Endlich mal wieder auf Tour – Küstenfliegen

Die letzten Monate wird es bei mir immer weniger mit Airtime :-(. Teils meine Faulheit bzw. Bequemlichkeit, teils immer weiter eingeschränkte Optionen, teils das Wetter. Ein Teufelskreis.

Aber nachdem ich mir Jahr für Jahr vorgenommen hatte, endlich mal wieder einen Flugurlaub zu machen, bin ich jetzt für eine Woche zum Dünenfliegen in Dänemark an der Westküste von Jütland angekommen. Es ist nicht zu fassen, wie lange meine letzte Flugreise her ist. Das war 2008 und das ist jetzt 15 (in Worten Fünfzehn) Jahre her. Da war ich auch hier in der Nähe – nur noch gut 50 – 80 Km weiter im Norden. Ich bin damit zum 3.ten Mal an der Westküste von Dänemark zum Soaren.

Mir ist kurzfristig eine Schulung ausgefallen und so habe ich spontan diesen Flugurlaub gebucht. Ja – tatsächlich ein betreuter Flugurlaub, aber so kurzfristig hätte ich niemand gefunden und alleine wollte ich das nicht machen. Diese Chance musste ich jedoch einfach nutzen, nachdem sich über besagte viele Jahre meine Vorhaben immer in Luft aufgelöst hatten.
Die Anreise war allerdings die Hölle, denn ich hatte komplett übersehen, dass mehrere Bundesländer heute Ferienbeginn hatten. Dazu die endlose Folge an Baustellen auf der A7 und vor allen Dingen durch Hamburg ist das mit der Baustelle am Elbtunnel eine Katastrophe. Ich bin gut 12 Stunden unterwegs gewesen :-(.

Als ich am Campingsplatz dann angekommen bin, habe ich über der Düne schon Schirme gesehen. Ich habe nicht einmal mein Auto ausgeräumt, sondern bin sofort an den Strand. Morgen soll es regnen und da ich 2006 in Lokken schon einmal so schlechte Erfahrungen gemacht hatte und eine ganze Woche nur an einem Tag fliegen konnte, wollte ich einfach in die Luft, um zumindest schon mal ein paar Stunden Airtime auf der Uhr zu haben. Tatsächlich wurden es gut 2 Stunden und teils kam ich sogar recht gut mit dem Soaren zurecht. Ich denke, dass ich die Küstenlinie teils auf gut 2 Kilometer abgeflogen bin.

Der Kurs an sich ging heute noch nicht wirklich los und obwohl sich die Teilnehmer schon mehr oder weniger getroffen haben, war das reines Freifliegen für diejenigen, die schon mal an der Küste geflogen sind. Obwohl es morgen regnen und zudem der Wind aus Ost kommen soll, bin ich ganz guter Hoffnung, dass sich diese Woche noch ein paar Flugfenster auftun. Der Anfang war zumindest schon mal vielversprechend. Und wenn Fliegen nicht geht, habe ich das Fahrrad dabei oder gehe ins Schwimmbad auf dem Campingplatz oder im Meer baden, wenn es nicht zu kalt wird.

Schleppend

Es ist fast ein Jahr her, dass ich an der Winde geflogen bin, wenn ich mich halbwegs richtig entsinne. Aber heute hat bei meinem Verein (GFT) die Schleppsaison (endlich) begonnen. Obwohl ich gesundheitlich etwas angeschlagen war, wollte ich da den Beginn der Schleppsaison aus mehreren Gründen nicht verpassen. Und traditionsgemäß habe ich dann auch den ersten Schlepp des Jahres gemacht. Zumindest soweit ich mich erinnere, war ich in vielen Jahren der erste Flieger des Jahres am Seil gewesen und diese „Tradition“ wurde damit beibehalten. Aber mehr ging heute bei auch nicht. Einmal aus besagten Problemen der Flugfitness, aber auch wegen Equipment und anderen Dingen im Umfeld.

Bei meinem eigenen Equipment sind noch ein paar Dinge anzupassen, bevor ich richtig in die Luft gehen möchte. Demensprechend war mein „Flug“ ultrakurz. Ich war mit meinem derzeitigen Gurtzeug noch nicht an der Winde geflogen, habe an diversen Dingen gebastelt und damit haben einige Sachen noch keine Praxishärte. Da wollte ich erst einmal mit einem kleinen Probeflug testen, ob meine Ideen ok gewesen sind oder nicht.

