Das könnte es mit der diesjährigen Schleppsaison gewesen sein

Unsere Winde in Singhofen ist defekt und in die Werkstatt geschickt worden. Aber gestern (Samstag ist da Regeltag) war der Wind sowieso zu stark bzw. böig und hätte zudem quer zur Bahn gestanden.

Heute war jedoch noch mal Schleppen in Wallertheim bei der Schleppgemeinschaft RheinHessen angesagt. Da bin ich hin.

Im Vorfeld hatten sich ziemlich viele Flieger angesagt, aber mehrere davon sind dann doch nicht gekommen. Warum auch immer.

Trotzdem kam ich heute nur auf 2 Flüge, denn auch die Winde bei der Schleppgemeinschaft hat heute Zicken gemacht und im Laufe des Schlepptags ganz aufgegeben. Das ist eine Abrollwinde und da die vom Auto gezogen wird, muss die beim Hochziehen des Fliegers nur gebremst werden. Das war auch nicht das Problem. Aber zum Einziehen des Seils wird ein Elektromotor genutzt und der sukzessive hat immer weniger Leistung gebracht. Wenn das Seil im Rübenacker gehangen hat, ging gar nichts, aber zum Schluss hat der Motor kaum noch die Rolle überhaupt drehen können.

Dementsprechend musste das Seil mehr oder weniger von Hand eingerollt werden und das kostet Zeit. Und Kraft – eigentlich wollte ich erst im November richtig mit Krafttraining anfangen, aber heute habe ich da schon mal „vorgeglüht“. Denn ich bin recht viel das Schleppauto gefahren und hatte dann das Problem mit dem Einrollen vom Seil nach dem Schlepp.

Meine eigene zwei Flüge waren ok und ich hatte Ausklinkhöhen bei 300 Meter bzw. knapp darüber. Das war nicht schlecht, aber gross Halten war nicht drin. Die Thermik konnte ich nicht wirklich entwickeln, denn obwohl es mehr oder weniger den ganzen Tag super schön sonnig war, waren fast die ganze Zeit leichte Schleierwolken am Himmel.

Dennoch – es war ein richtig schöner Flugtag mit netten Fliegerkollegen und Landebier am Ende. Wenn denn nichts mehr geht mit Winde dieses Jahr, wäre es ein würdiger Abschluss gewesen. Aber ich hoffe, dass dieses Jahr noch ein oder zwei Schlepptermine stattfinden – auch wenn die Defekte an beiden Winden meiner Stammlocations und die Wetteraussichten diese Hoffnung trüben.

Was aber total ärgerlich war – meine GoPro hat schon wieder versagt. 2x einfach abgeschaltet. Jetzt ist sie reif. Sie ist über 10 Jahre alt und hat ihr Geld verdient. Aber an einem dieser kommenden Superspartage im November schaue ich nach einer neuen Action-Cam. Vermutlich eine Billig-China-Marke. Ich brauche keine supertolle Auflösung etc. Sie sollte nur halbwegs gute Aufnahmen machen und vor allen Dingen zuverlässig sein und das ist meine alte GoPro nun leider wirklich nicht mehr.

Regenabbruch

Für heute sahen die Prognosen Südwind voraus. Mit recht brauchbarer Stärke. Aber einige Prognosen haben auch für den Nachmittag eine herein ziehende Front vorhergesagt. Die Modelle waren sehr unterschiedlich, aber in der Tendenz sah es nach einem schönen Flugfenster zwischen 11:00 Uhr und 14:00 Uhr aus. Ab 14:00 Uhr waren die verschiedenen Wettermodelle dann stark differierend.

Das Flugfenster zwischen 11:00 und 14:00 Uhr erschien mir im Vorfeld als wahrscheinlichste Option.

So gegen 11:30 Uhr war ich also startbereit am Hang in Reichenbach mit der Grundeinstellung, dass die beste Flugzeit zwischen 12:00 und 13:00 Uhr eintreten sollte und ich ab 14:00 Uhr massiv auf das Wetter achten wollte.

