lahn. Früher war ich viel öfter im Lahntal und obwohl ich ja oft in Singhofen bin, kam ich die letzte Zeit kaum noch bis runter ins Lahntal.

Aber bei dem Wetter war es da unten einfach traumhaft und auch durch das Aartal zurück ist nett mit dem Mopped zu fahren.

Das war also heute ein kombinierter Flug- und Moppedtag mit am Anfang nicht erwarteter Airtime. Nahe am perfekten Tag dran, wobei da noch ein oder zwei weitere Flüge notwendig gewesen wären. Aber wirklich sehr nahe dran …

Für den Hang ein (kleiner) Hammertag

„In Reichenbach kann man nicht fliegen. Das ist nur ein Spielhang.“
Oft die Einschätzung gehört und meist bewahrheitet sich das vor Ort auch. Leider.
Aber meist ist nicht immer. Und dann den „Nicht-Meist-Tagen“ mutiert Reichenbach zum Flughang – zumindest ein bisschen.

Und heute war so ein Ausnahmetag. Ich war so gegen 12:30 Uhr am Hang und da stand der Wind noch recht schwach an. Dazu etwas zu viel Ost. Leichte Abgleiter mit etwas Achtern war aber von Anfang an drin.

Aber als der Wind dann mehr auf den Hang gedreht hat und auch stärker wurde, ging es richtig mit Fliegen. Natürlich keine richtig langen Flüge, aber man konnte sich etwas vor den Bäumen links halten und vor allen Dingen nach rechts rüber fliegen. Zeitweise bis runter über den Landeweg und dann wieder zurück auf die obere Wiese.

Das war teils richtig klasse und hat gewaltig Spass gemacht.
Auch wenn so ab 14:30 Uhr der Wind schwächer wurde und wieder mehr auf SO gedreht hat, gab es immer wieder Ablösungen, die man nutzen konnte.

Ich bin teils oben dermaßen hoch rausgekommen, wie ich es an dem Hang selten erlebt habe.

Und trotzdem war es in der Luft total soft. Keine Böcke. Nichts der Art.
Nur beim Handlen am Boden hat es mich ein paar Mal ganz schön durch die Ecken gezogen. Gerade wenn der Wind von SO über die Bäume kam, war da ziemlich Dampf im Kessel.

So gegen 16:00 Uhr hat der Wind dann aber komplett gedreht und wir haben eingepackt.

Over all ein sehr schöner Flugtag am Hang heute. Mal sehen, ob es morgen mit Schleppen oder am Hang in Eschbach weiter geht. Man muss das gute Wetter nutzen, denn nächste Woche soll es kippen – und ich muss wieder Schulungen halten und habe dann auch kaum noch Zeit.

 

Goldiger Oktober

Der Oktober gibt nochmal alles. Leider war es gestern definitiv zu schwachwindig, aber für heute waren die Prognosen nicht schlecht. Eigentlich wollte ich unbedingt mal wieder auf die Wasserkuppe, denn obwohl ich da meine Ausbildung gemacht hatte, bin ich als Freiflieger kaum noch auf der Waku gewesen. Und die Aussichten auf SO-Wind sowie viel Sonne waren gar nicht schlecht. Nur bei SO geht auch Eschbach und zum Soaren muss man dann eben nicht so weit fahren. Letztendlich hat die Prognose der Waku-Flugschule für heute den Ausschlag gegeben, denn da stand etwas von wegen guten Flugbedingungen am Vormittag, aber selbst für erfahrene Flieger zu starken Böen ab Mittag. Ein Teil der Vorhersagedienste, die ich immer nutze, haben diese Einschätzung gedeckt und nur für wenige Stunden war es mir wirklich zu weit. Dass die Vorhersage defintiv nicht eingetreten ist, konnte ich aber im Laufe des Tages auf der Webcam beobachten. Die Schirme konnten sich teils nicht einmal halten und selbst in guten Phasen sind die nicht wirklich hoch gegangen bzw. schienen sich  selbst da nicht lange halten zu können. Es war also wohl den ganzen Tag auf der Waku eher schwachwindig und fliegbar. Aber ob ich da mehr geflogen wäre als in Eschbach ist auch nicht sicher. Denn es war heute auch da zwar eher schwachwindig und es hat vor der Kante meist überraschend schlecht getragen. Aber es gab 2 – 3 gute Phasen und insbesondere für die erste Phase so kurz nach 11:00 Uhr hat es sich gelohnt an den Hang zu gehen. Als ich gegen 10:00 Uhr da war, stand der Wind zwar direkt auf dem Hang, war aber zu schwach. So gegen 10:45 Uhr kam ein zweiter Flieger und kurz danach stand der Wind recht kräftig auf dem Hang. Da ging es für eine knappe halbe Stunde wirklich gut zu fliegen. Danach wurde es wieder schlechter, wobei ich immer wieder zumindest die Kante nach rechts vorfliegen konnte und meist auch zurückkam. Nur hatte der Wind ziemlich viel Süd drin und beim Eindrehen hat man einfach zuviel Höhe verloren. Und es hat schon von Anfang an nicht mehr richtig getragen. Wobei ein oder zwei Thermikablösungen es zumindest nochmal über die Bäume gehen ließ. Gegen 15:00 Uhr bin ich heim und wenn man die Fahrerei dem Flugergebnis gegenüberstellt, hätte ich vermutlich mit der Waku einen schlechteren Deal heute gemacht.

