Seit langer Zeit mal wieder ein Vierer

Das war heute ein wirklich feiner Flugtag an der Winde in Singhofen. Super Spätsommerwetter, aber seltsamer Weise nur ziemlich wenige Flieger. Wir waren gerade mal zu 6.

Um 11 Uhr haben wir uns getroffen und ich hab gleich den Eröffungsflug gemacht – wie so oft. Zu der Zeit waren die Bedingungen noch sehr ruhig, aber damit auch sehr angenehm, um in den Flugtag reinzukommen.

Danach ist es richtig gut geflutscht und in der Session mit meinem zweiten Flug hat der zweite Pilot – wir haben ja eine Doppelwinde – den Flug des Tages erwischt und ist eine halbe Stunde unterwegs gewesen. Ich habe – wie leider üblich – das erste leichte Steigen nicht mitgenommen und bei dem Durchgang die Chance verpasst.

Dafür war mein dritter Flug recht gut und over-all der wohl zweitlängste bzw. zweithöchste Flug des Tages. Zwar deutlich unter dem Tagesbestflug, aber ich konnte über die B260 hinaus und fast bis Singhofen fliegen. Nur dann habe ich es wieder verzockt und konnte da dann die Höhe nicht halten. Irgendwann lerne ich es vielleicht mal, dass man im Flachland wirklich jeden Heber eindrehen sollte. Aber egal – war dennoch für mich ein richtig guter Flug.

Im Anschluss ist dann aber leider der Wurm drin gewesen. Erst hatten wir einen Startabbruch, weil bei der ersten Leine ein Überwurf der zweiten Leine passiert ist. Als das aufgefallen ist, war der Pilot aber schon auf über 50 Meter Höhe. Es ist zwar nicht passiert, aber die Angelegenheit zu bereinigen hat schon mal einige Zeit gekostet.

Als dann der 2. Pilot mit dem anderen Seil gestartet ist, hatten wir da dann einen Seilriss. Ich vermute, dass die Reibung bei dem Überwurf das Seil beschädigt gehabt hat. Bis dann wieder alles ok war, ist gut eine Stunde ins Land gegangen.

Dann ist der Pilot mit dem ersten Startabbruch an dem wieder zurückgeholten Seil raus und ich habe mich für die nächste Paarung zu meinem 4. Flug fertiggemacht.

Ich wollte erst das geflickte Seil nehmen, aber die Windenfahrer haben mich als schwersten Piloten in der Mannschaft auf das andere Seil um-gelotst. Was für mich gut so war, denn der 2. Pilot der Session hatte dann an dem geflickten Seil bereits beim Straffziehen des Seils erneut einen Seilriss, so dass wir die letzten drei Flüge des Tages nur noch mit einem Seil durchgeführt haben. Aber wie bei dem ersten Flug nach unserer unfreiwilligen Mittagspause war auch mein 4. Flug mau – mein kürzester Flug des Tages, denn mittlerweile wurde die Thermik deutlich schwächer. Da die Windenfahrer aber auch gegen 16:00 Uhr weg mussten, war dann auch nach noch 3 weiteren Fliegern Schluss. Aber bis auf die unfreiwillige Mittagspause war das heute wohl für mich der bisher beste Windenflugtag des Jahres – auch wenn viele Jahre vorher insgesamt besser waren.

Erstmals in Boos geflogen

Seit etwa Mai habe ich eine Jahreskarte für 5 Hänge in der Gegend von Bad Kreuznach, aber ausser in Auen bin ich bisher nach der Einweisung noch nicht dahin gekommen. Da wir leider an einigen meiner Stammhänge Stress haben bzw. die im Moment gar nicht genutzt werden können, will ich mir damit neue Optionen offen halten. Und bei Ostwind wie heute haben wir sowieso gar keinen Hang im Taunus oder Umgebung, wo ich bisher fast immer nur geflogen bin.

