Die letzten Tage sind gewaltige Stürme durch das Land gezogen und ab morgen sollten neue kommen. Aber für den heutigen Tag war eine Pause hinsichtlich des kräftigen Winds, Sonne und Süd angesagt. Es sah also in den meisten Progrnosen ziemlich gut für Reichenbach aus und da ich Zeit hatte, war ich um 13:00 Uhr am Hang. Wind stand gut an und ich bin auch direkt raus. Es hat sofort getragen und eigentlich perfekt. Nur hat es mich plötzlich über dem Querweg schlagartig noch oben gepumpt. Mit allen Begleiterscheinungen wie Klapper, heftigem Geschauckel und Rückwärtsfahrt. Da ich alleine am Hang war, bin nicht nach dem Flug nicht mehr gestartet und habe nur noch ein bisschen gespielt. Das war in der Luft deutlich unruhiger als man am Boden und den Progrnosen erwarten konnte. Nur eine der Prognosen hatte sowas für heute auch vorhergesagt – Grundwind so zwischen 5 – 12 km/h, aber Böen bis 40 Km/h. Und die hatte wohl recht. Ich bin dann so zwsichen 14:00 Uhr und 14:30 Uhr an den Hammerskopf zum Joggen gegangen. Sowas ist normalerweise ungefährlicher.
Ein bisschen ärgerlich – gerade sehe ich in der Webcam wieder mehrere Schirme am Hang. Aber niemand hat auf den üblichen Kanälen – außer mir – einen Ton gesagt, dass und wann er an den Hang geht :-(.
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Endlich mal wieder Airtime, endlich mal wieder Eschbach
Seit ich vor einigen Monaten beschlossen hatte, beruflich langsamer zu machen und weniger zu arbeiten, explodieren meine Aufträge bzw. Anfragen. Da ich oft nicht nein sagen kann (oder einfach zu blöd bin), arbeite ich seit der Zeit gefühlt mehr als je zuvor. Was sich natürlich negativ auf meine Airtime auswirkt. Zusammen mit den üblichen, blöden Wetterbedingungen um die Jahreszeit. Dementsprechend war heute erst der 2. Flugtag des Jahres für mich.
Ich bin nach Eschbach gefahren, obwohl ich ziemlichen Andrang erwartet habe. Wie immer am Wochenende, wenn da die Bedingungen passen. Aber ich war früh am Hang (schon gegen 10:30 Uhr) und bis etwa 12:00 Uhr ging es.
Allerdings war der Wind immer etwas zu südlich und am Anfang auch bockig. Man hat teils sehr plötzlich viel Höhe verloren und das ist über den Hecken bzw. Bäumen ungut. Ich habe mich nur einmal getraut bis hinter zum Hochsitz zu fliegen und sonst mehr links von den Hecken gespielt. Allgemein habe ich mich heute nicht ganz so wohl bei den Bedingungen gefühlt. Als dann gegen 13:00 Uhr der Andrang zugenommen hat und der Wind (temporär) eingeschlafen ist, habe ich sprichwörtlich den Abflug zum Auto gemacht, das ich im Dorf geparkt hatte. Es gab wohl nach 14:00 Uhr nochmal eine kräftige Phase, in der mehrere Schirme ziemlich hoch geflogen waren, wie ich in der Webcam zuhause dann gesehen habe. Viellicht hätte ich noch bleiben sollen, aber wenn es so voll am Hang wird, wird mir das meist zu hektisch. In Boss ging es heute wohl auch, wie ich auf Facebook mitbekommen habe, und es war da total leer. Wenn die Tendenz noch mehr Ost verspricht, werde ich demnächst wohl eher Boos ins Auge fassen – gerade am Wochenende. Der Tag war insgesamt aber gut, um mal wieder die Tüte zu lüften und nicht ganz aus der Übung zu kommen.
