Eigentlich wollte ich den Beitrag „Das Wochenende der Fehlentscheidungen“ oder „Außer Spesen nix gewesen“ nennen. Freitag ging schon nix und als ein paar am Samstag auf die Wassserkuppe fahren wollten, habe ich das nicht mitgemacht. Wollte nicht den ganzen Tag weg und zudem war Schleppen angekündigt. Am Samstag kam dann das Schleppen einfach nicht in Gang. Trotz guter Bedingungen, wie ich fand. Irgendwann war dann 14:00 Uhr fest. Fand das zwar zu spät, aber immerhin.
Bin dann noch 40 Km zu Schwiegereltern um da vorher Rasen zu mähen. Angekommen – Rasenmäher ist nicht angesprungen. Dann Anruf bekommen – Schleppen abgesagt (warum auch immer – angeblich zu viel Seitenwind – ha, war gar kein Wind – ich verstehe es einfach nicht).
Heimgefahren und den Rest vom Tag gehofft, dass noch etwas Wind aufkommt. Nix war. Ganzen Nachmittag vertrödelt :-(. Dann kam ne SMS von der Wasserkuppe. Von wegen über eine Stunde am Westhang gesoart. Freut mich zwar für die anderen, aber mein Frust wegen der permanenten Fehlentscheidungen wuchs.
Sonntagmorgen – kein Wind. Also erst mit Kidds gejoggt und dann auf Burgfest. Mittlerweile war der Rest der Truppe zu einer Abraumhalde gefahren, um da zu fliegen. Dann schien der Wind auf NW zu drehen (zumindest nacho einigen Messwerten – andere sagten W aus und das ist für den Hnag mies) und ich bin ab nach MFK. Auf dem Weg dahin so einen Hals bekommen. Kein Wind auf der Strecke. Fast schon umgekehrt. Oben auf dem Kopf dann noch kaum Parkplätze, da Sportveranstaltung am laufen.
Bin dann nur noch zum Hang marschiert, um den Frust ins Maximum zu steigern.
Und dann das – unten war ein Schirm am Groundhandlen. Und der Wind schien in Richtung Hang zu wehen. Ausgepackt, angetestet. Was soll ich sagen – es hat getragen wie blöd :-). SMS an der Rest geschickt, sich die Chance nicht entgehen zu lassen. Von 15:30 Uhr bis 19:00 Uhr ging es dermaßen gut, dass man sich richtig gut halten konnte, Startüberhöhung, ruhige Thermik. Traumbedingungen. Und nix hat das im Vorfeld prognostiziert.
Immer das Gleiche – das Wetter wird am Hang gemacht.
Und gleich noch einmal RB
Nachdem ich heute mit meinen Jungs zu ihrem ersten Handballtunier im Freien gehen musste (und auch wollte!), musste es heute am späten Nachmittag aber nochmal kurz zum Fliegen gehen. Waren für 2,5 Stunden wieder in RB. War wie gestern. Teils kam man gar nicht vom Boden weg und dann ging es wieder dermaßen gut, wie man es bei dem Minihang niemals erwartet. Hatte neben diversen Gurken 4 – 5 Flüge mit richtig sauguter Höhe.
Fehlentscheidung oder nicht?
Irgendwie kann ich für den heutigen Flugtag kein befriedigendes Fazit finden. Es gibt in unserer Fliegergruppe 2 Fraktionen. Die einen fahren zu einem möglichst guten Flugberg (auch gerne weiter) und die anderen (zu denen ich mich in der Regel zähle) versuchen möglichst in der Nähe was zu finden, wenn es geht – auch um den Preis, dass man dann vielleicht nicht so gut fliegt.