Aber der eine der für mich neuen Hänge in Boos ist ein Ostwindhang. Deshalb bin ich heute hin, nachdem in der WhatsApp-Gruppe zu den Hängen gefragt wurde, ob jemand mitkommt. Auch wenn ich etwas Bedenken hatte, weil der Wind für Nachmittag nicht gerade schwach werden sollte. Und so schön die Sonne auch ist – meist gehen damit um die Jahreszeit ganz schöne thermische Ablösungen einher.

Gegen 11:30 Uhr war ich dann am Hang, wobei ich durch eine blöde Baustelle auf der Strecke eine alternative und um einiges längere Strecke über Alzey gefahren war. Zu der Zeit waren 2 Flieger am Hang, von denen einer aber nur ein bisschen gehandelt hat und auch recht schnell verschwunden ist. Der zweite Flieger kam interessanter Weise aus dem gleichen Ort wie ich, wie wir dann festgestellt haben.

Da der Wind bei meiner Ankuft zwar nicht stark war, aber gut auf dem Hang stand, sind wir beide raus. Der andere Flieger ist ziemlich direkt abgesoffen, aber da ich den Hang nicht kannte, wollte ich ihn sowieso erst einmal bei schwachen Bedingungen befliegen. Und ich hatte die Hoffnung, dass ich mich trotzdem sogar halten könne. Aber auch ich konnte nach links zwar erst einmal steigen, dann aber beim Rückflug die Höhe nicht halten und bin ebenfalls nach ein paar Bögen schon unten eingelandet. Ich wollte auch den Weg nach oben mal ausprobieren und muss sagen, dass der viel anstrengender ist als er aussieht. Die Motivation, demnächst nur oben einzulanden, ist bei meinem Hochkraxeln gewaltig gewachsen.

Wieder oben angekommen, hatte dummerweise der Wind stark zugenommen. Und er wurde bockig. Als ich mit Fliegen angefangen habe, hat mir damals ein erfahrener Flieger einige Regeln mitgegeben, die ich bis heute beherzige und die in unserer Gegend für die meisten Hänge gelten:

  1. Siehst Du die Unterseite der Blätter, solltest Du nicht starten.
  2. Hörst Du die Blätter rauschen,  solltest Du nicht starten.
  3. In unserer Gegend ist Ostwind die ersten 3 Tage bockig. Erst dann wird es besser, wenn die Ostwindlage beständig ist.

Alle drei Punkte waren hetue gegeben. 1. Ostwindtag, die Blätter haben heftig gerauscht und man hat das Weise gesehen. Und dann kannte ich den Hang nicht. Ich bin also eine ganze Weile nicht mehr raus, während der andere Flieger munter gestartet ist. Ich musste ihn zwischenzeitlich einmal aus der Hecke holen und habe ihn dann auch einmal von unten mit dem Auto geholt, nachdem er wieder abgesoffen war.

Dann habe ich es aber auch nochmal probiert, obwohl der Wind fast auf Nord gedreht hatte. Deshalb in ich Richtung Nord gestartet und nach kurzem Steigen auch wieder Top eingelandet. Zumindest das Hochkraxeln habe ich mir damit erspart. Der andere Flieger ist weiter gestartet und ich war massiv am Überlegen, ob ich es nicht doch nochmal probieren sollten. Dann habe ich seinen Frontstall bzw. Vollklapper mit gut 10 – 20 Meter Höhenverlust in geringer Höhe gesehen und mich entschieden, dass ich besser einpacke. Ich habe den anderen Flieger noch von unten eingesammelt und wieder hochgefahren, wo er – ungeachtet des brutalen Klappers – weitermachen wollte und bin dann heimgefahren. Alles in Allem war der Tag von der Airtime nicht wirklich ergiebig, aber ich hatte Zeit, schöne Sonne und hab einen Hang angetestest, der mir wirklich gut gefällt und bei weniger bockigen Bedingungen für mich eine echte Option werden sollte.

Schöner Flugtag an der Winde

Nachdem ich die letzten Wochenenden gekniffen hatte oder wegen Wetter bzw. fehlender Windenfahrer Termine ausgefallen sind, hat es heute mal wieder mit Schleppen geklappt. In Singhofen. Es ging um 11:00 Uhr los und wir waren heute ungewöhnlich viele Flieger am Platz. Vielleicht auch, weil morgen das Wetter wieder kippen soll.

