Pfingsten, gute Bedinungen und kaum jemand in Eschbach

Das war heute recht seltsam. Normalerweise ist es an einem Wochenend- oder Feiertag in Eschbach extrem voll, wenn die Bedingungen einen Flugtag versprechen. Heute war es aber leerer als an einem normalen Arbeitstag. Nach den Prognosen schien mir der Wind nur Vormittags bis vielleicht 13:00 Uhr von der Richtung zu passen. Danach sollte der Wind zu stark auf Süd drehen. Ich bin deshalb schon ganz früh an den Hang gefahren und um 10:00 Uhr da gewesen. War erst der zweite Flieger vor Ort. Wie vorausgesagt, war der Wind sehr, sehr schwach. Erst einmal ging fast gar nichts. Dazu gab es Probleme mit dem Bauern, der die Landewiese zusammen mit unserem Verein gepachtet hat. Die ist frisch gemäht und gestern hat er sich wohl ziemlich aufgeregt, weil Flieger die Landewiese benutzt haben. Wir haben deshalb verdammt aufgepasst, um nicht auf die Landewiese zu kommen. Aber das schränkt schon massiv ein. Ist schon recht krass – der Hang ist offiziell offen, aber wir sollen die Landewiese meiden. Eines der vielen unangenehmen Nebengefechte rund um den Hang – wenn es nur da nicht so gut zu fliegen ginge …

Auch heute ist der Bauer ständig auf der Landewiese auf und ab gefahren und hat das Gras gewendet. Hatte ein bisschen den Eindruck als wolle er uns bewusst einschränken. Aber dennoch haben wir immer wieder versucht was zu machen und gegen 11:30 Uhr – unmittelbar als ein 3. Flieger kam – ging es los. Richtig, richtig gute Bedingungen :-). Der Wind war fast schon zu stark, aber m.E. noch handlebar. Bis etwa 12:30 Uhr ging es wieder mal verdammt gut an dem Hang. Mit der Stunde hat sich der Tag gelohnt. Danach wurde es so stark mit Wind und Thermik, dass wir erstmal Pause gemacht haben. Wir waren bis ca 14:00 Uhr nur drei Flieger, was ich bei den Bedinungen absolut nicht verstanden habe. Mit 30 statt 3 habe ich gerechnet. Über die nächste Zeit kamen nochmal 3 weitere Flieger, aber ich fand die Bedingungen nicht mehr so prickelnd. Teils sehr starkwindig und zunehmend auf Süd drehend. Ganz wie vorhergesagt.

Ich bin dann noch mal für ein paar kleinere Flügchen raus, aber gegen 15:15 Uhr habe ich eingepackt. Mir war auch viel zu heiß geworden, denn leider sind die Temperaturen heute durch die Decke auf über 30 Grad gegangen (ganz nebenbei – ich wünsche all den Dummschätzern im Radio, die diese Scheißhitze als das Schönste der Welt hochjubeln, dass Sie bei dem Wetter einen Tag ohne Trinken in der Sonne laufen sollen – warum ist „heiß“ mit „schön“ gleichzusetzen?).
Als ich von der Straße dann bei der Rückfahrt auf den Hang geschaut habe, ist auch keiner in der Luft gewesen.

Insgesamt war die Mittagsstunde heute mal wieder ein fliegerisches Highlight gewesen.

Zu schwach

Ich war heute so gegen 15:00 Uhr am MFK. Der Wind war allerdings über den gesamten Nachmittag zu schwach und/oder zu weit aus Ost. Das war heute der schwächste Flugtag seit langem. 4 oder 5 Abgleiter war alles.

