Den SkyDrop erstmals ausgeführt

 

Da die Bedingungen für Samstag und Sonntag ziemlich unsicher sind, haben die GFT den Schlepptermin diese Woche schon am Freitag ab 11:00 Uhr angesetzt.

Es hatten sich im Vorfeld 5 Vereinsflieger und zwei Windenfahrer gemeldet. Normalerweise braucht es zu den beiden Windenfahrern 6 Vereinsflieger, aber die Windenfahrer haben dieses Mal eine Ausnahme gemacht und trotz weniger Anmeldungen das Schleppen angesetzt. Vermutlich auch deshalb, weil die letzten Schlepptermine alle ausgefallen waren und mehrere Wünsche nach einem Freitagstermin geäussert wurden. Aber ob das nochmal gemacht wird, wage ich zu bezweifeln. Nicht nur, dass die Resonanz im Vorfeld gering war – 2 der angemeldeten Vereinsflieger kamen einfach nicht :-(. Erst waren wir sogar nur zu 2.. und erst später kam wenigstens noch einer der weiteren angemeldeten Vereinsflieger. Da hatte ich schon 2 Flüge durch – samt dem Erstflug des Flugtages.

Ich hatte wegen der geringen Anmeldezahl zudem Werbung in diversen FB-Gruppen gemacht und wenigstens ein Flieger, den ich von den RheinHessen kenne, kam noch unangemeldet dazu. Damit waren wir zumindest 4 Flieger an Ende. Und da ein Vereinsflieger mit dem Tandem und diversen Passagieren vor Ort war, waren zumindest ein paar Leute am Platz. Trotzdem – so sollte das nicht laufen und die Pausen zwischen meinen drei Flügen waren mir ob der wenigen Flieger eigentlich zu knapp. Ich bin immer noch etwas unfit und brauche meine Erholung zwischen den Flügen.

Vor allen Dingen bei einer prallen Sonne und hohen Temperaturen wie an dem Tag. Das hat mich doch ziemlich geschlaucht und deshalb haben mir die drei Flüge auch gelangt.

Heute wollte ich vor allen Dingen nochmal mit dem Gurtzeug experimentieren. Aber es passt einfach nicht – das wird mir immer klarer. Ich brauche wirklich ein neues Gurtzeug. Was aber nach 10 Jahren sowieso sinnvoll ist. Die Sache gehe ich zeitnah an.

Noch wichtiger war mir heute, dass ich mein neues Vario teste. Das war ja auch noch nicht im Einsatz.

Das SkyDrop ist ja wirklich klein und kann – nach diversen Bildern und Videos – an den Gurten des Schirms befestigt werden. Das habe ich mal ausprobieren wollen. Aber alle drei Positionen, wo ich den Kleinen bei den verschiedenen Flügen montiert hatte, haben nix getaugt. Ich konnte bei keiner Position das Display erkennen. Erst nach meinem dritten Flug kam mir die Idee, wo es sinnvoll sein könnte. Dort habe ich das SkyDrop zwar noch befestigt, aber nicht mehr im Flug ausprobiert. Jedoch rein von der Ansicht am Boden scheint es an der Stelle gut zu passen. Ich werde es im nächsten Flug sehen. Ansonsten ist das SkyDrop aber wohl ziemlich gut und für meine Zwecke ideal. Auch das Tracking der ICR-Files ist super.

Meine drei Flüge an sich waren alle ganz ok. Over-all-Airtime vielleicht 20 Minuten, wobei mein dritter Flug sowohl der höchste als auch längste mit dem weitesten Abstand vom Flugplatz gewesen ist. Leider war da mein Vario nicht an und hat also den auch nicht getrackt und die Kamera hatte genau bei dem Flug einen Feuchtigkeitsschleier vor der Linse. Schade – denn ich bin hinter zur B260 geflogen und hab da um Thermik gekämpft. Was teils ganz schön bockig war. Ein anderer Flieger, der parallel einiges über mir gekreist ist und ziemlich lang in der Luft war, hat nach der Landung gemeint, ihm wäre richtig schlecht geworden bei dem Geschaukel. Es war also heute doch ziemlich thermisch. Der Nicht-Vereinsflieger meinte, dass der Höhengradient verdammt groß angekündigt war und er deswegen fast nicht gekommen wäre.