Zusammen mit einer ganzen Anzahl an technischen Problemen an der Winde über den Tag und ein paar Tandemstarts kam es dazu, dass ich nur 3 Flüge gemacht habe. Aber auch die anderen Piloten kamen bis ca. 16:00 Uhr nicht auf mehr Flüge.

Trotzdem war es ein schöner Flugtag. Nach den letzten Regentagen endlich mal wieder sonnig und warm und zwischen den Flügen nette Gespräche mit den Fliegerkollegen.

Meine drei Flüge waren nicht wirklich lang, aber auch nicht schlecht. Ich war dabei gleich im ersten Duo dabei und hab also – wie üblich – die Eröffnung des Tages geflogen.

Dabei hatte ich mein neues Vario – den SkyBean – nochmal an eine andere Position an den Leinen des Gleitschirms befestigt, aber auch da konnte ich das Display nicht erkennen. Entweder reaktiviere ich mein Cockpit oder aber ich versuche es mal mit einer Befestigung am Bein (wie bei grösseren Varios) oder Arm, was bei dem kleinen Ding auch gehen sollte. 2-B-C.

Aber auch meine GoPro muckt rum, Immer mehr. Teils hat sie dem dem Neuaufsetzen vor einigen Tagen wieder schöne Dauerbilder gemacht, aber auch teils vollkommen ohne Anlass sich abgeschaltet. Das Ding ist einfach nicht mehr zuverlässig. Da aber die Version 2 und seit mehr als 10 Jahren im Einsatz, sei es verziehen. Dennoch – ich werde jetzt wohl doch demnächst nach einem Ersatz schauen.

Für den heutigen Tag hatten die Prognosen leichten Südwind mit 5 – 10 Km/h und Böen bis knapp 20 Km/h vorausgesagt, aber als wir begonnen hatten, hatten wir Nordwind. Beständig. So viel zu der aktuellen Zuverlässigkeit von Wettervorhersagen. Deshalb stand die Winde auch so, dass wir Richtung Nord geschleppt haben. Was bis etwa 15:00 Uhr absolut richtig war. Erst dann ist der Wind langsam auf Süd gedreht.

So ab 16:00 Uhr konnte man deshalb nicht mehr gescheit starten und obwohl ich mich noch zu einem vierten Flug ausgelegt hatte, haben wir abgebrochen, nachdem der Flieger davor trotz maximalem Rennens nicht weg kam und mit Startabbruch ziemlich seitlich wegschleudert wurde.
 

Neuer (?!?) Hang

Heute habe ich etwas auf meiner To-Do-Liste, was ich unbedingt mal im Leben machen muss, abgearbeitet und was schon viele Jahre da drauf stand. Vermutlich schon seit meiner Kindheit. Die ganze Woche sieht nicht wirklich gut zum Fliegen aus und obwohl am Wochenende theoretisch sowohl in Singhofen als auch Wallertheim Schleppen angesetzt ist, werden die Bedingungen vermutlich nicht passen. Dafür sah es heute mit moderatem S/SW nicht schlecht aus. Bei so Bedingungen und Zeit gehe ich sonst meist nach Reichenbach, aber da ist der Hang – weil noch nicht gemäht – noch gesperrt.

Nun wäre Auen eine Option gewesen, aber da gibt es noch einen besagten Hang, der sowohl vom DGLC gehalten wird als auch ich eben schon gefühlt immer mal fliegen wollte – Eppenhain.

Es ist eigentlich unglaublich, dass ich da noch nie was mit dem Schirm gemacht habe. Vor vielleicht 12 – 13 Jahren war ich mal mit dem Schirm da, aber da hatte der Wind nicht gepasst. Mit dem Fahrrad hingegen war ich mindestens schon 50 Mal dort und über 10 Jahre konnte ich sogar den Hang von meiner Terrasse aus sehen. Die Wohnung ist zwar mittlerweile vermietet, aber auch von meinem Haus in Eppstein sind das nur 5 Minuten – auch wenn ich den Hang von da nicht mehr sehe.