Neujahrsspringen
Es ist ein Déjà-vu, dass es jedes Jahr in der Winterzeit dünn mit Fliegen wird. Gute bzw. schlechte Gründe gibt es immer die gleichen. Auch die Einschränkungen durch Corona sind ja aus dem letzten Winter schon vorhanden. Die wirken sich zwar bei mir nur begrenzt auf das Gleitschirmfliegen aus, verhindern aber seit mittlerweile 2 Jahren , dass ich – wie die vielen Jahre davor ständig – zu LinkedIn Learning nach Graz fliege und damit zumindest Airtime in der Röhre bzw. einen schönen Blick aus der hohen Perspektive bekomme. Aber dieses Jahr kam auch noch eine berufliche Auslastung hinzu, die ich so um die Zeit nach meiner Erinnerung noch nicht hatte. Ich habe im Grunde seit Anfang Oktober bis direkt an Weihnachten heran Computerschulungen gehalten bis Anschlag. Zwar überwiegend remote, aber dennoch hat das die wenigen potentiellen Flugtage meist blockiert. Meine Fehlentscheidungen, an einigen Tagen nicht an den Hang zu gehen, und der bis vor ein paar Tagen gesperrte Lieblingshang taten ein Übriges.
Aber heute habe ich als eine Art „Neujahrsspringen“ das Jahr gleich am ersten Tag in Reichenbach eröffnet. Schon mal ein guter Start. Wobei ich wohl besser gestern gegangen wäre, denn da waren – was ich auf der Webcam gesehen habe – ziemlich viele Flieger am Hang und die Bedingungen waren wohl auch nicht schlecht gewesen. Ich hatte in Ventusky Böen über 50 km/h für den Tag gesehen und deshalb entschieden, lieber nicht an den Hang zu gehen. Dass ich seit meiner Booster-Impfung letzte Woche immer noch ziemlich in den Seilen hänge, kam dazu. Aber es war wohl nicht bockig gestern und – so wie es auf der Webcam aussah – oft sogar eher schwachwindig. Wobei ich alternativ mit dem Motorrad unterwegs war (war unglaublich warm für den 31.12.) und auch das Moppedchen wollte ich mal wieder bewegen.
Heute bin ich aber an den Hang, wobei ich da alleine vor Ort war. Der Wind stand gut an, aber recht schwach. Dennoch ging rückwärts aufziehen und auch halbwegs hochhandeln. Aber nicht groß Halten am Hang und um Airtime zu bekommen, musste ich ganz runterfliegen. Dabei habe ich 3 recht nette Abgleiter hinbekommen, aber das Hochlaufen hat mich wegen den Nachwirkungen der Corona-Impfung so fertig gemacht, dass es mir dann auch schon wieder gelangt hat. Zumal die Sonne leider nicht durchkam, worauf ich etwas gehofft hatte. Erst zu Hause kam dann die Sonne auch raus, aber der Wind war am Hang über den Nachmittag wohl auch weiter schwach geblieben, was ich später an den Werten der Messstation gesehen habe. Letztendlich war der fliegerische Erfolg heute ziemlich überschaubar, aber besser wie nix und ein guter fliegerischer Jahresanfang. Außerdem konnte ich etwas mit meiner neuen Webcam, die ich seit dem Kauf bisher kaum nutzen konnte, und einer neuen Kamerahalterung mit einem Brustgurt experimentieren. Ich will von der Befestigung der Cam am Helm weg, denn es verhängen sich da die Seile des Gleitschirms einfach zu leicht.
November, Südwind, Sonne und ganz viel los am Spielhang
Heute hat sich der Tag am Hang mal wieder richtig gelohnt. Für November relativ warm, Aussichten auf recht guten Südwind und vor allen Dingen sehr viel Sonne in den höheren Lagen haben über den Nachmittag eine ganze Armee an Fliegern an den Hang in Reichenbach gelockt. Schätze, dass wir gut 20 Piloten über den Nachmittag waren.