Werfen und packen der Rettung außer der Reihe

 

Mein einer Verein veranstaltet seit ein paar Jahren jeden Winter in FFM in einer Schulturnhalle ein gemeinsames Packen der Rettung unter Aufsicht eines Fluglehrers samt vorangehendem Werfen der Rettung. Das nehme ich eigentlich sehr gerne und regelmäßig wahr, auch wenn ich zwischendurch meine Rettung immer wieder mal zum Packen an Profis übergebe.

Corona-bedingt ist der Termin dieses Jahr aber ausgefallen. Dafür wurde er an diesem Wochenende als Nachholtermin angesetzt. Ziemlich ungewöhnlich, weil während der Flugsaison. Ich habe mich dennoch für den Sonntag gemeldet – auch wenn ich erst im März die Rettung hab packen lassen. Aber mehrmals im Jahr zu packen ist ja gar nicht schlecht.

Ich finde es vor allen Dingen ganz wichtig, hin und wieder das Werfen der Rettung zu üben. Ebenso das Packen, denn obwohl ich einen Packschein habe und auch geschätzt mindestens 7x – 8x meine Rettungen schon selbst gepackt habe, vergesse ich immer wieder die einzelnen Schritte. Deshalb nehme ich das Angebot der Hilfe durch den Fluglehrer bei Bedarf gerne an.

Nun war für den heutigen Samstag sowohl in Singhofen als auch Wallertheim Schleppen angesetzt, aber es hat sich schon gestern abgezeichnet, dass heute der Wind zu stark wird. Deshalb habe ich von Sonntag auf den heutigen Samstag umgeswitcht, um ggfs. den Sonntag für das Fliegen frei zu haben – wobei es wohl auch morgen ziemlich kräftig blasen soll.

Anyway – ich hab mal wieder die Rettung geworfen und auch das Packen hat halbwegs funktioniert. Bis zum nächsten Mal werde ich wohl die meisten Schritte wieder vergessen haben, aber vielleicht brennen die sich doch irgendwann ein.

Die Sache hat heute auf jeden Fall wieder Spass gemacht – auch wenn der Tag wohl teuer wird. Der Fluglehrer hatte angeboten, sich die Gurtzeugeinstellungen anzusehen und zu korrigieren. Da ich eigentlich immer mit meinem aktuellen Gurtzeug am Rumstellen bin und nie richtig glücklich mit den Einstellungen war, hab ich das Angebot angenommen. Seine Meinung – das Gurtzeug ist zu klein für mich. Würde sich genau mit meinem Eindruck decken, dass ich eigentlich immer erst über den Beinstrecker so halbwegs vernünftig reinkomme. Und da das Teil sowieso schon 10 Jahre alt ist, überlege ich jetzt die Anschaffung eines neuen Gurtzeugs.

Zuwachs bei der Flugelektronik

Bisher nutze ich als Vario ein altes Kobo mini (ein E-Book-Reader) mit angeflanschtem GPS-Sensor und XCSoar als Software. Befestigt habe ich den Kobo auf einem Flugcockpit. Diese zusammengebastelte Kombination hatte ich mir vor etwa 4 Jahren gekauft. Im Grunde funktioniert die Sache. So gar ziemlich gut, denn der Kobo hat ein grosses, scharfes Display und XCSoar ist eine extrem leistungsfähige Software. Dazu läuft der Kobo mit einer Aufladung sehr, sehr lange.

Aber der Teufel steckt im Detail und in der Praxis bin ich nicht glücklich mit dieser Ausstattung. Ich habe so einige Probleme genau genommen.

  1. Das Flugcockpit dreht sich oft nach unten und dann kann ich das Display nicht mehr erkennen.
  2. Der Kobo wird mit einem Touchscreen bedient und ich komme immer wieder aus Versehen auf den Screen und dann verstellt sich alles.
  3. Der GPS-Sensor wird mit einem Druckknopf oben eingeschaltet. Und halt auch ausgeschaltet. Beim Start an der Winde drückt immer wieder irgendwas vom Gurtzeug oder Cockpit da drauf und schon ist der Sensor aus.

Im Grunde könnte ich die Probleme vermutlich lösen, wenn ich den Kobo anders befestige. Vielleicht probiere ich das auch nochmal. Ich bin noch unentschieden, ob ich den Kobo wieder verkaufe oder eben mit einer Befestigung am Bein oder so nochmal probiere. Aber so eine Befestigung hat halt auch Nachteile.