Anyway – ich habe schon so oft an dem Hang gestanden und mir überlegt, ob man von da ins Tal fliegen kann bzw. von unten mir vorgestellt, dass ich da starte und mehr oder weniger auf meiner Terrasse lande, dass ich einfach mal mit dem Schirm da hingehen musste.

Heute war es soweit.

Wir haben uns zu 2. gegen 13 Uhr da getroffen. Landschaftlich traumhaft und wie gesagt – einer der großen Punkte auf meiner To-Do-Liste ist jetzt abgearbeitet, aber flugtechnisch ist der Hang eher mau. Over all habe ich vielleicht 10 kleine Hüpfer gemacht, die vielleicht maximal 10 Meter hoch waren. Dazu ist der Hang auch ein bisschen bockig und wegen den Büschen und Bäumen tricky. Es könnte was gehen, wenn der Wind stärker ist, aber im Grunde ist das ein Spielhang. Ins Tal zu fliegen, kann man sich abschminken, was mir aber ehrlich gesagt schon lange klar war. Da ist zuviel Wald dazwischen.

Das ändert aber nichts daran, dass die Sache heute Spass gemacht hat. Gegen 15 Uhr haben wir über Bremthal Regen ranziehen sehen und eingepackt. Als ich von Ruppertshain nach Fischbach runtergefahren bin, ist die Strasse fast weggeschwommen. Hat also in dem Zeitslot heute genau gepasst.

Den SkyDrop erstmals ausgeführt

 

Da die Bedingungen für Samstag und Sonntag ziemlich unsicher sind, haben die GFT den Schlepptermin diese Woche schon am Freitag ab 11:00 Uhr angesetzt.

Es hatten sich im Vorfeld 5 Vereinsflieger und zwei Windenfahrer gemeldet. Normalerweise braucht es zu den beiden Windenfahrern 6 Vereinsflieger, aber die Windenfahrer haben dieses Mal eine Ausnahme gemacht und trotz weniger Anmeldungen das Schleppen angesetzt. Vermutlich auch deshalb, weil die letzten Schlepptermine alle ausgefallen waren und mehrere Wünsche nach einem Freitagstermin geäussert wurden. Aber ob das nochmal gemacht wird, wage ich zu bezweifeln. Nicht nur, dass die Resonanz im Vorfeld gering war – 2 der angemeldeten Vereinsflieger kamen einfach nicht :-(. Erst waren wir sogar nur zu 2.. und erst später kam wenigstens noch einer der weiteren angemeldeten Vereinsflieger. Da hatte ich schon 2 Flüge durch – samt dem Erstflug des Flugtages.

Ich hatte wegen der geringen Anmeldezahl zudem Werbung in diversen FB-Gruppen gemacht und wenigstens ein Flieger, den ich von den RheinHessen kenne, kam noch unangemeldet dazu. Damit waren wir zumindest 4 Flieger an Ende. Und da ein Vereinsflieger mit dem Tandem und diversen Passagieren vor Ort war, waren zumindest ein paar Leute am Platz. Trotzdem – so sollte das nicht laufen und die Pausen zwischen meinen drei Flügen waren mir ob der wenigen Flieger eigentlich zu knapp. Ich bin immer noch etwas unfit und brauche meine Erholung zwischen den Flügen.

Vor allen Dingen bei einer prallen Sonne und hohen Temperaturen wie an dem Tag. Das hat mich doch ziemlich geschlaucht und deshalb haben mir die drei Flüge auch gelangt.

Heute wollte ich vor allen Dingen nochmal mit dem Gurtzeug experimentieren. Aber es passt einfach nicht – das wird mir immer klarer. Ich brauche wirklich ein neues Gurtzeug. Was aber nach 10 Jahren sowieso sinnvoll ist. Die Sache gehe ich zeitnah an.

Noch wichtiger war mir heute, dass ich mein neues Vario teste. Das war ja auch noch nicht im Einsatz.