Überraschender Weise hatte ich mit der Einschätzung der Wetterentwicklung heute ziemlich recht.

Der Wind stand direkt ab Beginn gut auf dem Hang und wurde zwischen 12:00 – 13:00 Uhr kräftiger, so dass es richtig schön zu spielen ging. In der Zeit waren wir sogar recht viele Flieger vor Ort.

Aber dummerweise hat meine Einschätzung hinsichtlich der herein ziehenden Front heute auch gestimmt. Sie kam sogar etwas früher, denn nachdem es gegen 13:00 Uhr etwas schwächer mit dem Wind wurde, hat es um 13:30 Uhr schlagartig brutal aufgefrischt und innerhalb von 5 Minuten angefangen zu regnen.

Ich habe gerade so meinen Schirm noch halbwegs trocken in den Packsack bekommen, bin jedoch auf auf dem Weg zum Auto ziemlich durchnässt worden. Auch auf der Rückfahrt kam teils richtiger Starkregen runter.

Aber dennoch hat sich der Tag gelohnt, denn ich habe gut 2 Stunden ohne große Pause was machen können, hab einige Flieger, die ich schon eine geraume Zeit nicht gesehen hatte, getroffen und war endlich mal wieder am Hang in Reichenbach gewesen.

Erst ist der Hammer geflogen, dann ich

Heute musste ich mich wieder zwischen Wallertheim und Singhofen entscheiden. An beiden Locations wurde geschleppt. Aber die Entscheidung war recht einfach, denn ich hatte mich für 10:00 Uhr in Niederselters zum Hammerwerfen gemeldet und wenn man schon in die Richtung unterwegs ist, macht es Sinn, dann nach Singhofen zu gehen. Da war um 11 Uhr wieder Treffen, was ich aber nicht ganz geschafft habe. Obwohl es von Niederselters nach Singhofen nur knapp über 30 Kilometer sind, zieht es sich über die Käffer und kleinen Landstrassen. Ich kenne die Gegend schon sehr lange und ziemlich gut, aber heute bin ich ein paar Strassen gefahren, die ich bisher noch nie lang gekommen bin. Und die waren landschaftlich richtig schön. Da muss ich unbedingt mal mit dem Mopped langfahren.

Anyway – ich habe es erst um 11:30 Uhr auf den Flugplatz geschafft, aber bis dahin ist sowieso noch kein Flieger gestartet. Als ich ankam, wurde gerade die Winde umgestellt. Wir haben dementsprechend heute das erste Mal in dem Jahr (zumindest wo ich dabei war) in Richtung Süd geschleppt. Auch wenn das eigentlich relativ egal war, denn der Südwind war heute extrem schwach. Kaum merkbar.

Ich bin mit meinem ersten Flug bei der 2. Runde raus, aber schon bei den ersten Fliegern war zu erkennen, dass heute thermisch nicht wirklich viel gehen sollte.

Eigentlich hatte ich das nicht erwartet, denn es war für die Jahreszeit ziemlich warm und komplett sonnig. Aber die Flüge heute waren allesamt ziemlich kurz. Auf jeden Fall kürzer wie letzte Woche. Zudem hatten wir massive technische Probleme mit der Winde. Damit wurde das eine zähe Angelegenheit und gegen 15:30 Uhr hat die Winde dann sogar ganz die Arbeit eingestellt und wir mussten abbrechen.

Ich hatte bis dahin 4 Flüge und auch wenn die nicht lang waren, ist meine Ausbeute damit gar nicht so schlecht gewesen. Heute morgen habe ich also meinen Hammer fliegen lassen und heute Nachmittag mich selbst. Gibt wirklich schlechtere Tage :-).

Seit langer Zeit mal wieder ein Vierer

Das war heute ein wirklich feiner Flugtag an der Winde in Singhofen. Super Spätsommerwetter, aber seltsamer Weise nur ziemlich wenige Flieger. Wir waren gerade mal zu 6.