Ich habe es selten so voll da gesehen, aber an dem Hang verteilt sich das ziemlich gut. Zudem kam bei den heutigen Bedingungen jeder in der Luft, der es wollte. Vielleicht etwas mehr Wind oder Thermik hätte der Tag noch vertragen, aber dennoch – das waren heute feine Flugbedingungen für so spät im Jahr.
Als ich um 12:15 Uhr ankam, war erst ein anderer Pilot am Start, aber es hat
sich dann wirklich schnell gefüllt. Von Anfang an stand der Wind dabei
gar nicht schlecht an. Am Anfang etwas zu westlich und ein bisschen schwach, aber man
ist dennoch auch schon da jederzeit in den Luft gekommen.
Über den Nachmittag hat der Wind immer mehr auf Süd und damit den Hang gedreht und auch an Stärke zugenommen. In der Phase ab etwa 14:00 Uhr ging es dann richtig gut.
Und auch als ich kurz vor 16:00 Uhr runterflogen bin und zusammengepackt habe, stand der Wind immer noch gut auf den Hang.
Aber die Sonne war am untergehen, es wurde kalt und vom Tal ist schon der dichte Nebel immer näher herangekommen. Ich wollte den Schirm noch trocken eintüten und war zudem der Ansicht, dass der Wind sowieso gleich einschlafen würde. Was ich dann bei der Abfahrt und später in der Webcam gesehen habe, war das genau die richtige Entscheidung.
Alles in Allem heute ein sehr schöner Flugtag für die späte Jahreszeit. Ich hoffe, dass das die nächsten Wochen und Monate immer mal wieder so schön passt.
PS: Danke an Sunny für die neue Fahne am Startplatz 🙂
Video von Vladi:
Video von Peter mit der Drohne aufgenommen:
Zwei-Hang-Test
Mein Plan war, zuerst nach Eschbach zu gehen, denn früh war noch ziemlich Osteinschlag zu erwarten. Wenn es da nichts taugt, wollte ich nach Reichenbach, was ja sowieso auf dem Rückweg liegt. Ich wollte die Gelegenheit auch nutzen, meine neue Action Cam beim Gleitschirmfliegen zu testen – mit dem MTB habe ich sie gestern schon ausprobiert.
Neue Action-Cam von Lamax
Ich habe eine neue Action Cam! Was sowohl beruflich als auch für die Freizeit von Bedeutung ist.
Für meinen Fliegerblog nehme ich seit vielen Jahren Videos und Bilder mit einer Action Cam auf, die ich meist am Helm befestigt habe. Gelegentlich brauche ich so ein Multimediamaterial aber auch beruflich, denn wenn ich etwa Videos in meinen Videotraining bei LinkedIn Learning zum Zeigen von Mutimedia-Features verwenden will, ist das mittlerweile ein echtes Rechteproblem – bei fremden Material. Also nehme ich dazu selbst aufgenommene Bilder und Videos, aber im Fall von Audiodateien auch Musik, die selbst komponiert und eingespielt habe oder die von meiner Band stammt.
Nun kam als Action Cam bei mir bisher eine GoPro zum Einsatz. Eine GoPro der 2. Generation! Was darauf hindeutet, dass die schon viele Jahre alt ist – ca 12 Jahre genau genommen. Das merkt man an der Bildqualität, aber das ist nicht einmal das Schlimmste – die GoPro muckt rum. Immer mehr. Im Grunde schon seit etwa 1 Jahr. Ich habe sie vor einiger Zeit zerlegt, richtig sauber gemacht und zurückgesetzt und danach hat sie teils wieder schöne Dauerbilder gemacht, aber sich auch teils vollkommen ohne Anlass abgeschaltet. Nun hat meine GoPro 2 über viele Jahre gute Arbeit geleistet, obwohl ich sie wirklich oft verwendet und ziemlich hart rangenommen habe und die Cam hat ihr Geld wirklich verdient. Also sei es ihr verziehen, dass sie so langsam müde wird.