Deshalb habe ich mir auf ebay einen nur für eine Schulung genutzten SkyDrop zugelegt. Was ich an Tests und Infos gelesen habe, soll das Vario ziemlich gut sein. Zwar in der Funktionalität erheblich gegenüber den Highend-Geräten eingeschränkt, aber dafür auch für ein GPS-fähiges Gerät mit Display sehr günstig.

Eben habe ich den Kleinen ausgepackt. Und „Kleiner“ trifft es in der Tat. Der SkyDrop ist noch kleiner als ich es erwartet bzw. mir vorgestellt habe. Mit allen Vorteilen, aber auch Nachteilen. Ich hoffe mal, dass ich überhaupt das Display erkennen kann. Es scheint lichtstark und scharf genug zu sein, aber die Infos sind recht klein. Man kann die Widgets aber konfigurieren und ich muss einfach auf die wichtigsten Infos reduzieren. Ich brauche ja im Grunde nur die Höhe mit Warnung vor der Grenze des Luftraums sowie Sinken und Steigen. Tracking, Zeit etc. muss ja nicht beim Fliegen angezeigt werden. Und dass das Teil so klein ist, ist dann ja auch ein wirklicher Vorteil. Ich kann auf das Flugcockpit verzichten und das Ding wohl an den Tragegurten oder dem Gurtzeug befestigen. Muss ich ausprobieren. Aber der SkyDrop ist so klein, dass man das Vario eigentlich immer dabei haben kann und solange ich nicht auf Strecke gehen will, brauche die Karten und weiteren Navigationsfeatures nicht, die mir der Kobo mit XCSoar bietet. Vermutlich behalte ich den Kobo deshalb aber auch. Frist ja kein Brot.

 

Viererbande

Für heute war Schleppen in Singhofen von den GFT angesetzt. Ich hatte mich früh in der Woche schon angemeldet und als dann die Ankündigung der Schleppgemeinschaft RheinHessen kam, ging mein Verein wieder vor.

Nur waren die Anmeldezahlen für Singhofen total niedrig – warum auch immer. Deshalb gab es gestern die Absage und ich habe mich bei der Schleppgemeinschaft RheinHessen nachgemeldet. Auch wenn ich damit als 9. Flieger schon knapp an die derzeit erlaubte maximale Anzahl von 10 Fliegern kam. Und ich eigentlich bei so vielen Fliegern da eher ungern hingehe, weil es sich dann an der Abrollwinde ziemlich zieht.

Andererseits bin ich noch immer etwas angeschlagen und wollte sowieso nur 2 Flüge machen. Das sollte ich auch bei der hohen Anzahl an Fliegern (für die Location) hinbekommen, dachte ich.

Allerdings waren die Aussichten nicht ganz eindeutig bzw. etwas mau und die Diskussionen gingen eine Weile hin und her, bevor dann erst heute morgen kurzfristig gegen 9:30 Uhr die Meldung kam, dass ab 11:30 Uhr ab dem Windrad Richtung Süd/Flonheim geschleppt werde.

Und was soll ich sagen? Von 9 gemeldeten Fliegern waren dann 4 vor Ort. Statt an der maximalen Grenze zu sein, war gerade die minimale Anzahl an Fliegern da, um überhaupt den Schleppbetrieb hinzubekommen. Bei der Anzahl muss man auch immer warten, bis der gerade fliegende Pilot gelandet ist, bevor es weiter gehen kann. 2 Leute fahren das Schleppauto und einer macht den Startleiter.

Dementsprechend bekommt man auch bei wenigen Piloten keine wirklich viel schnellere Frequenz hin. Von daher gab es insgesamt auf 4 Piloten verteilt über den Nachmittag auch nur 10 Schlepps. 2x 2 und 2x 3 Flüge.

Ich war – wie geplant – mit 2 Flügen dabei und die waren gar nicht schlecht. Recht ruhig, denn es war bei beiden Flügen von mir ziemlich angeschattet und wenig thermisch, aber das mag ich ganz gerne. Nachdem wir lange auf weitere Piloten gewartet hatte, habe ich dann auch gleich den Dummy gemacht.

Ich hatte bei beiden Flügen eine ziemlich gute Ausklinkhöhe und konnte mich mit Nullschiebern jeweils eine Weile halten. Also für mich alles im grünen Bereich und es war ein gute Entscheidung, dass wir heute geschleppt hatten – trotz der recht mauen Prognosen.