Um 11 Uhr haben wir uns getroffen und ich hab gleich den Eröffungsflug gemacht – wie so oft. Zu der Zeit waren die Bedingungen noch sehr ruhig, aber damit auch sehr angenehm, um in den Flugtag reinzukommen.

Danach ist es richtig gut geflutscht und in der Session mit meinem zweiten Flug hat der zweite Pilot – wir haben ja eine Doppelwinde – den Flug des Tages erwischt und ist eine halbe Stunde unterwegs gewesen. Ich habe – wie leider üblich – das erste leichte Steigen nicht mitgenommen und bei dem Durchgang die Chance verpasst.

Dafür war mein dritter Flug recht gut und over-all der wohl zweitlängste bzw. zweithöchste Flug des Tages. Zwar deutlich unter dem Tagesbestflug, aber ich konnte über die B260 hinaus und fast bis Singhofen fliegen. Nur dann habe ich es wieder verzockt und konnte da dann die Höhe nicht halten. Irgendwann lerne ich es vielleicht mal, dass man im Flachland wirklich jeden Heber eindrehen sollte. Aber egal – war dennoch für mich ein richtig guter Flug.

Im Anschluss ist dann aber leider der Wurm drin gewesen. Erst hatten wir einen Startabbruch, weil bei der ersten Leine ein Überwurf der zweiten Leine passiert ist. Als das aufgefallen ist, war der Pilot aber schon auf über 50 Meter Höhe. Es ist zwar nicht passiert, aber die Angelegenheit zu bereinigen hat schon mal einige Zeit gekostet.

Als dann der 2. Pilot mit dem anderen Seil gestartet ist, hatten wir da dann einen Seilriss. Ich vermute, dass die Reibung bei dem Überwurf das Seil beschädigt gehabt hat. Bis dann wieder alles ok war, ist gut eine Stunde ins Land gegangen.

Dann ist der Pilot mit dem ersten Startabbruch an dem wieder zurückgeholten Seil raus und ich habe mich für die nächste Paarung zu meinem 4. Flug fertiggemacht.

Ich wollte erst das geflickte Seil nehmen, aber die Windenfahrer haben mich als schwersten Piloten in der Mannschaft auf das andere Seil um-gelotst. Was für mich gut so war, denn der 2. Pilot der Session hatte dann an dem geflickten Seil bereits beim Straffziehen des Seils erneut einen Seilriss, so dass wir die letzten drei Flüge des Tages nur noch mit einem Seil durchgeführt haben. Aber wie bei dem ersten Flug nach unserer unfreiwilligen Mittagspause war auch mein 4. Flug mau – mein kürzester Flug des Tages, denn mittlerweile wurde die Thermik deutlich schwächer. Da die Windenfahrer aber auch gegen 16:00 Uhr weg mussten, war dann auch nach noch 3 weiteren Fliegern Schluss. Aber bis auf die unfreiwillige Mittagspause war das heute wohl für mich der bisher beste Windenflugtag des Jahres – auch wenn viele Jahre vorher insgesamt besser waren.

Erstmals in Boos geflogen

Seit etwa Mai habe ich eine Jahreskarte für 5 Hänge in der Gegend von Bad Kreuznach, aber ausser in Auen bin ich bisher nach der Einweisung noch nicht dahin gekommen. Da wir leider an einigen meiner Stammhänge Stress haben bzw. die im Moment gar nicht genutzt werden können, will ich mir damit neue Optionen offen halten. Und bei Ostwind wie heute haben wir sowieso gar keinen Hang im Taunus oder Umgebung, wo ich bisher fast immer nur geflogen bin.

Aber der eine der für mich neuen Hänge in Boos ist ein Ostwindhang. Deshalb bin ich heute hin, nachdem in der WhatsApp-Gruppe zu den Hängen gefragt wurde, ob jemand mitkommt. Auch wenn ich etwas Bedenken hatte, weil der Wind für Nachmittag nicht gerade schwach werden sollte. Und so schön die Sonne auch ist – meist gehen damit um die Jahreszeit ganz schöne thermische Ablösungen einher.