Deshalb habe ich mich nur auf vielleicht 50 Meter hochziehen lassen und dann geklingt. Denn wenn was hoch oben nicht passt, ist das unangenehm. Tatsächlich haben meine Ideen teils auch nicht wirklich funktioniert.

Die neue Fixierung von der Rettung ist noch nicht optimal, geht aber halbwegs. Dennoch werde ich auch da nochmal rangehen. Auch die neue Befestigung des Beinstreckers ist ok.

Aber die neue Befestigung von meinem Vario taugt nix. Nachdem ich letztes Jahr beim letzten Windenfliegen in Singhofen mein damals brandneues kleines SkyBean-Vario verloren hatte, habe ich mein altes Variao auf Basis von einem Kobo-Reader reaktiviert, aber was gebastelt, um vom Flugcockpit auf eine Beinbefestigung umzustellen. Denn ich bin beim Start immer auf den Screen der Readers und/oder den Knopf des Varios gekommen und hab damit das Ding immer wieder zu unpassenden Zeitpunkten ausgeschaltet oder verstellt.
Doch die neue Befestigung war ein Schuss in den Ofen. Das ist bei der Beinbefestigung auch nicht besser und zudem rutscht die. Ich reaktiviere also das Cockpit, verschiebe die Befestigung des Readers etwas nach links und dann das nächste Mal neuer Versuch mit dem Cockpit. Zurück auf Los also.

Aber auch sonst ist die Sache heute sehr „schleppend“ gelaufen, was das Thema „Equipment“ weiter ausbaut. So Kleinigkeit wie, dass mein Funkgerät heute nicht geladen war, obwohl es auf dem Ladegerät gestanden hat, waren nur Randnotizen. Das Schlepp-Geraffel selbst war eingerostet.

Erst kamen wir mit der Winde nicht zurecht und es hatte gedauert, bis wir die zusammengesteckt und dann gestartet hatten (das auch nur mit Starthilfe von meiner Autobatterie). Dann wollte das Quad nicht. Auch da nur über Starthilfe von meiner Autobatterie war das Gerät zum Laufen zu bringen. Aber gefahren ist das Quad nur gut 50 Meter. Irgendwann ging es dann aber. Nur ist einmal das Quad nicht mehr in der  Lage gewesen, die Seile zu ziehen. Mitten auf der Bahn ist das Quad stehengeblieben. Grund – hatte nicht genug Kraft, weil eine der beiden Rollen der Winde sich kaum drehen lies. Das habe ich gemerkt, als ich das Seil dann von Hand die letzten 50 Meter zum Start ausgezogen habe. Als 100-Kilo-Mann und Hammerwerfer habe ich Kraft, aber das habe ich kaum hinbekommen. Vielleicht hat die Bremse gehangen oder was auch immer.

Man hat gemerkt, dass die Geräte ewig lange nicht mehr im Einsatz waren. Was leider keinen schönen Grund hat, denn unsere bisherigen 2 hauptsächlichen Windenfahrer stehen von jetzt auf gleich nicht mehr zur Verfügung und die hatten bisher alles rund um die Winde gemacht. Der Verein steht damit vor einem gewaltigen Umbruch und wir müssen uns ohne diese beiden zentralen Säulen des Windenschlepps komplett neu aufstellen, in die Technik der Winde und des Quads einarbeiten und die Aufgaben neu – und vor allen Dingen viele Schultern – verteilen.

Um da die Lage zu sondieren, war der Tag heute hauptsächlich da (war auch als Testschlepp angekündigt) und auch deshalb war es mir wichtig, da heute aufzutauchen. Da wir insbesondere Windenfahrer brauchen, werde ich wohl die nächste Zeit mich dazu ausbilden lassen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Für den heutigen Tag kann ich aber als Fazit ziehen, dass ich diverse Sachen testen konnte und zumindest ein (winziger) Anfang wieder gemacht ist. Gegen 13:00 Uhr bin ich heimgefahren, weil ich wirklich ziemlich in den Seilen gehangen habe und zudem ganz schön knackige Böen durchgezogen sind.