Das SkyDrop ist ja wirklich klein und kann – nach diversen Bildern und Videos – an den Gurten des Schirms befestigt werden. Das habe ich mal ausprobieren wollen. Aber alle drei Positionen, wo ich den Kleinen bei den verschiedenen Flügen montiert hatte, haben nix getaugt. Ich konnte bei keiner Position das Display erkennen. Erst nach meinem dritten Flug kam mir die Idee, wo es sinnvoll sein könnte. Dort habe ich das SkyDrop zwar noch befestigt, aber nicht mehr im Flug ausprobiert. Jedoch rein von der Ansicht am Boden scheint es an der Stelle gut zu passen. Ich werde es im nächsten Flug sehen. Ansonsten ist das SkyDrop aber wohl ziemlich gut und für meine Zwecke ideal. Auch das Tracking der ICR-Files ist super.

Meine drei Flüge an sich waren alle ganz ok. Over-all-Airtime vielleicht 20 Minuten, wobei mein dritter Flug sowohl der höchste als auch längste mit dem weitesten Abstand vom Flugplatz gewesen ist. Leider war da mein Vario nicht an und hat also den auch nicht getrackt und die Kamera hatte genau bei dem Flug einen Feuchtigkeitsschleier vor der Linse. Schade – denn ich bin hinter zur B260 geflogen und hab da um Thermik gekämpft. Was teils ganz schön bockig war. Ein anderer Flieger, der parallel einiges über mir gekreist ist und ziemlich lang in der Luft war, hat nach der Landung gemeint, ihm wäre richtig schlecht geworden bei dem Geschaukel. Es war also heute doch ziemlich thermisch. Der Nicht-Vereinsflieger meinte, dass der Höhengradient verdammt groß angekündigt war und er deswegen fast nicht gekommen wäre.

Werfen und packen der Rettung außer der Reihe

 

Mein einer Verein veranstaltet seit ein paar Jahren jeden Winter in FFM in einer Schulturnhalle ein gemeinsames Packen der Rettung unter Aufsicht eines Fluglehrers samt vorangehendem Werfen der Rettung. Das nehme ich eigentlich sehr gerne und regelmäßig wahr, auch wenn ich zwischendurch meine Rettung immer wieder mal zum Packen an Profis übergebe.

Corona-bedingt ist der Termin dieses Jahr aber ausgefallen. Dafür wurde er an diesem Wochenende als Nachholtermin angesetzt. Ziemlich ungewöhnlich, weil während der Flugsaison. Ich habe mich dennoch für den Sonntag gemeldet – auch wenn ich erst im März die Rettung hab packen lassen. Aber mehrmals im Jahr zu packen ist ja gar nicht schlecht.

Ich finde es vor allen Dingen ganz wichtig, hin und wieder das Werfen der Rettung zu üben. Ebenso das Packen, denn obwohl ich einen Packschein habe und auch geschätzt mindestens 7x – 8x meine Rettungen schon selbst gepackt habe, vergesse ich immer wieder die einzelnen Schritte. Deshalb nehme ich das Angebot der Hilfe durch den Fluglehrer bei Bedarf gerne an.

Nun war für den heutigen Samstag sowohl in Singhofen als auch Wallertheim Schleppen angesetzt, aber es hat sich schon gestern abgezeichnet, dass heute der Wind zu stark wird. Deshalb habe ich von Sonntag auf den heutigen Samstag umgeswitcht, um ggfs. den Sonntag für das Fliegen frei zu haben – wobei es wohl auch morgen ziemlich kräftig blasen soll.

Anyway – ich hab mal wieder die Rettung geworfen und auch das Packen hat halbwegs funktioniert. Bis zum nächsten Mal werde ich wohl die meisten Schritte wieder vergessen haben, aber vielleicht brennen die sich doch irgendwann ein.

Die Sache hat heute auf jeden Fall wieder Spass gemacht – auch wenn der Tag wohl teuer wird. Der Fluglehrer hatte angeboten, sich die Gurtzeugeinstellungen anzusehen und zu korrigieren. Da ich eigentlich immer mit meinem aktuellen Gurtzeug am Rumstellen bin und nie richtig glücklich mit den Einstellungen war, hab ich das Angebot angenommen. Seine Meinung – das Gurtzeug ist zu klein für mich. Würde sich genau mit meinem Eindruck decken, dass ich eigentlich immer erst über den Beinstrecker so halbwegs vernünftig reinkomme. Und da das Teil sowieso schon 10 Jahre alt ist, überlege ich jetzt die Anschaffung eines neuen Gurtzeugs.