Jubiläums-Schlepp

Als ich heute in Laufenselden am Start stand kam von der Winde der Hinweis, dass ich einen Jubiläums-Schlepp machen würde – Nummer 2.500 seit Beginn des Schleppens im Verein. Ich hab mir da auch mächtig Mühe gegeben, dass der kein Startabbruch wurde.
Ansonsten war das Schleppen heute etwas ungewöhnlich, da wegen des Brückentags auch Segelflieger auf dem Flugplatz waren. Wir hatten also Mischbetrieb und am Anfang ging es für uns ziemlich zäh, da wir immer wieder auf die Schlepps der Segelflieger warten mussten. Dazu waren die Bedingungen weit weniger gut als vorhergesagt. Es war dicht bewölkt und thermisch ging gar nichts.Ganz im Gesatz zu dem, was vorhergesagt war – da war von einem Mördertag die Rede. Aber wie so oft kommt es anders. Allerdings ist man auch nicht direkt abgesoffen und konnte sich mit Nullschiebern und kreisen um jeden Heber ein bisschen halten.
Darüberhinaus waren wir auch nicht viele Flieger und als die Segelfllieger dann fertig waren, ging es noch recht flott mit den Flügen. So kam ich insgesamt auf 6 Schlepps, was ich schon lange nicht mehr an einem Tag zussammen gebracht habe. Entsprechend kam – trotz kurzer Flüge – über eine halbe Stunde Airtime zusammen und das ist auch nicht so übel. War auf jeden Fall mal wieder richtige Höhenluft und ein unterhaltsamer Windentag.

Spielen im goldenen Grund

Die ganze Woche gab es super Flugbedingungen und ich musste jeden Tag Schulung halten :-(. Nur am Freitag war die Schulung etwas früher Schluss und es hätte mit Schleppen in Laufenselden noch geklappt. Leider wurde das aber am Vormittag bereits abgesagt, da es geregnet hatte – obwohl das Regenradar für den Nachmittag keine Wolken mehr prophezeit hatte und es ab 15:00 Uhr dann klasse Schleppbedingungen gegeben hatte.
Von daher war die ganze Woche für mich flugtechnisch daneben und morgen muss ich auch noch mit meinen Kidds weg.

Also blieb nur der heutige Samstag, um überhaupt was mit dem Schirm machen zu können. Leider hat es auch heute am Morgen geregnet und die Bedingungen sahen nicht richtig gut aus. Also war heute eine „große Lösung“ nicht drin.
Aber mein Gleitschirmverein hat in Esch einen Hang, an dem ich bisher noch nie gewesen war. Den wollten wir uns ansehen.
So kurz nach 14:00 Uhr waren wir zu 3. am Sartplatz angekommen. Ganz spannender kleiner Hang, bei dem man über Büsche hinweg starten muss. Wenn man den Start über einen Point-of-no-return begonnen hat, muss man da auch auf jeden Fall raus, sonst hängt man im Gebüsch. Vor allen Dingen muss man dann über die Bäume und Strasse bis zum Landeplatz fliegen – nicht ganz unkritisch. Da heute neben dem Landeplatz Pferde standen und der Wind etwas bockig war, sind wir nicht gestartet. Ist auch etwas blöd mit wieder zum Startplatz zurückkommen.
Stattdessen sind wir weiter auf eine kleine Wiese im Goldenen Grund in der Nähe von Erbach. Da meine Familie väterlicherseits von da irgendwann einmal gekommen ist kann es durchaus sein, dass die Äcker  sogar von einem Ur-Ur-Ur-Vorfahren mal bewirtschaftet wurden ;-). Eine Art Back-to-the-roots also.

Die Wiese selbst ist ziemlich flach, aber wenn der Wind darauf steht, soll man sich sogar halten können. Leider kam der Wind heute etwas seitlich und nicht ganz optimal, so dass es bei Spielereien geblieben ist.