Der Abschluss hat es gerettet

 

War ja klar – ich habe endlich mal einige Tage Zeit zum Fliegen und dann passen die Umstände nicht ;-(. Morgen wird das Schleppen mangels Interesse abgesagt und die nächsten Tage sind wohl nicht wirklich berauschend hinsichtlich der Flugbedingungen.

Aus dem Grund bin ich heute an den MFK, obwohl es nicht wirklich gut aussah. Der Tag hatte die Woche über viel versprochen, aber die Prognosen hatten sich bis heute morgen ziemlich verschlechtert. Zuviel Ost, am Anfang zu schwach, dann möglicherweise zu böig und auch Regen war nicht ausgeschlossen. Aber ich wollte zumindest die Chance mir erhalten und bin um 13.30 Uhr am Hang gewesen.

Vor Ort war es trübe und der Wind kam mit viel Osteinschlag. Wir sind auf den Osthang ausgewichen, den wir hin und wieder nehmen, wenn wir dort die Modeller nicht stören.

Da ging es so einigermaßen spielen und hüpfen, aber das war kein richtiges Fliegen, wie es an unserem normalen Hang bei guten Bedingungen geht.

Als der Wind dann mehr auf Nord gedreht hat, bin ich entlang der unteren Baumkante zur Landewiese des normalen Hangs geflogen und habe es da noch mal probiert.

Die ersten Hüpfer auf der unteren Wiese waren schon ganz ok. Und für eine kurze Zeit stand da der Wind sogar ganz gut an, so dass man sogar von oben starten konnte.

Der erste Flug von oben war auch schon ganz nett, aber da die anderen Flieger eingepackt hatten und ich nicht alleine fliegen wollte, habe ich mich auch auf Heimgehen gerichtet.

Aber nachdem die Anderen zumindest einen Versuch von mir noch abwarten (und auch filmen) wollten, bin ich nochmal raus. Und das hat sich gelohnt, denn da konnte ich mich sogar ein bisschen halten. Der Flug war kein Jahreshighlight, hat aber für mich irgendwie den Flugtag noch gerettet. Ich bin danach in Gewissenskonflikte gekommen, ob ich nicht doch noch alleine weiterfliege, aber aufkommender leichter Regen hat mir die Entscheidung dann abgenommen und ich bin gegen 16:00 Uhr heim.

Wildcat reloaded

Dieses Jahr wollte ich mit der Arbeit etwas kürzer treten und vor allen Dingen Schulungen einschränken – vor allen Dingen solche, wo ich weiter anreisen muss.
Resultat der Bemühungen – ich arbeite mir dieses Jahr den Wolf und die Anzahl der Schulungen scheint zu explodieren.
Folge – ich kam dieses Jahr viel weniger zum Fliegen als geplant – vor allen Dingen am Hang (Winde geht einigermaßen).

Aber die nächsten Tage habe ich mir endlich mal Schulungen vom Hals gehalten und meine übrigen Jobs kann ich flexibel einteilen. Ich hoffe nun auf einen schönen Spätsommer und Frühherbst, um etwas Flugtage nachholen zu können. Die Zeit jetzt finde ich sowieso am schönsten für das Fliegen.

Heute war ich endlich mal wieder in Reichenbach. An dem Hang war ich jahrelang ständig, aber das letzte und vor allen Dingen dieses Jahr kaum noch.

Ich glaube, ich war dieses Jahr erst 2x oder 3x da. Dabei ist das eine wunderschöne Spielwiese. Gerade im Spätsommer.

14:00 Uhr waren wir am Hang und ich hatte meine alte Wildcat dabei. Ich fliege ja seit der Saison einen neuen Schirm, aber gerade für die Spielwiese in Reichenbach bietet sich die Wildcat an. Da kann sie ihr Gnadenbrot verdienen und ich schone den Buteo.