Zuwachs bei der Flugelektronik

Bisher nutze ich als Vario ein altes Kobo mini (ein E-Book-Reader) mit angeflanschtem GPS-Sensor und XCSoar als Software. Befestigt habe ich den Kobo auf einem Flugcockpit. Diese zusammengebastelte Kombination hatte ich mir vor etwa 4 Jahren gekauft. Im Grunde funktioniert die Sache. So gar ziemlich gut, denn der Kobo hat ein grosses, scharfes Display und XCSoar ist eine extrem leistungsfähige Software. Dazu läuft der Kobo mit einer Aufladung sehr, sehr lange.

Aber der Teufel steckt im Detail und in der Praxis bin ich nicht glücklich mit dieser Ausstattung. Ich habe so einige Probleme genau genommen.

  1. Das Flugcockpit dreht sich oft nach unten und dann kann ich das Display nicht mehr erkennen.
  2. Der Kobo wird mit einem Touchscreen bedient und ich komme immer wieder aus Versehen auf den Screen und dann verstellt sich alles.
  3. Der GPS-Sensor wird mit einem Druckknopf oben eingeschaltet. Und halt auch ausgeschaltet. Beim Start an der Winde drückt immer wieder irgendwas vom Gurtzeug oder Cockpit da drauf und schon ist der Sensor aus.

Im Grunde könnte ich die Probleme vermutlich lösen, wenn ich den Kobo anders befestige. Vielleicht probiere ich das auch nochmal. Ich bin noch unentschieden, ob ich den Kobo wieder verkaufe oder eben mit einer Befestigung am Bein oder so nochmal probiere. Aber so eine Befestigung hat halt auch Nachteile.

Deshalb habe ich mir auf ebay einen nur für eine Schulung genutzten SkyDrop zugelegt. Was ich an Tests und Infos gelesen habe, soll das Vario ziemlich gut sein. Zwar in der Funktionalität erheblich gegenüber den Highend-Geräten eingeschränkt, aber dafür auch für ein GPS-fähiges Gerät mit Display sehr günstig.

Eben habe ich den Kleinen ausgepackt. Und „Kleiner“ trifft es in der Tat. Der SkyDrop ist noch kleiner als ich es erwartet bzw. mir vorgestellt habe. Mit allen Vorteilen, aber auch Nachteilen. Ich hoffe mal, dass ich überhaupt das Display erkennen kann. Es scheint lichtstark und scharf genug zu sein, aber die Infos sind recht klein. Man kann die Widgets aber konfigurieren und ich muss einfach auf die wichtigsten Infos reduzieren. Ich brauche ja im Grunde nur die Höhe mit Warnung vor der Grenze des Luftraums sowie Sinken und Steigen. Tracking, Zeit etc. muss ja nicht beim Fliegen angezeigt werden. Und dass das Teil so klein ist, ist dann ja auch ein wirklicher Vorteil. Ich kann auf das Flugcockpit verzichten und das Ding wohl an den Tragegurten oder dem Gurtzeug befestigen. Muss ich ausprobieren. Aber der SkyDrop ist so klein, dass man das Vario eigentlich immer dabei haben kann und solange ich nicht auf Strecke gehen will, brauche die Karten und weiteren Navigationsfeatures nicht, die mir der Kobo mit XCSoar bietet. Vermutlich behalte ich den Kobo deshalb aber auch. Frist ja kein Brot.

 

Viererbande

Für heute war Schleppen in Singhofen von den GFT angesetzt. Ich hatte mich früh in der Woche schon angemeldet und als dann die Ankündigung der Schleppgemeinschaft RheinHessen kam, ging mein Verein wieder vor.