Nur – mit dem Zustand, dass das Ding einfach nicht mehr zuverlässig ist, habe ich mich nun längere Zeit herumgeschlagen und mehrere Flugtage keine Bilder oder Videos sauber hinbekommen. Für den kommenden Black-Friday hatte ich daher schon seit Monaten vor, nach einem Ersatz zu schauen. Aber der Ausfall am letzten Wochenende hat mich dann doch ziemlich geärgert, weil ich einen wirklich schönen Flug mit dem Gleitschirm hatte, von dem ich gerne die Aufnahme gesehen hätte.
Damit war die GoPro einfach reif. Ich habe über Wochen bereits Preise und Testberichte der verschiedenen aktuellen GoPros als auch mehrerer Cams von Billig-China-Marken verfolgt. Ich hatte in der Folge mehrere Billig-China-Cams in der Auswahl, denn im Grunde brauche ich die super Features der teureren GoPros nicht. Ich war kurz davor, mich für eine der China-Cams zu entscheiden, aber dann habe ich mir für alle infrage kommende Cams Referenzvideos auf YouTube angesehen. Und die Qualität fand ich erschreckend schlecht. Besonders dann, wenn das gleiche Material von einer teuren Cam von GoPro oder DJI im Vergleich gezeigt wurde.
Durch Zufall bin ich beim weiteren Suchen nach GoPro-Alternativen in einer seriösen Computerzeitschrift auf einen Test gestossen, bei dem eine Cam mit Namen LAMAX W9.1 REAL 4K 60fps als ungewöhnlich gut in der Klasse unter 200 EUR bewertet wurde. Die ist wohl nicht wirklich bekannt und hatte auf Amazon gerade einmal 3 Rezensionen – im Gegensatz zu zig Tausenden von Rezensionen bei den China-Cams oder den GoPros und anderen Platzhirschen. Wobei die Rezensionen bei den China-Cams in großen Umfang durch Geschenke bei 5-Sterne-Bewertungen gekauft bzw. verzerrt werden und dementsprechend für die Tonne sind.
Aber der Test in der PC-Zeitschrift war so überzeugend, dass ich kurzentschlossen am Sonntag – noch gefrustet von dem Ausfall der GoPro an dem Flugtag – die Lamax-Cam bestellt habe. Sie war auch nicht teurerer als die etwas besseren China-Cams, die auf Amazon so prägnant beworben werden, und ich habe mich einfach auf den Test verlassen. Erst nach der Bestellung habe ich gemerkt, dass die Lamax W9.1 auch gar keine China-Cam ist, sondern aus Tschechien kommt. Was in Hinsicht auf Geld in der EU lassen auch von Vorteil ist.
Vorhin kam die W9.1 an und natürlich musste ich sie gleich ausprobieren. Was gleich mit dem Problem verbunden war, dass nur eine Micro-SD als Speichermedium geht und ich sowas ich nicht da habe. Nur in einem SmartPhone für alte Daten. Die Daten darauf habe ich dann gesichert und die Karte in die Cam eingelegt. Mit dem Resultat, dass die SD-Karte zu langsam wäre. Alle Videos mit besserer Qualität werden verweigert. Erst bei HD mit 30 fps hat sich die Cam erbarmt und ein Video aufgenommen.
Aber eigentlich wollte ich erst einmal sehen, wie die W9.1 sich bei 4K schlägt. Ich war ob des recht niedrigen Preises unsicher, ob die Cam wirklich eine gute Wahl ist und wollte sie erst einmal ausführlich testen. Der Plan – wenn sie nichts taugt, soll sie zurückgehen und dann gibt es am Black Friday doch eine GoPro.
Das Thema ist durch.