Gegen 11:30 Uhr war ich dann am Hang, wobei ich durch eine blöde Baustelle auf der Strecke eine alternative und um einiges längere Strecke über Alzey gefahren war. Zu der Zeit waren 2 Flieger am Hang, von denen einer aber nur ein bisschen gehandelt hat und auch recht schnell verschwunden ist. Der zweite Flieger kam interessanter Weise aus dem gleichen Ort wie ich, wie wir dann festgestellt haben.

Da der Wind bei meiner Ankuft zwar nicht stark war, aber gut auf dem Hang stand, sind wir beide raus. Der andere Flieger ist ziemlich direkt abgesoffen, aber da ich den Hang nicht kannte, wollte ich ihn sowieso erst einmal bei schwachen Bedingungen befliegen. Und ich hatte die Hoffnung, dass ich mich trotzdem sogar halten könne. Aber auch ich konnte nach links zwar erst einmal steigen, dann aber beim Rückflug die Höhe nicht halten und bin ebenfalls nach ein paar Bögen schon unten eingelandet. Ich wollte auch den Weg nach oben mal ausprobieren und muss sagen, dass der viel anstrengender ist als er aussieht. Die Motivation, demnächst nur oben einzulanden, ist bei meinem Hochkraxeln gewaltig gewachsen.

Wieder oben angekommen, hatte dummerweise der Wind stark zugenommen. Und er wurde bockig. Als ich mit Fliegen angefangen habe, hat mir damals ein erfahrener Flieger einige Regeln mitgegeben, die ich bis heute beherzige und die in unserer Gegend für die meisten Hänge gelten:

  1. Siehst Du die Unterseite der Blätter, solltest Du nicht starten.
  2. Hörst Du die Blätter rauschen,  solltest Du nicht starten.
  3. In unserer Gegend ist Ostwind die ersten 3 Tage bockig. Erst dann wird es besser, wenn die Ostwindlage beständig ist.

Alle drei Punkte waren hetue gegeben. 1. Ostwindtag, die Blätter haben heftig gerauscht und man hat das Weise gesehen. Und dann kannte ich den Hang nicht. Ich bin also eine ganze Weile nicht mehr raus, während der andere Flieger munter gestartet ist. Ich musste ihn zwischenzeitlich einmal aus der Hecke holen und habe ihn dann auch einmal von unten mit dem Auto geholt, nachdem er wieder abgesoffen war.

Dann habe ich es aber auch nochmal probiert, obwohl der Wind fast auf Nord gedreht hatte. Deshalb in ich Richtung Nord gestartet und nach kurzem Steigen auch wieder Top eingelandet. Zumindest das Hochkraxeln habe ich mir damit erspart. Der andere Flieger ist weiter gestartet und ich war massiv am Überlegen, ob ich es nicht doch nochmal probieren sollten. Dann habe ich seinen Frontstall bzw. Vollklapper mit gut 10 – 20 Meter Höhenverlust in geringer Höhe gesehen und mich entschieden, dass ich besser einpacke. Ich habe den anderen Flieger noch von unten eingesammelt und wieder hochgefahren, wo er – ungeachtet des brutalen Klappers – weitermachen wollte und bin dann heimgefahren. Alles in Allem war der Tag von der Airtime nicht wirklich ergiebig, aber ich hatte Zeit, schöne Sonne und hab einen Hang angetestest, der mir wirklich gut gefällt und bei weniger bockigen Bedingungen für mich eine echte Option werden sollte.

Schöner Flugtag an der Winde

Nachdem ich die letzten Wochenenden gekniffen hatte oder wegen Wetter bzw. fehlender Windenfahrer Termine ausgefallen sind, hat es heute mal wieder mit Schleppen geklappt. In Singhofen. Es ging um 11:00 Uhr los und wir waren heute ungewöhnlich viele Flieger am Platz. Vielleicht auch, weil morgen das Wetter wieder kippen soll.