Nur waren die Anmeldezahlen für Singhofen total niedrig – warum auch immer. Deshalb gab es gestern die Absage und ich habe mich bei der Schleppgemeinschaft RheinHessen nachgemeldet. Auch wenn ich damit als 9. Flieger schon knapp an die derzeit erlaubte maximale Anzahl von 10 Fliegern kam. Und ich eigentlich bei so vielen Fliegern da eher ungern hingehe, weil es sich dann an der Abrollwinde ziemlich zieht.

Andererseits bin ich noch immer etwas angeschlagen und wollte sowieso nur 2 Flüge machen. Das sollte ich auch bei der hohen Anzahl an Fliegern (für die Location) hinbekommen, dachte ich.

Allerdings waren die Aussichten nicht ganz eindeutig bzw. etwas mau und die Diskussionen gingen eine Weile hin und her, bevor dann erst heute morgen kurzfristig gegen 9:30 Uhr die Meldung kam, dass ab 11:30 Uhr ab dem Windrad Richtung Süd/Flonheim geschleppt werde.

Und was soll ich sagen? Von 9 gemeldeten Fliegern waren dann 4 vor Ort. Statt an der maximalen Grenze zu sein, war gerade die minimale Anzahl an Fliegern da, um überhaupt den Schleppbetrieb hinzubekommen. Bei der Anzahl muss man auch immer warten, bis der gerade fliegende Pilot gelandet ist, bevor es weiter gehen kann. 2 Leute fahren das Schleppauto und einer macht den Startleiter.

Dementsprechend bekommt man auch bei wenigen Piloten keine wirklich viel schnellere Frequenz hin. Von daher gab es insgesamt auf 4 Piloten verteilt über den Nachmittag auch nur 10 Schlepps. 2x 2 und 2x 3 Flüge.

Ich war – wie geplant – mit 2 Flügen dabei und die waren gar nicht schlecht. Recht ruhig, denn es war bei beiden Flügen von mir ziemlich angeschattet und wenig thermisch, aber das mag ich ganz gerne. Nachdem wir lange auf weitere Piloten gewartet hatte, habe ich dann auch gleich den Dummy gemacht.

Ich hatte bei beiden Flügen eine ziemlich gute Ausklinkhöhe und konnte mich mit Nullschiebern jeweils eine Weile halten. Also für mich alles im grünen Bereich und es war ein gute Entscheidung, dass wir heute geschleppt hatten – trotz der recht mauen Prognosen.

Bisschen ärgerlich war aber die grosse Anzahl von Absagen bzw. dass
Leute ohne Absage weggeblieben sind. Zumal gegen späteren Nachmittag die Bedingungen eine gewisse Zeit nochmal so richtig gut wurden und ein Pilot an die Luftraumbeschränkung aufgestiegen ist.

 

Kurzschlepp zum Einstellen des Gurtzeugs

Irgendwie habe ich ziemlich mit den Nachwirkungen der Corona-Impfung zu kämpfen, wie mir scheint. An manchen Tagen hänge ich extrem in den Seilen. Gestern war ich so matt, dass ich beim Waldlauf fast rückwärts gekrochen und kaum aus dem Wald wieder rausgekommen bin. Deshalb hatte ich mich für heute schon als erneut flugunfähig abgestempelt. Bei meinem Verein in Singhofen kam sowieso kein Schlepptermin zusammen, aber ich hatte mich vor ein paar Tagen bei der Windenschleppgemeinschaft Rheinhessen in Wallertheim angemeldet.

Nur waren da für heute mit mir genau 5 Leute angemeldet, was die absoluten Minimalzahl bedeutet, damit was stattfinden kann. Ich bin deshalb dann heute doch hin – zumal ich sowieso da gerne hingehe und es dieses Jahr – außer zu einem Kurzbesuch in Verbindung mit einer Moppedtour – noch nicht hin geschafft habe.

Ich habe mich aber von Anfang an darauf eingestellt, dass ich wahrscheinlich nicht fliege, sondern nur das Schleppauto fahre.