Heute war mal wieder so eine Entscheidung zu treffen. Im Internet haben wir heute lange diskutiert, ob wir in der Gegend von Bad Kreuznach fahren sollen (von mir etwa 100 Km einfache Strecke) oder hier am SW-Hang in Reichenbach bleiben. Da ich bei der Diskussion als einziger RB überhaupt in Erwägung gezogen habe, bin ich gegen 10:30 Uhr umgeschwenkt und wollte dann auch mit nach KH. Ich war schon abfahrtbereit, da haben sich plötzlich doch auch welche aus der Fraktion gemeldet, die wenig fahren wollten. Hab ich mich dann doch denen angeschlossen. Wir sind dann mit 5 Leuten nach RB, wohl eine ähnliche Anzahl ist nach KH.
Und nach dem Tag weis ich nicht, ob ich nicht doch besser nach KH gefahren wäre.
Was übrigens nicht heißt, dass es in Reichenbach heute nicht gegangen ist. Ganz im Gegenteil – der untere Teil des Hangs hat teils getragen wie blöd. Manche Flüge konnten kaum und sogar gar nicht auf der Landewiese runter gebracht werden, sondern mussten bis in den folgenden Acker verlängert werden (teils ist man aber auch in totale Löcher gestartet und keine 20 Meter geflogen – waren exterm unterschiedliche Phasen). Ich habe wohl im unteren Teil des Hangs heute meinen Höhenrekord für RB gebrochen und bin auch sonst für den Hang ungewöhnlich viel hin – und her gesoart. Kaum zu glauben, dass der Hang auch sowas hergibt – bei kaum Wind (aber wohl thermisch). War also eigentlich richtig gut.
Aber wenn ich mir vorstelle, was da in den weit besseren Hängen bei KH heute gegangen sein muss. Bin gespannt, was die Flieger von da berichten.
Endlich mal wieder in RB bei SW
Nachdem der Hang in Reichenbach wegen hohem Gras fast 3 Monate gesperrt war, waren wir heute zu 3. endlich mal wieder da. War halbwegs brauchbarer SW zwischen 17:00 – 18:00 Uhr. Danach ist der Wind eingeschlafen und wir haben um 18:30 Uhr die Sache beendet. War also keine große Sache (nur 6 kleine Abgleiter), aber immerhin.
Schlepp-Sonntag in Strinz
Heute war fast windstill und wir haben den Nachmittag in Strinz geschleppt. War aber irgendwie seltsam – eigentlich sah alles gut aus. Sonne, Thermikwolken, etc. Hab 5 Flüge hin bekommen, aber es war kaum nutzbare Thermik vorhanden. Auch bei den anderen ging es nicht viel besser. Zudem hab ich keinen guten Tag gehabt. Hatte beim Starten teilweise dumme Probleme, die ich eigentlich überwunden glaubte. Egal – bringt einen auf den Boden der Tatsachen – man muss sich bei der Fliegerei einfach immer konzentrieren.
Ich bekomme das Grinsen nicht weg :-)
Unglaublich. Der dritte Flugtag der Woche hat alles getoppt! Heute hatte ich einen Flug, der konnte mit meinen Flügen in den Alpen mithalten. Die waren zwar zugegeben während der A-Schein-Ausbildung und nur Abgleiter von etwa 1000 Meter Höhe, aber heute war ich bei einem Flug an userem Minihügel in MF fast genauso lange in der Luft. Erst bin ich in starkem Hangaufwind zig Minuten gesoart (und das weit über dem Startplatz – so hoch war ich noch nie an dem Hang – das war mehr als doppelt so hoch wie mein bisher bester Flug da) und kurz vor dem Boden hat mich eine Thermikblase wieder 200 oder mehr Meter nach oben mitgenommen. Zwischenzeitlich habe ich schon überlegt, ob ich nicht die Ohren anlege, um wieder runter zu kommen. Aber die Sache war recht ruhig und ich wurde nicht nach hinten versetzt. Also ausgeflogen und genossen. Und das war heute nicht der einzige Topflug. Fast jeder hatte am Hang heute sein Erfolgserlebnis. Heute war der (!!!) Tag des Flugjahres, denke ich.