Endlich mal wieder „wirkliches“ Fliegen

Es ist gefühlte Ewigkeiten her, seit ich das letzte Mal so wirklich mit dem Gleitschirm geflogen bin. Kleinere Hüpfer in Reichenbach, Groundhandling, G-Force-Training etc. ja. Aber es hat lange nicht mehr an der Winde noch sonst einem „richtigen“ Flughang gepasst. Auch in Eschbach war ich schon viel zu lange nicht mehr. Aber heute sollte es sein.

Der Wind war recht kräftig angesagt, aber ich bin dennoch so kurz nach 14:00 Uhr am Hang gewesen.

Da ich ziemlich aus der Übung bin, wollte ich vorsichtig an die Sache gehen. Aber dennoch bin ich bei dem knackigen Wind (Grundwind um die 20 km/h und in Böen bis 35 km/h) und nicht unkräftiger Thermik mehrfach raus. Die meisten anderen sind da noch schmerzfreier geflogen und in ziemliche Höhen enteilt, aber für den Anfang hat mir mein zurückhaltender Wiedereinstieg genügt. Das waren ein paar durchaus Flüge zu nennende Versuche heute bei mir.



Und dass es kräftige Bedingungen waren, habe ich schon beim Fussmarsch zum Hang gesehen – ein Schirm hat da in den Bäumen gehangen. Mich selbst hat es auch einmal am Startplatz ausgehoben, wie ich es in meiner mittlerweile langen Fliegerkarriere noch nicht erlebt habe. Hochgehoben, ausgedreht und dann auf dem Boden einen Rückwärtssalto durch die Tragegurte gemacht. Aber nicht wehgetan und so wieder zum Halten gekommen, dass ich den Schirm dann sicher ablegen konnte. Bei dem Stunt ist auch die Helmkamera mitgelaufen. Sieht ganz lustig aus, wenngleich das hätte auch schiefgehen können.


Seit ich das letzte Mal da war, ist eine weitere Parkmöglichkeit am Hang weggefallen. Früher haben wir am Anfang von einem Waldweg geparkt, aber da gab es Ärger und seit letztem Jahr sollten wir da nicht mehr parken. Der alternative Parkplatz etwas weiter unten an der Bundesstrasse ist mittlerweile auch gesperrt (angeblich wegen illegaler Müllentsorgung die letzten Jahre) und so musste ich noch weiter weg an dem anderen Parkplatz an der Bundesstrasse parken. Das zwar weit, aber relativ wenige Höhenmeter und auf dem Rückweg kann man ein Stück der Strecke fliegen (was ich heute so gegen 17:30 Uhr auch gemacht habe)

Eisenhanteln

Heute war ich das erste Mal am Eisenbaum bei Flörsheim zum Groundhandlen. Ich kenne das Gebiet –  aber nur vom gelegentlichen Vorbeifahren mit dem Fahrrad.

Die Wiese direkt am Eisenbaum wird häufiger zum Groundhandlen genutzt. Da es von mir aus dahin recht nahe ist, wollte ich sie unbedingt mal ausprobieren. Das hatte ich schon häufiger vor, hatte aber noch nie geklappt. Doch heute musste ich einfach mal mit dem Schirm raus – das Wetter war zu gut angesagt, um den Tag nicht zumindest ein wenig zu nutzen. Zwar war heute auch die Eröffnung der Schleppsaison in Wallertheim und mehrere Piloten des DGLC sind nach Arnoldshain.

 

Aber ich bin seit Wochen gesundheitlich angeschlagen, musste gestern ab 5:00 Uhr morgens bis nach 18:00 Uhr körperlich arbeiten (was ich wirklich nicht täglich mache) und war deshalb ziemlich müde, bin durch weniges Fliegen die letzte Zeit aus der Übung und brauche mal wieder Praxis im Schirmhandlen sowie zudem fand ich die Prognosen mit Böen bis zu 35 km/h sowohl für die Winde als auch Arnoldshain zu heftig. Zumal die Richtung m.E. für Arnoldshain nicht wirklich gut war.

So wurde es um 11:00 Uhr die Wiese am Eisenbaum.

Es ist landschaftlich schön da, wenngleich total flach und man ist wirklich auf reines Groundhandling beschränkt. Selbst kurzes Abheben ist fast unmöglich, außer es hebt einen bei einer Böe aus. Aber Fliegen sollte man da sowieso nicht, denn die Wiese liegt direkt in der Einflugschneise des Flughafens FFM. Heute war N-O-Wind und die Flieger sind teils im Minutentakt zur Landung in vielleicht 300 Meter Höhe über die Wiese weg.