Und die Katze hat heute ihre Sache richtig gut gemacht. Nichts zu merken von wegen Alteisen. Nur wäre es bei 4 kleinen Flügen interessant gewesen, den direkten Vergleich mit dem Buteo zu haben.

Ich bin 2x rechts runter und ganz unten am Weg vor die Bäume. Ich musste dann auf dem Feldweg unten einlanden und vermute, dass ich es mit dem Buteo wieder hoch an den oberen Hang geschafft hätte.

Und 2x bin ich mit dem Gurtzeug auf Höhe der Baumwipfel an der linken Seite gewesen. Mit dem Buteo wäre ich vermutlich über die Bäume gekommen.

Anyway – es war auch so eine richtig schöne Spielerei bei traumhaftem Spätsommerwetter.

Auf Kurs

 

Für heute war von den GFT wieder Schleppen in Singhofen angesetzt. Zuammen mit einem Kurs.

Aber da bei dem Kurs nur 6 Flugschüler angekündigt waren und auch kaum Freiflieger von uns sich gemeldet hatten, bin ich hin.

Zwar wollte ich aus familiären Gründen nicht den ganzen Tag da bleiben, da ich im Moment beruflich viel außer Haus bin.

Aber da schon um 9:00 Uhr der Beginn angesetzt war, bin ich bei strahlendem Sonnenschein ganz früh hin und hatte mir ein paar Flüge für den Vormittag vorgenommen, um dann am frühen Nachmittag wieder heimzufahren.

Ich habe auch gleich den Eröffnungsflug des Tages gemacht, kam aber dann nur noch zu einem weiteren Flug. Wenn da parallel Schulungsbetrieb läuft, zieht es sich doch sehr zwischen den einzelnen Starts. Das flutscht nicht so richtig, aber das war mir im Vorfeld auch schon klar gewesen.

Aber dummerweise war es vor Ort doch etwas voller als es bei den Anmeldungen erst schien und zudem kam der Wind teils quer. Das hat die Flugbedingungen selbst nicht gerade gefördert, aber vor allen Dingen auch die Wartezeiten vor den verschiedenen Starts in die Länge gezogen.

Anyway – ich bin nach meinem zweiten Flug noch eine Weile das Quad zum Ausziehen der Schleppseile gefahren und das hat auch mal wieder Spass gemacht. Gerade bei dem traumhaften Spätsommerwetter heute.

Nur ein bisschen Spielen

Am Wochenende hatten wir einen Auftritt mit meiner Band und normalerweise lassen wir dann den folgenden Probemittwoch ausfallen. Aber da ich die kommende Woche beruflich in Köln bin, wollte ich keine zu große Pause entstehen lassen und habe darauf gedrängt, dass wir gestern doch proben. Tja – und damit einen guten Flugnachmittag blockiert, wie ich gestern auf WhatsApp mitbekommen habe. Es muss am MFK richtig gut gegangen sein.

Dafür war ich heute ab 16:30 Uhr am MFK, aber so richtig gut waren die Verhältnisse nicht. Zuviel West. Mehr als ein paar Spielereien und Hüpfer waren nicht drin.

Long time not seen

Oh man – ich war den gesamten August nicht in der Luft. Zumindest nicht mit dem Gleitschirm (das Flugzeug nach Jersey und zurück zählt nicht wirklich). Wobei Urlaub durchaus eine akzeptable Alternative ist, aber dennoch – die anderen 2 Wochen hätte es ja mal klappen können und so eine Lücke in der Hochzeit der Fliegerei ist schon seltsam.

Deshalb wollte ich auch heute unbedingt mal wieder an den Hang. Auch wenn die Aussichten nicht optimal waren. Aber irgendwie komme ich dieses Jahr viel zu selten an den Hang. Meine Fliegerei an der Winde ist durchaus im üblichen Rahmen und gar nicht so wenig. Aber meine Standardhänge oder auch neue Hänge werden dieses Jahr von mir entschieden zu wenig besucht.

Da die Prognosen auf NO standen, sind einige andere Flieger nach Arnoldshain gegangen. Aber mir ist der Hang im Sommer zu kritisch, wenn zudem der Wind nicht wirklich perfekt drauf steht. Ich finde den Hang landschaftlich total schön, aber für mich taugt der eigentlich nur im Herbst und Winter.