Der Rest ist eben, als ich um 20:00 Uhr weg bin, noch geflogen. Musste leider heim, da es um 4:00 Uhr morgen in den Urlaub geht. Aber das war noch so genial – Abendsonne, Abendtermik, immer noch guter Wind. Rundrum noch Ballons.
Von dem Tag werden die, die dabei waren, noch länger erzählen. Und die, die es verpasst haben, werden es bald nicht mehr hören können 😉
Versprochen und gehalten
Endlich mal ein Tag, der das gehalten hat, was er im Vorfeld versprach. Gute NW und Thermik waren angekündigt (immer ein Fall für MF) und genau das haben wir bekommen. Obwohl – mit der Thermik war es zeitweise sogar zuviel des Guten. Hauke war zur Mittagsessenszeit alleine am Hang und ist wohl von der Landewiese fast 400 Meter nach oben gekommen. Soweit so gut. Aber er wollte wohl nicht. Selbst mit Ohrenanlegen hat ihn die Thermik immer weiter hochgezogen. Er ist nur mit Mühe in einem Abwindbereich runter gekommen. Als wir dann 14:00 Uhr da waren, haben wir die Sache deshalb auch sehr, sehr vorsichtig angegangen.
Erst mal unten auf der Landewiese gestartet. Und schon da ging es aufie. Aber so ab 15:00 Uhr waren die schlimmsten Thermikablösungen durch und ab 16:00 Uhr ging es vom oberen Startplatz richtig gut. Teilweise sogar sehr gut. Kamen bei mir richtig viele gute Flüge raus. Gestern hatten wir zwar 30 Minuten perfekte Traumbedingungen (auf die wir aber auch lange gewartet haben), heute waren es über Stunden fliegbare Bedingungen. Deshalb war ich natürlich über den Tag gesehen viel länger in der Luft.
Gegen frühen Abend wurde es auch noch richtig voll am Hang (war ja zu dem guten Wind auch traumhaft sonnig).
Ach ja – wir hatten mal wieder eine Buschlandung der feinen Sorte. TW war mitten in eine Hecke gedonnert. Hatten viel Spass den Schirm rauszuholen ;-(.
Der Abend hat sich gelohnt
Der Tag heute hatte sehr viel versprochen. Guten Nordwest über den ganzen Tag. Die Realität sah wie immer anders aus. Reiner West und viel zu böig den Tag über. Bin deshalb mit meinen Kindern in einen Freizeitpark (hat sie richtig gefreut – mir wurde auf einem Karussell fast schlecht).
Dann gegen späten Nachmittag sah so aus als würde der Wind auf Nordwest drehen. Gegen 17:00 Uhr waren wir (Basti, Björn und ich) am Hang in MF. Die Messwerte hatten um 16:00 Uhr sehr gut ausgesehen. Und wie immer – kaum waren wir da, war der Wind wieder anders. Viel zu viel West. Ich kam trotzdem relativ schnell mit einem ganz ansehnlichen Flug raus. Und natürlich haben wir gehofft, dass der Wind weiter auf Nord dreht. Nix war damit. Gegen 19:00 Uhr bin ich runter auf die Landewiese zum Groundhandlen. Der Wind kam in 90° zur Hangneigung :-(. Gegen 19:30 Uhr kam Thomas und der brachte die Wende ;-). Konnte plötzlich den Schirm etwas Richtung Hangneigung leicht drehen und selbst an der unteren Wiese kurz abheben. Und dann ging es schlagartig.
19:45 Uhr: der ideale Wind! Für eine halbe Stunde traumhaftes Fliegen am Hang. Einfach perfekt. Ich konnte mich das erste Mal minutenlang an einer Baumkante halten und nach der Landung sofort wieder starten. Diese halbe Stunde waren echt perfekte Bedingungen :-).