Nach den kurzen Tests fällt mir nur negativ an der Lamax auf, dass die Verschlüsse sehr schwer bzw. fummlig aufzumachen sind und bei Dunkelheit die Bildqualität mau ist. Selbst das Video in der niedrigen Qualität ist jedoch eine Revolution gegenüber dem, was ich von der GoPro 2 gewohnt war. Wenn ich eine schnelle Micro-SD dann habe und 4K-Aufnahmen mache, kann das eigentlich nur noch besser werden. Dazu wird mit der Cam ein Zubehör geliefert, dass kaum ein Wunsch offen bleibt. Auch die App samt der WiFi-Verbindung ist der Burner.
Ich bin gespannt, wie die Qualität dann bei echten Aufnahmen wird (ich hoffe mal, dass am kommenden Donnerstag und/oder am Wochenende was flugtechnisch geht), aber spontan bin ich von dem Ding begeistert. Ich frage mich echt, was eine GoPro der neuen Generation besser leistet, um den mehrfachen Preis zu rechtfertigen? Ich müsste mal Videos im direkten Vergleich sehen.
Ausnahmsweise Sonntags
Es gibt so einen uralten blöden Schlager mit dem Titel „Immer wieder Sonntags …“. Bei mir ist es umgekehrt – am Wochenende und vor allen Dingen am Sonntag meide ich fliegerische Hotspots wie Eschbach. Insbesondere dann, wenn es verspricht ziemlich gut zu werden. Aber da sowohl das letzte Wochenende als auch dieses Wochenende weder in Singhofen noch Wallertheim was mit der Winde ging, bin ich heute nach Eschbach an den Hang. Die Prognosen versprachen 7 Sonnen am Himmel und Wind perfekt von der Richtung. Allerdings teils sehr kräftig. Vor allen Dingen in der Höhe. Dabei war es eigentlich unerheblich, ob man die Windstärke um 10 Uhr, um 14 Uhr oder um 17 Uhr geschaut hat. Je nach Prognose waren da zwar Unterschiede, aber es sah im Durchschnitt die ganze Zeit ähnlich aus. Ich habe mich deshalb dafür entschieden, früh an den Hang zu gehen. Einmal wegen der großen Anzahl an Fliegern, die ich erwartet habe, und zudem konnte ich so noch am Nachmittag meinen Jungs bei Ihrem Handballspiel zusehen. Ich war also so gegen 10:15 Uhr am Hang und der Wind stand richtig gut an. Ich bin sofort raus, wobei die ersten Versuche noch nicht so richtig gingen. Aber dann habe ich zwei wirklich schönen Flüge gemacht. Insbesondere der zweite Flug war für mich einer der wirklich Besten an dem Hang. Die ganze Kante hat es getragen und ich bin bis rüber zur Bundesstraße und auf der anderen Seite fast dem Ort die Kanten entlang gesoart. Nur irgendwann fand ich den Wind ziemlich kräftig, da ich kaum noch Vorwärtsfahrt hatte. Ich bin dann Landen gegangen und obwohl der Wind danach eher wieder etwas nachgelassen hat, bin ich auch nicht mehr raus.
Ich war ob der Prognosen unsicher, ob der Höhenwind nicht durchbricht und es schlagartig zu kräftig wird. Was sich im Nachhinein als Irrtum erwiesen hat. Denn als ich so gegen 13:00 Uhr gegangen bin, hat der Wind wohl eher nachgelassen und es war – was ich auf der Webcam dann zuhause gesehen habe – teils sogar zu schwach zum Fliegen. Allerdings sind die Bedingungen dann später wohl wieder richtig gut geworden. Ich bin dennoch mit meiner Entscheidung zu gehen im Reinen, denn es wurde unglaublich voll am Hang und dann fühle ich mich da nicht mehr wohl. Zudem entsteht da dann oft eine gereizte Stimmung, weil sich Flieger meist in der Luft in die Quere kommen oder beim Starten behindern. Das ist definitiv nicht mein Ding. Ich bin mit meiner Airtime heute zufrieden und vielleicht geht unter der Woche nochmal was in Eschbach – dann sollte es einfach leerer sein und das macht – mir zumindest – mehr Spass.