Deshalb bin ich an den MFK und habe gehofft, dass die Wetterzentrale recht hat und es doch reinen Nordwind gibt. Andere Dienste haben NO vorhergesagt. Als ich gegen 15:00 Uhr ankam, stand der Wind aber genau an, es war sonnig und laminar. Und ich alleine am Hang. Unglaublich. Letztendlich hat es sich aber über den Nachmittag doch gut gefüllt. Leider war der Wind dann über den Nachmittag etwas zu schwach und am späteren Nachmittag hat sich dann doch der Osteinschlag immer stärker durchgesetzt.

Ich konnte dennoch die ganze Zeit recht problemlos von oben starten. Aber richtiges Halten war nicht drin. Das waren eigentlich nur verlängerte Abgleiter heute. War dennoch ein schöner Nachmittag, den man hätte schlechter verbringen können.

GFT-Schlepptermin in Singhofen

Die ganze letzte Woche habe ich in Koblenz eine VB-NET-Schulung gehalten und heute ging es schon wieder in die Gegend. Denn Singhofen liegt oberhalb von Nassau an der Lahn und damit wirklich nicht weit weg von Koblenz.

11:00 Uhr haben wir uns auf dem Flugplatz getroffen. Wobei die Bedingungen im Vorfeld nicht wirklich perfekt aussahen. Halt der erste Tag nach einer Front, die am Samstag durchgezogen ist. Und da ist oft nicht so ganz klar, wie die Lage sein wird.

Der Wind kam auch mit einer ziemlichen Seitenkomponete über die Startbahn. Bei meinem ersten Flug war es aber noch ziemlich bedeckt und der Wind schwach. Also null Problemo. Aber recht schnell ist der Wind stärker geworden und die Böen haben zugenommen. Einem Flieger hat es während der „Seil-straff“-Wartephase den Schirm hochgerissen und er war schon vor dem „Fertig“-Signal auf 10 Meter Höhe.

Insgesamt hat sich der Seitenwind ziemlich festgefressen und bei meinem zweiten Start musste ich eine unfreiwillige Stunt-Einlage vorführen. Ein Böe von links hat mich nach dem Hochziehen des Schirms mehrere Meter nach rechts versetzt. Dummerweise lagen bzw. standen da ein Schirm und ein Stuhl im Weg. Mit Mühe bin ich da drum herum bzw. drüber gesprungen. Aber auch in der Folge war es am Seil ziemlich ruppig.

Im Anschluss gab es noch 2 Flüge der anderen Flieger und dann wurde erstmal Pause eingelegt. Mehrere Flieger sind dann heute gar nicht oder nicht mehr gestartet und auch ich bin gegen 14:00 Uhr wieder heim. Von zuhause und den Messwerten sah es dann den Nachmittag so aus als hätten sich die Bedingungen beruhigt. Vielleicht haben die verbliebenen Flieger den Nachmittag über also noch Glück gehabt. Aber ich bin mit den beiden Flügen und 1x Quadfahren als Ausbeute nicht unzufrieden gewesen. Kein Highligt des Jahres, aber auch kein Reinfall.

Probeschleppen in Oberems

Heute war ziemlich kurzfristig Probeschleppen auf dem Segelflugplatz in Oberems angesetzt worden. Das Gelände steht schon einige Jahre zur Diskussion, ob es nicht auch für Gleitschirmflieger freigegeben werden kann und m.W. sind auch mehrere Vereine da dran gewesen oder eben immer noch dran.

Letztes Jahr gab es ein erstes Probeschleppen von den Neu-Anspachern, bei dem ich aber nicht dabei war. Und jetzt sollte von dem Verein ein zweites Probeschleppen die Sache vorantreiben. Ich wollte dieses Mal aber auf jeden Fall dabei sein, denn ich habe an den Gelände aus den unterschiedlichsten Gründen Interesse.

Vor allen Dingen liegt es sehr nahe an meiner alten Heimat (mehr oder weniger noch im äußeren Bereich meiner üblichen Montainbike-Touren rund um Eppstein) und von da aus kann man ab einer gewissen Höhe sogar zumindest die Hügel rund um Eppstein (wenn schon nicht Haus und Wohnung) sehen. Zudem komme ich ziemlich oft bei meinen Moppedtouren rund um den Feldberg, aber auch mit dem Auto bei Anfahrten zu den verschiedensten Gelegenheiten (privat als auch geschäftlich) rechts und links an dem Platz vorbei. Auch bin ich grundsätzlich sehr daran interessiert neue Fluggelände kennenzulernen und auszuprobieren.  Und nicht zuletzt liegt der Platz landschaftlich sehr, sehr schön.