Aber es hat dennoch ziemlich Spass gemacht. Immer wieder schöne Sonne und wir haben beim Starten mehfach mit einem Handschlepp mit einem 12 – 15-Meterseil etwas nachgeholfen.
Damit haben wir erstmal zumindest gut 15 Meter mehr an Höhe gewonnen. Wir sollten öfter Handschlepps nutzen – macht Spass und bringt echt was.
Ansonsten konnte man über den Nachmittig ein bisschen hüpfen, wenn eine Ablösung durchging. Alles in Allem kein wirklichen Fliegen, aber wie gesagt ein wirlich netter Nachmittag. Ich hoffe aber dennoch, dass demnächst mal wieder richtiges  Fliegen möglich ist.

Wieder die Frage ob Winde oder Hang?

Heute wurde ich Obernhain geschleppt, aber nach den Erfahrungen von gestern schienen mir die Bedingungen zu heftig für die Winde. Ich bin gegen 14:00 Uhr deshalb wieder am MFK gewesen. Aber heute war der Wind deutlich schwächer und viel laminarer als gestern. Dafür konnte man sich nur eingeschränkt heute halten. Einige verlängerte Abgleiter mit ein paar Kurven – mehr war bei mir heute nicht drin.

Gegen 16:00 Uhr ist der Wind dann komplett eingeschlafen und da ich am Abend noch einen Termin hatte, bin ich 16:30 Uhr weg. Vielleicht hatten die Anderen noch Glück und der Wind ist wieder aufgefrischt.

Mal wieder MFK

Seit heute steht für einige Tage Nordwind an. Wir hatten uns von dem heutigen Tag eine Menge versprochen, aber schon am Morgen war der Wind ziemlich kräftig. Daher haben wir ewig diskutiert, ob wir zum MFK gehen. Die Sache schiem mir schon erledigt als wir uns um 14:45 Uhr doch zu einem Versuch entschlossen haben. Kurz vor 16:00 Uhr waren wir am Hang. Der Wind kam etwas zuviel von West und war in der Tat kräftig. Aber nach und nach kam ich auf ein paar Flüge und insbesondere unten an der Kante konnte ich schön soaren.

Dann wurde der Wind mal wieder zu stark, um danach ein paar recht gute und hohe Flüge zu erlauben. Und dann wurde es wieder zu stark. Ein ziemliches Hin-und-Her heute zwischen fliegbar und zu heftig. Aber es kam doch bis 20:30 Uhr einige Airtime zusammen.

Winde oder Hang?

Das war heute die Frage. Bei den Gleitschirmfreunden Taunusstein war in Laufenselden Schleppen angesetzt. Aber die Prognosen sahen nach Ost bis teils SO aus. Zudem sollte der Wind in Böen recht kräftig werden. Die Bahn ist nach NO ausgerichtet und von daher war ich nicht ganz überzeugt, dass das eine gute Wahl heute wäre. Zudem sollte es um 14:00 Uhr erst beginnen und ich hatte nur bis 16:00 Uhr Zeit. Dann musste ich meine Kidds aus ihrem Handballtraningslager in Eppstein abholen.

Die Alternative heute war der Hang in Eschbach. Zwar sollte dafür der Wind im Grunde zu weit aus Ost kommen, aber erste Statusmeldungen vom Hang per WhatsApp waren nicht schlecht. Und da ich dort schon gegen 13:00 Uhr sein konnte, hatte ich einfach etwas mehr Zeit und Ruhe bis zum Abholen der Kidds.
Also ist die Entscheidung heute für den Hang gefallen und ich bin nach Eschbach. Von unterwegs habe ich noch geklärt, ob doch was in Laufenselden mit Schleppen ging, aber da war der Wind in der Tat quer gekommen und zu heftig. Wurde also abgesagt und meine Wahl hat von daher schon gepasst. Hinterher habe ich noch mitbekommen, dass zudem Schleppbetrieb mit Segelflugzeugen da angesetzt war und wir deshalb sowieso noch weitere Probleme bekommen hätten.
In Eschbach kam der Wind in der Tat meist zu weit von links. Was mich heute gar nicht gestört hat, denn die Ablösungen haben wunderbar noch oben gezogen. Für mich waren die Bedingungen perfekt, wenngleich die Profies nicht aufdrehen und wegfliegen konnten und die Anfänger überfordert waren.
Aber soaren auf der Kante ging richtig gut heute :-). Dumm war nur, dass der „Dolle Bauer“ mal wieder richtig Stress gemacht hat. Er hat einen Flieger am Hang entdeckt, mit dem er wohl eine Intimfeindschaft pflegt. Daraufhin hat der die Polizei geholt! Das muss man sich mal vorstellen. Die kam an und wusste auch nicht, was sie bei uns sollte. Der Bauer hat gut getan, dass er mir nicht zufällig vor die Faust gelaufen ist. Dem sein permanentes grundloses Geätze nervt einfach nur.
Aber er hat es nicht geschafft mir den Tag zu verderben, denn die Fliegerei war heute für mich einfach zu gut.