Der Wind war beim Handlen stärker als gedacht und die schöne Sonne hatte auch thermische Wirkung. Deshalb wurden wir selbst da beim Handlen teils ausgehoben. Dennoch hat es ziemlich Spass gemacht, wobei mir gegen 13:00 Uhr am Gurtzeug eine Öse abgegangen ist und ich eingepackt habe. Die zwei Stunden Groundhandlen hatten mir aber sowieso genügt und das abgegangene Teil (Öse von der Halterung der Rettung) habe ich schon wieder repariert. War gut, dass das beim Handlen und nicht beim wirklichen Fliegen passiert war. Vor allen Dingen habe ich die Befestigung auf dem Weg gleich nachgebessert und nun wohl eine deutlich bessere Lösung gefunden.

 

Endlich mal wieder

Ich kann mich eigentlich bald nicht mehr als Gleitschirmflieger bezeichnen. So wenig habe ich die letzten Monate mit dem Schirm gemacht. 🙁

Von schlechtem Wetter über gesperrte Hänge hin zu – für mich – ungewöhnlich vielen gesundheitlichen Problemen hat eigentlich immer irgendwas im Weg gestanden. Seit Ende Oktober genau 2x Airtime gehabt – und die war auch nur sehr sparsam. Wenn ich Hin- und Rückflug trenne, war ich doppelt so oft mit dem Flieger auf Geschäftsreise in der Luft. Gestern waren schon einige Leute in Reichenbach am Hang, aber zu der Zeit war ich auf dem Rückflug von Graz  oberhalb der Alpen.

Auch Airtime, aber mittlerweile so gewöhnlich für mich, dass ich fast die ganze Zeit mein Buch gelesen habe.

Aber heute bin ich endlich mal wieder nach Reichenbach. 11:00 Uhr war ich trotz immer noch angeschlagener Gesundheit am Hang und zu dem Zeitpunkt war erst ein Flieger oben. Im Laufe des Tages hat der wohl ersten Frühlingstag des Jahres aber zwischen 15 – 20 Flieger an den Hang gelockt. Sogar mehrere Wettkampfflieger. Keine Ahnung, was die an dem Spielhang wollten.

Wobei die Bedingungen heute gar nicht so schlecht waren. Ein paar Flüge waren heute gar nicht so übel für den Hang. Ich habe es heute ruhig angehen lassen, da ich wie gesagt immer noch angeschlagen bin.

 

Aber dennoch recht oft den Hang runter und wieder hochgelaufen. Das Hochlaufen war vor allen Dingen ein guter Test, ob ich langsam wieder auf den Damm komme und das war ganz beruhigend.

Trotzdem habe ich gegen 14:00 Uhr eingepackt, um es nicht zu übertreiben. Zu der Zeit ging es von den Bedingungen ähnlich wie den ganzen Tag, obwohl zu der Zeit die Wolken reingezogen sind und – was ich später in der Webcam gesehen habe – die Pausen zwischen guten Phasen wohl länger waren als zu der Zeit, in der ich da war. Aber ingesamt ging es wohl bis 16:00 Uhr.

Aber ich war zufrieden, den Schirm endlich mal wieder ausgepackt und etwas Praxis bekommen zu haben, bevor ich etwa wieder an die Winde gehe oder an echten Flughängen starte.

Anspringen 2023

Nachdem ich erst nächste Woche mit meinen Schulungen im neuen Jahr anfange, habe ich die Woche noch Zeit und den heutigen Tag zum Anspringen des Jahres genutzt. Ich sage bewusst nicht „Anfliegen“, denn es waren heute nur kleinere Hüpfer und etwas Groundhandling in Reichenbach. Aber immerhin kam etwas Luft in die Tüte, was derzeit kaum noch der Fall ist.

Im Gegensatz zu früher scheint in der Fliegerszene wenig Interesse zu bestehen, solche raren Möglichkeiten auszunutzen. Ich erinnere ich mich noch an Jahre, da waren bei der kleinsten Chance 5 oder 6 Flieger am Hang. Die Zeiten scheinen vorbei zu sein.