Auf dem Flugplatzgelände selbst war ich aber bisher nur 1x und da habe ich meine Zwillinge im Doppelkinderwagen den Weg lang geschoben. Da sie vor ein paar Wochen Abi gemacht haben, kann man leicht ausrechnen, wie lange das her ist.

Von daher hatte ich nach der E-Mail-Ankündigung gestern meine Planung für heute auf Fliegen gerichtet. Und dann leider einen kompletten Datenverlust von Videodateien verkraften müssen, die ich gerade zu Stochastik mit Python für Linkedin-Learning zuhause aufnehme :-(. Ich hatte meine Videos von Freitag bis Montag alle auf den Sharepoint-Server geladen und die Rückmeldung bekommen, dass alle Dateien dort angekommen waren. Als ich die dann aus Versehen (oder Dummheit – wie man will) bei mir lokal gelöscht hatte, habe ich mich zwar geärgert, aber keine Gedanken gemacht.

Nur dann kam von Video2Brain/Linkedin-Learning die Mail rein, dass der Upload auf Sharepoint leider bei den meisten Dateien schiefgegangen ist. Warum meldet das Dreckding dann aber im Browserfenster, dass alles ok ist? Kurzum – ich konnte zwar einen Teil der gelöschten Dateien bei mir recovern, musste aber auch noch einige Videos wieder neu aufnehmen :-(. Damit konnte ich nicht um 12:00 Uhr auf dem Flugplatz sein als sich die anderen da getroffen haben.

Aber gegen 14:00 Uhr war ich dann doch noch vor Ort. Wobei ich auf dem Hinweg schon gesehen habe, dass es die Bäume gewaltig geschlagen hat. Da sind ganz schöne Böen durchgegangen und mir wurde schon auf der Fahrt ziemlich unwohl. Auf dem Flugplatz hat dann auch nur ein Flieger gehandelt und die anderen haben im Schatten Pause gemacht. Nur zwei Flieger hatten bis dahin jeweils einen Schlepp gemacht und dann wurde ob der heftigen Böen abgebrochen. Da das beides erfahrene Flieger waren, die auch bei Bedingungen raus gehen, an denen ich die Flügel eingepackt lasse, kam für mich ein Start damit sowieso nicht infrage.

Damit es nicht zu langweilig wurde, habe ich nach einer Weile mit dem anderen Kollegen ein bisschen gehandelt. Und dass da Dampf in der Hütte war habe ich gemerkt als ich auf geradem Gelände mit kurzem Anlauf gut 20 Meter weit hüpfen konnte.

Gegen 15:30 Uhr wurde der Schleppbetrieb aber wieder aufgenommen und auch ich habe dann meine beiden ersten Testflüge auf dem Gelände gemacht. Leider konnte ich die wunderschöne Aussicht nicht voll genießen, weil ich auf neuen Geländen immer ziemlich auf das reine Fliegen konzentiert bin. Gerade bei ziemlich ruppigen Bedingungen wie heute. Denn es war auch zu der Zeit noch ziemlich was los in der Luft. Allerdings nicht kritisch. Und kann ja auf meinem mitgeschnittenen Video und den Bilder nachschauen, was ich hätte genießen können. Ähnlich wie Trump, der einen Mitschnitt seiner Rede lesen musste um sich zu erinnern, dass es sich versprochen hatte ;-).

Nur gab es bei meinem zweiten Flug ein anderes Problem – das zweite Seil der Winde hatte sich während meines Schlepps in meinem Seil verfangen und ich bekam plötzlich per Funk ziemlich laut die Aufforderung auszuklinken. Da das aber fast zeitgleich mit meinem eignen Entschluss zum baldigen Ausklinken kam, war das ohne wirklichen Einfluss auf meine Ausklinkhöhe, die vor allen Dingen bei Flug 2 gar nicht schlecht war.

Ich konnte dennoch nicht wirklich viel aus beiden Schlepps machen, aber das war heute auch gar nicht einkalkuliert. Wir müssen das Gelände ja auch erst kennenlernen und rausbekommen, wo man bei welchen Bedingungen hinfliegen sollte. Insbesondere können wir mit unseren Tüten die Erfahrungen der Segelflieger überhaupt nicht nutzen.
Was mir aber heute wieder extrem aufgefallen ist – die letzten Tage hatte ich ziemlich Sch… am Hacken (u.a. eben den Datencrash, aber auch andere Sachen) und ich war die letzten Tage nicht wirklich gut drauf – nach dem Flugtag war diese schlechte Stimmung wie weggeblasen. Und ich hoffe auch, dass das Gelände wirklich zugelassen wird.