Zusammen mit einer ganzen Anzahl an technischen Problemen an der Winde über den Tag und ein paar Tandemstarts kam es dazu, dass ich nur 3 Flüge gemacht habe. Aber auch die anderen Piloten kamen bis ca. 16:00 Uhr nicht auf mehr Flüge.

Trotzdem war es ein schöner Flugtag. Nach den letzten Regentagen endlich mal wieder sonnig und warm und zwischen den Flügen nette Gespräche mit den Fliegerkollegen.

Meine drei Flüge waren nicht wirklich lang, aber auch nicht schlecht. Ich war dabei gleich im ersten Duo dabei und hab also – wie üblich – die Eröffnung des Tages geflogen.

Dabei hatte ich mein neues Vario – den SkyBean – nochmal an eine andere Position an den Leinen des Gleitschirms befestigt, aber auch da konnte ich das Display nicht erkennen. Entweder reaktiviere ich mein Cockpit oder aber ich versuche es mal mit einer Befestigung am Bein (wie bei grösseren Varios) oder Arm, was bei dem kleinen Ding auch gehen sollte. 2-B-C.

Aber auch meine GoPro muckt rum, Immer mehr. Teils hat sie dem dem Neuaufsetzen vor einigen Tagen wieder schöne Dauerbilder gemacht, aber auch teils vollkommen ohne Anlass sich abgeschaltet. Das Ding ist einfach nicht mehr zuverlässig. Da aber die Version 2 und seit mehr als 10 Jahren im Einsatz, sei es verziehen. Dennoch – ich werde jetzt wohl doch demnächst nach einem Ersatz schauen.

Für den heutigen Tag hatten die Prognosen leichten Südwind mit 5 – 10 Km/h und Böen bis knapp 20 Km/h vorausgesagt, aber als wir begonnen hatten, hatten wir Nordwind. Beständig. So viel zu der aktuellen Zuverlässigkeit von Wettervorhersagen. Deshalb stand die Winde auch so, dass wir Richtung Nord geschleppt haben. Was bis etwa 15:00 Uhr absolut richtig war. Erst dann ist der Wind langsam auf Süd gedreht.

So ab 16:00 Uhr konnte man deshalb nicht mehr gescheit starten und obwohl ich mich noch zu einem vierten Flug ausgelegt hatte, haben wir abgebrochen, nachdem der Flieger davor trotz maximalem Rennens nicht weg kam und mit Startabbruch ziemlich seitlich wegschleudert wurde.
 

Neuer (?!?) Hang

Heute habe ich etwas auf meiner To-Do-Liste, was ich unbedingt mal im Leben machen muss, abgearbeitet und was schon viele Jahre da drauf stand. Vermutlich schon seit meiner Kindheit. Die ganze Woche sieht nicht wirklich gut zum Fliegen aus und obwohl am Wochenende theoretisch sowohl in Singhofen als auch Wallertheim Schleppen angesetzt ist, werden die Bedingungen vermutlich nicht passen. Dafür sah es heute mit moderatem S/SW nicht schlecht aus. Bei so Bedingungen und Zeit gehe ich sonst meist nach Reichenbach, aber da ist der Hang – weil noch nicht gemäht – noch gesperrt.

Nun wäre Auen eine Option gewesen, aber da gibt es noch einen besagten Hang, der sowohl vom DGLC gehalten wird als auch ich eben schon gefühlt immer mal fliegen wollte – Eppenhain.

Es ist eigentlich unglaublich, dass ich da noch nie was mit dem Schirm gemacht habe. Vor vielleicht 12 – 13 Jahren war ich mal mit dem Schirm da, aber da hatte der Wind nicht gepasst. Mit dem Fahrrad hingegen war ich mindestens schon 50 Mal dort und über 10 Jahre konnte ich sogar den Hang von meiner Terrasse aus sehen. Die Wohnung ist zwar mittlerweile vermietet, aber auch von meinem Haus in Eppstein sind das nur 5 Minuten – auch wenn ich den Hang von da nicht mehr sehe.