Das könnte es mit der diesjährigen Schleppsaison gewesen sein
Unsere Winde in Singhofen ist defekt und in die Werkstatt geschickt worden. Aber gestern (Samstag ist da Regeltag) war der Wind sowieso zu stark bzw. böig und hätte zudem quer zur Bahn gestanden.
Heute war jedoch noch mal Schleppen in Wallertheim bei der Schleppgemeinschaft RheinHessen angesagt. Da bin ich hin.
Im Vorfeld hatten sich ziemlich viele Flieger angesagt, aber mehrere davon sind dann doch nicht gekommen. Warum auch immer.
Trotzdem kam ich heute nur auf 2 Flüge, denn auch die Winde bei der Schleppgemeinschaft hat heute Zicken gemacht und im Laufe des Schlepptags ganz aufgegeben. Das ist eine Abrollwinde und da die vom Auto gezogen wird, muss die beim Hochziehen des Fliegers nur gebremst werden. Das war auch nicht das Problem. Aber zum Einziehen des Seils wird ein Elektromotor genutzt und der sukzessive hat immer weniger Leistung gebracht. Wenn das Seil im Rübenacker gehangen hat, ging gar nichts, aber zum Schluss hat der Motor kaum noch die Rolle überhaupt drehen können.
Dementsprechend musste das Seil mehr oder weniger von Hand eingerollt werden und das kostet Zeit. Und Kraft – eigentlich wollte ich erst im November richtig mit Krafttraining anfangen, aber heute habe ich da schon mal „vorgeglüht“. Denn ich bin recht viel das Schleppauto gefahren und hatte dann das Problem mit dem Einrollen vom Seil nach dem Schlepp.
Meine eigene zwei Flüge waren ok und ich hatte Ausklinkhöhen bei 300 Meter bzw. knapp darüber. Das war nicht schlecht, aber gross Halten war nicht drin. Die Thermik konnte ich nicht wirklich entwickeln, denn obwohl es mehr oder weniger den ganzen Tag super schön sonnig war, waren fast die ganze Zeit leichte Schleierwolken am Himmel.
Dennoch – es war ein richtig schöner Flugtag mit netten Fliegerkollegen und Landebier am Ende. Wenn denn nichts mehr geht mit Winde dieses Jahr, wäre es ein würdiger Abschluss gewesen. Aber ich hoffe, dass dieses Jahr noch ein oder zwei Schlepptermine stattfinden – auch wenn die Defekte an beiden Winden meiner Stammlocations und die Wetteraussichten diese Hoffnung trüben.
Was aber total ärgerlich war – meine GoPro hat schon wieder versagt. 2x einfach abgeschaltet. Jetzt ist sie reif. Sie ist über 10 Jahre alt und hat ihr Geld verdient. Aber an einem dieser kommenden Superspartage im November schaue ich nach einer neuen Action-Cam. Vermutlich eine Billig-China-Marke. Ich brauche keine supertolle Auflösung etc. Sie sollte nur halbwegs gute Aufnahmen machen und vor allen Dingen zuverlässig sein und das ist meine alte GoPro nun leider wirklich nicht mehr.
Regenabbruch
Für heute sahen die Prognosen Südwind voraus. Mit recht brauchbarer Stärke. Aber einige Prognosen haben auch für den Nachmittag eine herein ziehende Front vorhergesagt. Die Modelle waren sehr unterschiedlich, aber in der Tendenz sah es nach einem schönen Flugfenster zwischen 11:00 Uhr und 14:00 Uhr aus. Ab 14:00 Uhr waren die verschiedenen Wettermodelle dann stark differierend.
Das Flugfenster zwischen 11:00 und 14:00 Uhr erschien mir im Vorfeld als wahrscheinlichste Option.