Bisschen ärgerlich war aber die grosse Anzahl von Absagen bzw. dass
Leute ohne Absage weggeblieben sind. Zumal gegen späteren Nachmittag die Bedingungen eine gewisse Zeit nochmal so richtig gut wurden und ein Pilot an die Luftraumbeschränkung aufgestiegen ist.

 

Kurzschlepp zum Einstellen des Gurtzeugs

Irgendwie habe ich ziemlich mit den Nachwirkungen der Corona-Impfung zu kämpfen, wie mir scheint. An manchen Tagen hänge ich extrem in den Seilen. Gestern war ich so matt, dass ich beim Waldlauf fast rückwärts gekrochen und kaum aus dem Wald wieder rausgekommen bin. Deshalb hatte ich mich für heute schon als erneut flugunfähig abgestempelt. Bei meinem Verein in Singhofen kam sowieso kein Schlepptermin zusammen, aber ich hatte mich vor ein paar Tagen bei der Windenschleppgemeinschaft Rheinhessen in Wallertheim angemeldet.

Nur waren da für heute mit mir genau 5 Leute angemeldet, was die absoluten Minimalzahl bedeutet, damit was stattfinden kann. Ich bin deshalb dann heute doch hin – zumal ich sowieso da gerne hingehe und es dieses Jahr – außer zu einem Kurzbesuch in Verbindung mit einer Moppedtour – noch nicht hin geschafft habe.

Ich habe mich aber von Anfang an darauf eingestellt, dass ich wahrscheinlich nicht fliege, sondern nur das Schleppauto fahre.

Allerdings fand ich mich dann vor Ort doch so fit, dass ich zumindest einen Kurzschlepp gemacht habe, um die neue Einstellung von meinem Gurtzeug zu testen. Da hatte ich vor einigen Wochen am Hang in Auen was verstellt, was letzte Woche an der Winde in Singhofen gar nicht gepasst hat. Da bin ich kaum in das Gurtzeug reingekommen. Daraufhin hatte ich die Einstellungen wieder verändert. Bei dem Kurzschlepp habe ich heute dann die Sache getestet. Bedeutetend besser wieder – super gestartet und problemlos ins Gurtzeug gekommen. Scheint wieder alles ok zu sein.

Aber anschließend bin ich bei meinem Vorsatz geblieben und nur das Schleppauto gefahren. Mir ging es zwar bedeutend besser als gedacht, aber ich brauche wohl noch einige Tage, bis ich die Impfung wirklich verarbeitet habe – wenn diese Müdigkeit und Unkonzentriertheit davon kommen.

War aber wieder sehr nett da und ich bin froh, meinen Jahresbeginn dort gemacht zu haben. Die nächsten Male will ich dann da auch wieder „richtig“ fliegen.

Halbwegs gemütliches Einfliegen an der Winde

Jetzt hat auch endlich für mich die Schlepp-Saison 2021 begonnen. Mein Verein hatte heute einen Schlepptermin angesetzt und dieses Mal hat auch das Wetter gepasst. Eine Alternative wäre in Wallertheim bei der Schleppgemeinschaft Rheinhessen gewesen,
aber ich hatte mich schon früh für Singhofen angemeldet. Und in Wallertheim wird u.U. auch morgen noch mal geschleppt, wobei das vermutlich für mich morgen zu heiss und/oder labil wird. Aber das sehe ich morgen. Erst einmal bin ich froh, dass ich es heute nach Singhofen geschafft
habe.

Und das war im übertragenen Sinn gar nicht so einfach. Bekanntlich ist in Wiesbaden die Salzbachtal-Bürcke gesperrt und der Verkehr drückt sich über alle Umleitungen und Schleichwege. Was ich auf dem Mainzer Ring und der
Schiersteiner Brücke schon mal bemerken musste. Und dann ist auf der 260 zwischen Wiesbaden und Nassau wegen einer Baustelle eine Sperrung gewesen.
Dummerweise habe ich mich auf die Umleitungsschilder verlassen, statt das Navi zu programmieren bzw. meine halbwegs vorhandene Ortskenntnis. Deshalb bin ich gut 10 Kilometer mehr Umweg gefahren als notwendig und deshalb als einer der letzten Flieger auf dem Flugplatz angekommen.