Anyway – ich habe schon so oft an dem Hang gestanden und mir überlegt, ob man von da ins Tal fliegen kann bzw. von unten mir vorgestellt, dass ich da starte und mehr oder weniger auf meiner Terrasse lande, dass ich einfach mal mit dem Schirm da hingehen musste.

Heute war es soweit.

Wir haben uns zu 2. gegen 13 Uhr da getroffen. Landschaftlich traumhaft und wie gesagt – einer der großen Punkte auf meiner To-Do-Liste ist jetzt abgearbeitet, aber flugtechnisch ist der Hang eher mau. Over all habe ich vielleicht 10 kleine Hüpfer gemacht, die vielleicht maximal 10 Meter hoch waren. Dazu ist der Hang auch ein bisschen bockig und wegen den Büschen und Bäumen tricky. Es könnte was gehen, wenn der Wind stärker ist, aber im Grunde ist das ein Spielhang. Ins Tal zu fliegen, kann man sich abschminken, was mir aber ehrlich gesagt schon lange klar war. Da ist zuviel Wald dazwischen.

Das ändert aber nichts daran, dass die Sache heute Spass gemacht hat. Gegen 15 Uhr haben wir über Bremthal Regen ranziehen sehen und eingepackt. Als ich von Ruppertshain nach Fischbach runtergefahren bin, ist die Strasse fast weggeschwommen. Hat also in dem Zeitslot heute genau gepasst.

Den SkyDrop erstmals ausgeführt

 

Da die Bedingungen für Samstag und Sonntag ziemlich unsicher sind, haben die GFT den Schlepptermin diese Woche schon am Freitag ab 11:00 Uhr angesetzt.

Es hatten sich im Vorfeld 5 Vereinsflieger und zwei Windenfahrer gemeldet. Normalerweise braucht es zu den beiden Windenfahrern 6 Vereinsflieger, aber die Windenfahrer haben dieses Mal eine Ausnahme gemacht und trotz weniger Anmeldungen das Schleppen angesetzt. Vermutlich auch deshalb, weil die letzten Schlepptermine alle ausgefallen waren und mehrere Wünsche nach einem Freitagstermin geäussert wurden. Aber ob das nochmal gemacht wird, wage ich zu bezweifeln. Nicht nur, dass die Resonanz im Vorfeld gering war – 2 der angemeldeten Vereinsflieger kamen einfach nicht :-(. Erst waren wir sogar nur zu 2.. und erst später kam wenigstens noch einer der weiteren angemeldeten Vereinsflieger. Da hatte ich schon 2 Flüge durch – samt dem Erstflug des Flugtages.

Ich hatte wegen der geringen Anmeldezahl zudem Werbung in diversen FB-Gruppen gemacht und wenigstens ein Flieger, den ich von den RheinHessen kenne, kam noch unangemeldet dazu. Damit waren wir zumindest 4 Flieger an Ende. Und da ein Vereinsflieger mit dem Tandem und diversen Passagieren vor Ort war, waren zumindest ein paar Leute am Platz. Trotzdem – so sollte das nicht laufen und die Pausen zwischen meinen drei Flügen waren mir ob der wenigen Flieger eigentlich zu knapp. Ich bin immer noch etwas unfit und brauche meine Erholung zwischen den Flügen.

Vor allen Dingen bei einer prallen Sonne und hohen Temperaturen wie an dem Tag. Das hat mich doch ziemlich geschlaucht und deshalb haben mir die drei Flüge auch gelangt.

Heute wollte ich vor allen Dingen nochmal mit dem Gurtzeug experimentieren. Aber es passt einfach nicht – das wird mir immer klarer. Ich brauche wirklich ein neues Gurtzeug. Was aber nach 10 Jahren sowieso sinnvoll ist. Die Sache gehe ich zeitnah an.

Noch wichtiger war mir heute, dass ich mein neues Vario teste. Das war ja auch noch nicht im Einsatz.