Insgesamt war Eschbach heute für mich eine richtig gute Wahl gewesen. Zumal es nicht zu voll für den Hang war, wie sonst oft. Hat – bis auf den Stress mit dem Krawallbauern – richtig Spass gemacht 🙂

Stramme Sache

Nachdem es gestern so nett in Reichenbach war, ich mir seit ein paar Tagen (endlich) meine Arbeitszeiten wieder frei einteilen kann und das Wetter richtig schön aussah, bin ich gegen 13:00 uhr auch heute nochmal in Reichenbach am Hang gewesen. Als ich kam, stand der Wind genau auf den Hang. Und das auch recht knackig. Leider hat der Wind dann – obwohl keine der Prognosen das vorausgesagt hat – über den Nachmittag ziemlich Richtung Ost gedreht. Wobei viel Luftbewegung thermisch bedingt war und phasenweise der Wind auch immer wieder gut auf dem Hang stand. Aber eben wirklich stramm und mit ziemlichen Thermikböen. Mit dem Vorteil, dass es heute sogar an dem Hang teils richtig zu fliegen ging. Aber obwohl ich mich dabei auch oft um einiges besser als gestern in der Luft halten konnte, hat mir die Spielerei gestern mehr Spass gemacht. Das war heute zwar noch zu beherschen, aber nicht weit vor Bedingungen, bei den ich die Segel streiche. Um 15:45 Uhr hab ich eingepackt.

Bubble-Phasen

In der Programmierung (insbesondere der Web-Programmierung) gibt es die sogenannte Bubble-Phase. Da wird durch irgendein Ereignis wie ein Anwenderklick auf die Webseite ein Event-Objekt erzeugt und das blubbert dann wie eine Blase durch den Objektbaum der ineinander verschachtelte Objekte oben –  wen das wirklich interessiert, der kann das in meinem neuesten Buch zu JavaScript, ISBN: 978-3-446-43942-9 nachlesen ;-).

Aber eigentlich geht es hier in dem Blog ja um Gleitschirmfliegerei. Und die beruht gelegentlich darauf, dass man eben Thermikblasen richtig erwischt und damit Aufzug fährt.

Heute war in Reichenbach so ein Tag, bei dem man die Ablösung richtig erwischen musste, um gut in die Luft zu kommen. Der Wind war meist nur schwach und hatte meist viel Westtendenz, aber wenn man auf so einer Thermikblase reiten konnte, ging es heute immer wieder schön nach oben. Ich war so kurz vor 12:00 Uhr am Hang und hab über den Nachmittag heute ein sehr glückliches Händchen mit den Ablösungen gehabt. Hat richtig Spass gemacht, da die Blasen zwar teils recht kräftig, aber – jahreszeitenbedingt – noch lange nicht bockig und unkontrollierbar waren. Im Gegenteil – ich fand das heute in der Luft richtig gut. Nicht langweilig, aber auch nicht zu sportlich. Um 17:00 Uhr haben wir dann zusammengepackt, da der Wind immer mehr auf West gegangen und die Thermik vorbei war.