Aber außer dem üblichen „Erststarter“ der Truppe hatte sich noch niemand fertig gemacht und so bin ich mit dem üblichen Partner doch im ersten Duo an der Doppelwinde rausgeschleppt worden. Allerdings habe ich schnell bemerkt, dass ich ziemlich aus der Übung war. Seit Oktober letzten Jahres bin ich nicht mehr an der Winde geflogen und das wurde deutlich. Erst war mir ein Beingurt wieder aufgegangen und das hatte ich erst kurz vor dem Start bemerkt und dann bin ich nicht richtig ins Gurtzeug reingekommen. Ich habe da was verstellt und das war wohl etwas zuviel des Guten. Der erste Flug war also eher stressig.

Im zweiten Flug musste ich eine Außenlandung ansetzen. Ich hatte es links von der Strasse versucht und etwas überreizt. Ich war am Ende so tief, dass ich nicht über die Strasse zurückfliegen wollte und bin in der Wiese gelandet. Leider hatte ich die Höhe vom Gras unterschätzt. Zum einen konnte ich den Abstand zum Boden nicht richtig einschätzen und zum anderen bin ich beim Laden im Gras hängen geblieben und nach vorne gefallen. Aber nix wirklich dabei getan.
Im meinem dritten und letzten Flug bin ich am Seil ziemlich gut gestiegen und hatte auch eine sehr gute Ausklinkhöhe, aber dann nichts gefunden. Überhaupt war es heute kaum thermisch aktiv und im Grunde hat keiner der Flieger sich länger halten können. Aber zum Einstieg waren das damit sogar mir gut passende Bedingungen.

 

 

Hitzeschlacht am neuen Hang

In dem Jahr habe ich mein Startplatz-Portfolio um 5 Hänge rund um Bad Kreuznach erweitert. M.a.W. – ich habe dafür Startberechtigungen erworben und die Tage eine Einweisung mitgemacht, damit ich die Hänge nutzen kann.

2 der Hänge kenne ich von früher – noch vor der Zeit, ab der der jetzige Halter sie übernommen hat. An beiden hatte ich so meine spannenden Erlebnisse. In Weiler ist mir das komplette Obersegel meines Gleitschirms zerrissen (mein erste Schirm – gebraucht von einer Flugschule gekauft), als er bei einer Böe aufgeschnalzt war.

Und in Bockenau bin mal mehr oder weniger auf einer Hütte gelandet. Ich stand nach der Landung mit dem Gesicht 5 cm vor der Hüttenwand und mein Schirm lag auf dem Dach. Zudem habe ich da meine erste Top-Landung ever gemacht, die mir ziemliche Schrammen eingebracht hatte. Aber das ist mehr als 10 Jahre alles her und Weiler taugt als Hang eine Menge und vor allen Dingen auf Boss bin ich gespannt. Aber Boss ist noch gesperrt und heute war die Wahl zwischen Weiler (was nicht ging, wie ich dann später auf WhatsApp mitbekommen habe) und Auen.

An 3 der Hänge bin ich also noch nicht geflogen und da heute sich ein paar Flieger in Auen verabredet hatten, bin ich hin. Trotz der brutalen Hitze. Und wie brutal heiss es war, habe ich schon auf der Hinfahrt mitbekommen. In Auen war ich erst 1x an dem Hang (zur Einweisung) und zudem ist durch eine Baustelle die direkte Zufahrt gesperrt. Also habe ich mich von Google leiten lassen. Nur hat sich das SmartPhone 10 Km vor dem Ziel wegen Überhitzung runter gefahren. Musste es ausschalten und kurz in die Kühltasche legen, bevor es den Dienst wieder aufgenommen hat.

Am Hang war es entsprechend knackig mit dem Temperaturen und man hat es nach einem Flug kaum hochgeschafft, ohne zu kollabieren. Aber zumindest hatte ich 3 Liter Wasser dabei, die ich auch gebraucht hatte. Der Hang an sich ist landschaftlich wirklich schön, gibt aber vom Flugpotential nicht viel her. Ein Spielhang. Aber genau solche Hänge mag ich. Und ein paar durchaus nette kleine Flüge habe ich heute auch hinbekommen, wenn ich mit einer Ablösung raus bin.

 

Auen wird vermutlich für mich eine gute Alternative zu Reichenbach werden. Ist sogar etwas näher von mir aus – besonders, wenn man irgendwann nicht mehr die Umleitung fahren muss. Oder sogar Eschbach, wenn es
droht da zu voll zu werden.

Sehr nett bei der Hitze ist an dem Hang auch, dass es ganz unten am Hang ein Kneipp-Becken gibt. Das musste ich und ein anderer Flieger noch vor der Abfahrt nutzen, um die Körpertemperatur etwas zu senken.