In die Luft geht es im Moment nur noch im Flieger :-(

Es ist jedes Jahr ähnlich – um die Jahreszeit geht es fast nur noch mit dem Flieger in die Luft – was in 2021 wegen Corona aber weggebrochen war. Dieser Winter ist jedoch aus anderen Gründen definitiv schlechter als es früher war, denn sonst war ich um den Jahreswechsel häufiger am MFK. Leider gibt es immer noch keine Informationen, ob man da wieder hin darf. Aber als „Trost“ ist das Wetter im Moment sowieso zu mies. Nach 2 Jahren der Coronapause bin ich gegen Ende dieses Jahres aber 2x geschäftlich mit dem Flieger verreist. Was zumindest wieder mal einen Blick von oben auf die Welt ermöglicht hat.

Es ging letzte Woche endlich einmal wieder nach Graz zu Videoaufnahmen bei LinkedIn Learning. Auch wenn ich die Strecke in den letzten 15 Jahren gut 40x geflogen bin, war durch Corona eine lange Lücke, seit ich das letzte Mal da war (Januar 2020).

Doch bevor es am Flughafen FFM losging, musste der Flieger erst noch enteist werden – auch wenn wir schon an der Startbahn gewesen waren. Und diese eisigen Bedingungen hatten auch noch Konsequenzen.

Denn die ganze Woche sind in FFM als auch München ständig Flüge ausgefallen und der gesamte Flugverkehr ist durcheinander gekommen (auch in Graz). Als ich am Freitagnachmittag in Graz am Flughafen gesessen habe, kam erst die Meldung, dass der Flug verspätet wäre. Und dann, dass der Flug ausfällt und an dem Tag nichts mehr geht. Ich wurde auf Samstag 6:10 Uhr umgebucht. Um rechtzeigtig am frühen Morgen am Gate zu sein, habe ich vom Hotel für 4:50 Uhr ein Taxi zum Flughafen bestellen lassen.

Was kam am morgen nicht? Damit hatte der Tag elend früh und dazu mit einem riesigen Stress angefangen, denn es hat 20 Minuten gedauert, bis überhaupt jemand bei irgendeiner Taxizentrale zu erreichen war. Statt entspannt kam ich gestresst und genervt kurz vor dem Boarding erst am Flughafen an. Um dann auf der Anzeigetafel zu sehen, dass der Flieger nach Frankfurt ausfällt! Auf den zweiten Blick hatte ich erst gesehen, dass es der nächste Flieger war.

In FFM meldete bahn.de Störungen auf der Strecke vom Flughafen nach Mainz. Zumindest das ist zuverlässig. Ich hatte keinen Bock mehr und habe ein Taxi genommen.

Ein bisschen Airtime

Mit Klauen und Zähnen hatte ich das ganze Jahr diese Woche gegen geschäftliche Termine verteidigt, um da frei zu haben. Das war – außer im Sommer – die einzige Woche, in der ich keine Schulungstermine annehmen musste. Die anderen Wochen über den gesamten Spätsommer bzw. Herbst waren alle schon von Beginn des Jahres mit einzelnen Tagen aus längeren Schulungsserien zumindest teilweise blockiert. Oder ich hatte die restlichen Wochen für andere Jobs eingeplant. Aber eine Woche wollte ich mir freihalten, um vielleicht einen Flugurlaub oder zumindest einen anderen Urlaub möglich zu machen. Das hat sich jedoch – wieder einmal – zerschlagen, aber zumindest habe die Woche wirklich halbwegs freihalten können.

Zumindest habe ich keine festen Termine. Und wenn es schon wieder kein Flugurlaub wurde, gab es heute Nachmittag ein klein bisschen Airtime in Reichenbach. Wir waren mit 4 Schirmen vor Ort. So richtig gut ging es zwar nicht, aber auch nicht sooo schlecht. Ich habe einige gute Ablösungen am Start erwischt und wurde mehrfach recht gut hochgehoben. Aber schon wenig unter dem Startplatz hat es kaum noch getragen. Entgegen der Prognosen, die zum Teil kräftigen Wind vorhergesagt hatten, war der Wind eher moderat und Thermik gab es auch kaum.

Und selbst wenn ich oben am Start gut hochgehoben wurde, wurde weiter unten der Wind sehr schwach und dafür der Schirm exterm schnell. Zumindest habe ich es so empfunden, denn beim Landen musste man schon auslaufen statt sanft aufzusetzen. Aber insgesamt habe ich in den 2,5 Stunden einige kleinere Flüge gemacht und es war kein Fehler, heute an den Hang zu gehen.