So gegen 11:30 Uhr war ich also startbereit am Hang in Reichenbach mit der Grundeinstellung, dass die beste Flugzeit zwischen 12:00 und 13:00 Uhr eintreten sollte und ich ab 14:00 Uhr massiv auf das Wetter achten wollte.
Überraschender Weise hatte ich mit der Einschätzung der Wetterentwicklung heute ziemlich recht.
Der Wind stand direkt ab Beginn gut auf dem Hang und wurde zwischen 12:00 – 13:00 Uhr kräftiger, so dass es richtig schön zu spielen ging. In der Zeit waren wir sogar recht viele Flieger vor Ort.
Aber dummerweise hat meine Einschätzung hinsichtlich der herein ziehenden Front heute auch gestimmt. Sie kam sogar etwas früher, denn nachdem es gegen 13:00 Uhr etwas schwächer mit dem Wind wurde, hat es um 13:30 Uhr schlagartig brutal aufgefrischt und innerhalb von 5 Minuten angefangen zu regnen.
Ich habe gerade so meinen Schirm noch halbwegs trocken in den Packsack bekommen, bin jedoch auf auf dem Weg zum Auto ziemlich durchnässt worden. Auch auf der Rückfahrt kam teils richtiger Starkregen runter.
Aber dennoch hat sich der Tag gelohnt, denn ich habe gut 2 Stunden ohne große Pause was machen können, hab einige Flieger, die ich schon eine geraume Zeit nicht gesehen hatte, getroffen und war endlich mal wieder am Hang in Reichenbach gewesen.
Erst ist der Hammer geflogen, dann ich
Heute musste ich mich wieder zwischen Wallertheim und Singhofen entscheiden. An beiden Locations wurde geschleppt. Aber die Entscheidung war recht einfach, denn ich hatte mich für 10:00 Uhr in Niederselters zum Hammerwerfen gemeldet und wenn man schon in die Richtung unterwegs ist, macht es Sinn, dann nach Singhofen zu gehen. Da war um 11 Uhr wieder Treffen, was ich aber nicht ganz geschafft habe. Obwohl es von Niederselters nach Singhofen nur knapp über 30 Kilometer sind, zieht es sich über die Käffer und kleinen Landstrassen. Ich kenne die Gegend schon sehr lange und ziemlich gut, aber heute bin ich ein paar Strassen gefahren, die ich bisher noch nie lang gekommen bin. Und die waren landschaftlich richtig schön. Da muss ich unbedingt mal mit dem Mopped langfahren.
Anyway – ich habe es erst um 11:30 Uhr auf den Flugplatz geschafft, aber bis dahin ist sowieso noch kein Flieger gestartet. Als ich ankam, wurde gerade die Winde umgestellt. Wir haben dementsprechend heute das erste Mal in dem Jahr (zumindest wo ich dabei war) in Richtung Süd geschleppt. Auch wenn das eigentlich relativ egal war, denn der Südwind war heute extrem schwach. Kaum merkbar.
Ich bin mit meinem ersten Flug bei der 2. Runde raus, aber schon bei den ersten Fliegern war zu erkennen, dass heute thermisch nicht wirklich viel gehen sollte.
Eigentlich hatte ich das nicht erwartet, denn es war für die Jahreszeit ziemlich warm und komplett sonnig. Aber die Flüge heute waren allesamt ziemlich kurz. Auf jeden Fall kürzer wie letzte Woche. Zudem hatten wir massive technische Probleme mit der Winde. Damit wurde das eine zähe Angelegenheit und gegen 15:30 Uhr hat die Winde dann sogar ganz die Arbeit eingestellt und wir mussten abbrechen.
Ich hatte bis dahin 4 Flüge und auch wenn die nicht lang waren, ist meine Ausbeute damit gar nicht so schlecht gewesen. Heute morgen habe ich also meinen Hammer fliegen lassen und heute Nachmittag mich selbst. Gibt wirklich schlechtere Tage :-).
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