Das SkyDrop ist ja wirklich klein und kann – nach diversen Bildern und Videos – an den Gurten des Schirms befestigt werden. Das habe ich mal ausprobieren wollen. Aber alle drei Positionen, wo ich den Kleinen bei den verschiedenen Flügen montiert hatte, haben nix getaugt. Ich konnte bei keiner Position das Display erkennen. Erst nach meinem dritten Flug kam mir die Idee, wo es sinnvoll sein könnte. Dort habe ich das SkyDrop zwar noch befestigt, aber nicht mehr im Flug ausprobiert. Jedoch rein von der Ansicht am Boden scheint es an der Stelle gut zu passen. Ich werde es im nächsten Flug sehen. Ansonsten ist das SkyDrop aber wohl ziemlich gut und für meine Zwecke ideal. Auch das Tracking der ICR-Files ist super.

Meine drei Flüge an sich waren alle ganz ok. Over-all-Airtime vielleicht 20 Minuten, wobei mein dritter Flug sowohl der höchste als auch längste mit dem weitesten Abstand vom Flugplatz gewesen ist. Leider war da mein Vario nicht an und hat also den auch nicht getrackt und die Kamera hatte genau bei dem Flug einen Feuchtigkeitsschleier vor der Linse. Schade – denn ich bin hinter zur B260 geflogen und hab da um Thermik gekämpft. Was teils ganz schön bockig war. Ein anderer Flieger, der parallel einiges über mir gekreist ist und ziemlich lang in der Luft war, hat nach der Landung gemeint, ihm wäre richtig schlecht geworden bei dem Geschaukel. Es war also heute doch ziemlich thermisch. Der Nicht-Vereinsflieger meinte, dass der Höhengradient verdammt groß angekündigt war und er deswegen fast nicht gekommen wäre.

Werfen und packen der Rettung außer der Reihe

 

Mein einer Verein veranstaltet seit ein paar Jahren jeden Winter in FFM in einer Schulturnhalle ein gemeinsames Packen der Rettung unter Aufsicht eines Fluglehrers samt vorangehendem Werfen der Rettung. Das nehme ich eigentlich sehr gerne und regelmäßig wahr, auch wenn ich zwischendurch meine Rettung immer wieder mal zum Packen an Profis übergebe.

Corona-bedingt ist der Termin dieses Jahr aber ausgefallen. Dafür wurde er an diesem Wochenende als Nachholtermin angesetzt. Ziemlich ungewöhnlich, weil während der Flugsaison. Ich habe mich dennoch für den Sonntag gemeldet – auch wenn ich erst im März die Rettung hab packen lassen. Aber mehrmals im Jahr zu packen ist ja gar nicht schlecht.

Ich finde es vor allen Dingen ganz wichtig, hin und wieder das Werfen der Rettung zu üben. Ebenso das Packen, denn obwohl ich einen Packschein habe und auch geschätzt mindestens 7x – 8x meine Rettungen schon selbst gepackt habe, vergesse ich immer wieder die einzelnen Schritte. Deshalb nehme ich das Angebot der Hilfe durch den Fluglehrer bei Bedarf gerne an.

Nun war für den heutigen Samstag sowohl in Singhofen als auch Wallertheim Schleppen angesetzt, aber es hat sich schon gestern abgezeichnet, dass heute der Wind zu stark wird. Deshalb habe ich von Sonntag auf den heutigen Samstag umgeswitcht, um ggfs. den Sonntag für das Fliegen frei zu haben – wobei es wohl auch morgen ziemlich kräftig blasen soll.

Anyway – ich hab mal wieder die Rettung geworfen und auch das Packen hat halbwegs funktioniert. Bis zum nächsten Mal werde ich wohl die meisten Schritte wieder vergessen haben, aber vielleicht brennen die sich doch irgendwann ein.