Ein Fehler war es aber, dass wir das Schleppen in Singhofen letztes Wochenende zu frühzeitig abgesagt hatten. Denn am Sonntag gab es wunderbare Bedingungen für das Windenfliegen, die wir damit verzockt hatten. Ich hoffe, dass es am kommenden Wochenende nochmal mit der Winde klappt. Denn ich habe dieses Jahr so wenig Windenflüge wie noch nie seit meinem Windenschein gehabt und die Chancen dieses Jahr schwinden von Woche zu Woche.

Naja

Das hätte heute besser, aber auch schlechter sein können. Ich habe mich für morgen zum Schleppen in Singhofen angemeldet, aber wegen der wirklich nicht optimalen Prognosen wurde die Sache vorhin abgesagt. Eventuell kommt am Sonntag das Schleppen in Wallertheim zustande, aber da habe ich mich schon für ein Sportfest im Rasenkraftsport gemeldet. Ob es danach zeitlich/körperlich langt, da noch hinzugehen, zweifle ich etwas an. Wobei Wallertheim auf dem Rückweg liegen würde.

Anyway – heute war der einzige Tag der Woche, an dem es für mich richtig gepasst hat und deshalb bin ich wieder nach Reichenbach. Schöne Sonne war angesagt und auch vorhanden und der Wind sollte aus Süd +/- kommen. Vor Ort war es allerdings sehr schwachwindig. Nur einmal wurde der Wind richtig kräftig und zu der Zeit hatte ich meinen Schirm dermaßen verdreht, dass ich gut 10 Minuten zum Entwirren gebraucht und die Phase damit verpasst habe.

Dennoch – im 2. Flug hatte ich bereits eine schöne Ablösung erwischt, die mich deutlich über die Kronen der Bäume gehoben hat. Allerdings musste ich dann ganz runter fliegen, denn der Wind hat nicht gereicht, um quer zu soaren. Auch zum Hochhandlen war zu wenig Wind, was die Sache ziemlich anstrengend gemacht hat. Immerhin bin ich gut 10x oder sogar etwas mehr geflogen und wieder hochgegangen.

Am Anfang war ich gut eine Stunde alleine am Hang. Dann kam in der 2. Stunde aber noch ein Flieger, der jedoch gar nicht ausgepackt hat. Aber für mich waren die Bedingungen gut genug und ich konnte vor allen Dingen noch eine Neuerung an dem neuen Gurtzeug testen. Ich habe den alten Beinstrecker montiert und damit komme ich viel leichter und  schneller ins Gurtzeug. Zum Fliegen brauche ich ihn mit dem neuen Gurtzeug wohl nicht mehr so oft, aber beim Start geht es so viel bequemer und sicherer.

Feierabendspielereien mit Praxistest vom neuen Gurtzeug

Das war heute mal wieder ein Lichtblick in meinem sonst ziemlich trüben Flugjahr. Ich konnte halbwegs frühzeitig Feierabend machen und da ich heute in Eppstein gearbeitet hatte, war ich so gegen 15:30 Uhr in Reichenbach am Hang. Es waren zu der Zeit schon 4 Flieger vor Ort und der Wind stand gut an. Mit passender Richtung und guter Windstärke.

Da ich mein neues Gurtzeug noch nicht wirklich lange getestet hatte, bin ich erst einmal vorsichtig an die Sache rangegangen. Die neuen Einstellungen sind aber bedeutend besser als bei meinem bisher einzigen Flug mit dem neuen Gurtzeug vor 2,5 Wochen – auch in Reichenbach. Ich kippe zwar immer noch beim Start etwas nach hinten, aber meine Flugposition ist jetzt richtig gut. Mir war es sehr wichtig, dass ich das erst einmal noch am Hang teste, bevor ich damit an die Winde gehe.

Nach ein paar Versuchen habe ich mich an die neue Kombination auch gewöhnt und ein paar wirklich nette, kleine Flüge. Für den Hang ging es heute sogar recht hoch und der Wind war durchgängig stark genug, um sich vom Schirm den Hang hochziehen zu lassen. Gegen 18:00 Uhr bin ich dann nach Hause gefahren, aber zwei Flieger sind wohl noch eine gute Stunde weiter aktiv gewesen.

Das hat heute also mal wieder richtig Spass gemacht. Der Feierabendtripp hat sich gelohnt. Das war dieses Jahr bisher leider viel zu selten der Fall.