Allerdings fand ich mich dann vor Ort doch so fit, dass ich zumindest einen Kurzschlepp gemacht habe, um die neue Einstellung von meinem Gurtzeug zu testen. Da hatte ich vor einigen Wochen am Hang in Auen was verstellt, was letzte Woche an der Winde in Singhofen gar nicht gepasst hat. Da bin ich kaum in das Gurtzeug reingekommen. Daraufhin hatte ich die Einstellungen wieder verändert. Bei dem Kurzschlepp habe ich heute dann die Sache getestet. Bedeutetend besser wieder – super gestartet und problemlos ins Gurtzeug gekommen. Scheint wieder alles ok zu sein.

Aber anschließend bin ich bei meinem Vorsatz geblieben und nur das Schleppauto gefahren. Mir ging es zwar bedeutend besser als gedacht, aber ich brauche wohl noch einige Tage, bis ich die Impfung wirklich verarbeitet habe – wenn diese Müdigkeit und Unkonzentriertheit davon kommen.

War aber wieder sehr nett da und ich bin froh, meinen Jahresbeginn dort gemacht zu haben. Die nächsten Male will ich dann da auch wieder „richtig“ fliegen.

Halbwegs gemütliches Einfliegen an der Winde

Jetzt hat auch endlich für mich die Schlepp-Saison 2021 begonnen. Mein Verein hatte heute einen Schlepptermin angesetzt und dieses Mal hat auch das Wetter gepasst. Eine Alternative wäre in Wallertheim bei der Schleppgemeinschaft Rheinhessen gewesen,
aber ich hatte mich schon früh für Singhofen angemeldet. Und in Wallertheim wird u.U. auch morgen noch mal geschleppt, wobei das vermutlich für mich morgen zu heiss und/oder labil wird. Aber das sehe ich morgen. Erst einmal bin ich froh, dass ich es heute nach Singhofen geschafft
habe.

Und das war im übertragenen Sinn gar nicht so einfach. Bekanntlich ist in Wiesbaden die Salzbachtal-Bürcke gesperrt und der Verkehr drückt sich über alle Umleitungen und Schleichwege. Was ich auf dem Mainzer Ring und der
Schiersteiner Brücke schon mal bemerken musste. Und dann ist auf der 260 zwischen Wiesbaden und Nassau wegen einer Baustelle eine Sperrung gewesen.
Dummerweise habe ich mich auf die Umleitungsschilder verlassen, statt das Navi zu programmieren bzw. meine halbwegs vorhandene Ortskenntnis. Deshalb bin ich gut 10 Kilometer mehr Umweg gefahren als notwendig und deshalb als einer der letzten Flieger auf dem Flugplatz angekommen.

Aber außer dem üblichen „Erststarter“ der Truppe hatte sich noch niemand fertig gemacht und so bin ich mit dem üblichen Partner doch im ersten Duo an der Doppelwinde rausgeschleppt worden. Allerdings habe ich schnell bemerkt, dass ich ziemlich aus der Übung war. Seit Oktober letzten Jahres bin ich nicht mehr an der Winde geflogen und das wurde deutlich. Erst war mir ein Beingurt wieder aufgegangen und das hatte ich erst kurz vor dem Start bemerkt und dann bin ich nicht richtig ins Gurtzeug reingekommen. Ich habe da was verstellt und das war wohl etwas zuviel des Guten. Der erste Flug war also eher stressig.

Im zweiten Flug musste ich eine Außenlandung ansetzen. Ich hatte es links von der Strasse versucht und etwas überreizt. Ich war am Ende so tief, dass ich nicht über die Strasse zurückfliegen wollte und bin in der Wiese gelandet. Leider hatte ich die Höhe vom Gras unterschätzt. Zum einen konnte ich den Abstand zum Boden nicht richtig einschätzen und zum anderen bin ich beim Laden im Gras hängen geblieben und nach vorne gefallen. Aber nix wirklich dabei getan.
Im meinem dritten und letzten Flug bin ich am Seil ziemlich gut gestiegen und hatte auch eine sehr gute Ausklinkhöhe, aber dann nichts gefunden. Überhaupt war es heute kaum thermisch aktiv und im Grunde hat keiner der Flieger sich länger halten können. Aber zum Einstieg waren das damit sogar mir gut passende Bedingungen.