Die Sache hat heute auf jeden Fall wieder Spass gemacht – auch wenn der Tag wohl teuer wird. Der Fluglehrer hatte angeboten, sich die Gurtzeugeinstellungen anzusehen und zu korrigieren. Da ich eigentlich immer mit meinem aktuellen Gurtzeug am Rumstellen bin und nie richtig glücklich mit den Einstellungen war, hab ich das Angebot angenommen. Seine Meinung – das Gurtzeug ist zu klein für mich. Würde sich genau mit meinem Eindruck decken, dass ich eigentlich immer erst über den Beinstrecker so halbwegs vernünftig reinkomme. Und da das Teil sowieso schon 10 Jahre alt ist, überlege ich jetzt die Anschaffung eines neuen Gurtzeugs.

Zuwachs bei der Flugelektronik

Bisher nutze ich als Vario ein altes Kobo mini (ein E-Book-Reader) mit angeflanschtem GPS-Sensor und XCSoar als Software. Befestigt habe ich den Kobo auf einem Flugcockpit. Diese zusammengebastelte Kombination hatte ich mir vor etwa 4 Jahren gekauft. Im Grunde funktioniert die Sache. So gar ziemlich gut, denn der Kobo hat ein grosses, scharfes Display und XCSoar ist eine extrem leistungsfähige Software. Dazu läuft der Kobo mit einer Aufladung sehr, sehr lange.

Aber der Teufel steckt im Detail und in der Praxis bin ich nicht glücklich mit dieser Ausstattung. Ich habe so einige Probleme genau genommen.

  1. Das Flugcockpit dreht sich oft nach unten und dann kann ich das Display nicht mehr erkennen.
  2. Der Kobo wird mit einem Touchscreen bedient und ich komme immer wieder aus Versehen auf den Screen und dann verstellt sich alles.
  3. Der GPS-Sensor wird mit einem Druckknopf oben eingeschaltet. Und halt auch ausgeschaltet. Beim Start an der Winde drückt immer wieder irgendwas vom Gurtzeug oder Cockpit da drauf und schon ist der Sensor aus.

Im Grunde könnte ich die Probleme vermutlich lösen, wenn ich den Kobo anders befestige. Vielleicht probiere ich das auch nochmal. Ich bin noch unentschieden, ob ich den Kobo wieder verkaufe oder eben mit einer Befestigung am Bein oder so nochmal probiere. Aber so eine Befestigung hat halt auch Nachteile.

Deshalb habe ich mir auf ebay einen nur für eine Schulung genutzten SkyDrop zugelegt. Was ich an Tests und Infos gelesen habe, soll das Vario ziemlich gut sein. Zwar in der Funktionalität erheblich gegenüber den Highend-Geräten eingeschränkt, aber dafür auch für ein GPS-fähiges Gerät mit Display sehr günstig.

Eben habe ich den Kleinen ausgepackt. Und „Kleiner“ trifft es in der Tat. Der SkyDrop ist noch kleiner als ich es erwartet bzw. mir vorgestellt habe. Mit allen Vorteilen, aber auch Nachteilen. Ich hoffe mal, dass ich überhaupt das Display erkennen kann. Es scheint lichtstark und scharf genug zu sein, aber die Infos sind recht klein. Man kann die Widgets aber konfigurieren und ich muss einfach auf die wichtigsten Infos reduzieren. Ich brauche ja im Grunde nur die Höhe mit Warnung vor der Grenze des Luftraums sowie Sinken und Steigen. Tracking, Zeit etc. muss ja nicht beim Fliegen angezeigt werden. Und dass das Teil so klein ist, ist dann ja auch ein wirklicher Vorteil. Ich kann auf das Flugcockpit verzichten und das Ding wohl an den Tragegurten oder dem Gurtzeug befestigen. Muss ich ausprobieren. Aber der SkyDrop ist so klein, dass man das Vario eigentlich immer dabei haben kann und solange ich nicht auf Strecke gehen will, brauche die Karten und weiteren Navigationsfeatures nicht, die mir der Kobo mit XCSoar bietet. Vermutlich behalte ich den Kobo deshalb aber auch. Frist ja kein Brot.