Se(e)(h)mann

Heute ging es endlich wieder mit dem Schleppen bei der Windenschleppgemeinschaft Rheinhessen los. Nur dummerweise habe ich gestern eine Corona-Impfung bekommen und ein bisschen mit Nebenwirkungen zu kämpfen gehabt. Minimal und nur leichter Schwindel und Müdigkeit, aber ich hatte mich heute morgen nicht „flugtüchtig“ gesehen. Gegen 14:00 Uhr kam ich aber auf den Damm und bin zumindest zum kurzen Hallo-Sagen mal mit dem Mopped hingefahren.

EB

Auch in Eschbach war ich gefühlt schon eine Ewigkeit nicht mehr. Corona ist nur ein Grund, aber durchaus entscheidend. Dennoch hätte ich eigentlich öfter da hingehen können. Sei es drum. Heute war ich aber endlich mal wieder gegen 13:30 Uhr am Hang.

Wie erwartet, waren die Bedingungen aber nicht ohne. Schwacher Grundwind, aber kurze und kräftige Ablösungen. Der plötzliche Temperaturanstieg und die kräftige Sonne sorgen für verdammt bockige Bedingungen.

Ich habe mir das Treiben deshalb erst einmal eine ganze Weile angesehen, bevor ich den Schirm ausgepackt habe. Viel gemacht habe ich dann aber auch nicht, denn ich war zudem nicht so ganz fit. Aber ein paar kleinere Flüge kamen bis etwa 17:00 Uhr zusammen.

Persönlicher Höhenrekord in AH

 

Ich denke, dass ich gut 2 Jahre nicht mehr in Arnoldshain geflogen bin. Aber da die für heute geplante Eröffnung der Schleppsaison bei der Schleppgemeinschaft Rheinhessen kurzfristig wegen dem Anstieg der Corona-Zahlen im Landkreis abgesagt werden musste, bin ich nach Arnoldshain. Im Moment gibt es sowieso kaum Alternativen, weil viele Hänge wegen zu hohem Gras bis zur Maht gesperrt sind und andere Hänge wegen diverser Probleme auch nicht zur Verfügung stehen.
Aber ich wollte unbedingt den Schirm mal wieder an die Luft bekommen. So langsam fühle ich mich nicht mehr der Flieger-Community zugehörig. So wenig komme ich derzeit in die Luft. Das letzte Mal hatte ich Anfang April etwas Airtime, aber auch sonst ist das Jahr bisher ziemlich mau verlaufen. Corona hat seinen Anteil, aber auch die Wetterbedingungen. Also muss man jede Gelegenheit nutzen.
In Arnoldshain fliege ich eigentlich nicht wirklich gerne. Auf der einen Seite ist der Hang landschaftlich total schön. Aber er ist bockig und wenn der Wind etwas zu viel von Ost über die Bäume kommt, wird es da schnell gefährlich. Auch wenn der Wind zu stark wird.

Für heute sahen die Bedingungen aber moderat und gut für den Hang passend aus und kurz nach 10:00 Uhr war ich am Hang. Um die Zeit war erst ein Flieger vor Ort. Der Wind war erwartet böig – wie fast immer an dem Hang. Aber meist ziemlich schwach.

So kamen bis zum meinem Abmarsch nach Hause nur eine ganze Menge Hüpfer raus, aber auch zwei Versuche, die ich als Flüge werten würde. Ich bin zumindest dabei jeweils mit dem Gurtzeug auf Höhe der Baumkronen gewesen. Aber ich konnte nichts daraus machen, da die Ablösungen extrem klein und kurz waren. So kurz nach 14:00 Uhr habe ich den Abflug zum Auto gemacht und bin dabei in eine Ablösung gestartet, die mich auf meine persönliche Rekordhöhe für den Hang hoch gehoben hat. Auch wenn ich den Hang seit gut 15 Jahren kenne, fliege ich da ja selten und bisher ging es noch nie so hoch da für mich. Schätze vielleicht 30 – 40 Meter über die Bäume. Aber auch hier hat die Ablösung schnell nachgelassen. Dennoch war es heute eine schöne Sache. Endlich mal wieder so tun als ob das Leben wieder „normal“ wäre und nicht nur virtuell Leute gesehen bzw. mit Leuten gesprochen, sondern so richtig.