Und ich hoffe auf morgen – da soll es noch besser werden.
Netter Abendflug im Rhein-Graben
Ursprünglich wollten wir heute wieder schleppen. Die Verabredung hat sich irgendwie den ganzen Vormittag hingezogen, um 12:00 Uhr war es klar, dass wir schleppen und um 13:00 Uhr kam die Absage. Da war halt irgendwie der halbe Tag schon weg, ohne dass wir Was gemacht haben.
Dann hat sich recht kurzfristig ergeben, dass wir mit acht Leuten zum Rhein in die Nähe von St Goarshausen (direkt neben der Loreley) fahren wollten.
Gegen 16:00 Uhr waren wir da, aber der Wind war definitiv viel zu stark. Selbst zum Groundhandlen. Erst so gegen 19:00 Uhr sind die ersten zwei raus und konnten sich super an der Kannte halten (mit bis zu 200 m Überhöhung). Mir war die Sache aber noch immer zu heftig. Die da raus gingen, können definitiv besser fliegen als ich es bisher kann. Die meisten anderen haben aber auch gewartet und erst ab etwa 20:00 Uhr sind wir Verbliebenen dann auch gestartet.
Da war zwar nichts mehr mit groß Halten an der Kante, aber ich fand, es war ein echt schöner Flug zum Rhein runter. Und es war für mich das erste Mal, dass ich so einen Flug gemacht hab und allein deswegen hat sich die ganze Warterei gelohnt.
Der Rhein-Graben ist an dieser Stelle etwa 200 Meter tief und man fliegt einen sehr steilen Abhang über Weinberge, eine Eisenbahnlinie und eine Straße hinweg direkt am Ufer vom Rhein, wo man dann landen muss. Die Sache hat was. Spannend.
Alles in allem hat das Wochenende doch einige nette Flüge gebracht. Das war nach den vielen Enttäuschungen der letzten Wochen echt gut.
Kleine Erfolgserlebnisse
Wieder einmal hat ein Tag sehr viel versprochen, aber nicht alles gehalten. Für heute war so gut wie kein Wind angekündigt, dafür aber recht gute Thermik. Im Grunde ideale Bedingungen fürs Schleppen. Die Kollegen von den RML haben im Vorfeld bereits für heute Ihre Pläne für Streckenfliegen angekündigt, dann aber wohl kaum Leute die Luft geschweige denn auf Strecke bekommen (wo die geschleppt haben, was es wohl sowohl recht voll als auch von den Bedingungen schlechter als bei uas – bis wir abgebrochen haben hatten die überhaupt nur fünf Leute die Luft bekommen). Bei uns war zwar kein Wind, aber auch keine Thermik.
Wir waren mit fünf Leuten zum Schleppen in Strinz. Das ist bei mir fast vor der Haustür (ich bin immer zufrieden, wenn ich zum Fliegen nicht weit fahren muss). Ich kannte das Gelände bisher noch nicht und war froh, auch das mal kennenzulernen.
Die Schleppestrecke beträgt zwar nur etwa 500 m und man kommt nur zwischen 100 und maximal 150 m beim Ausklinken raus. Aber immerhin.
Wir waren ab etwa 11:00 Uhr da und mussten schon vor 14:00 Uhr wegen Regen abbrechen. Ich habe dennoch drei schöne Flüge hingekommen. Dabei habe ich den 1800. Schlepp unserer Vereingeschichte gemacht (wird ja alles streng dokumentiert).
Als wir gerade zusammengepackt hatten, kam noch die Polizei. Ein Querulant (wohl ein Jäger – nicht mal ein Jagdpächter) hat uns angezeigt. Wir dürften das nicht und überhaupt. Als die Polizei kam, war der Eigentümer des Geländes, von dem wir das Gelände gepachtet haben, anwesend (er kannte den Querulanten wohl – der zeigt wohl häufiger Leute in der Gegend an) und nachdem die Polizei unsere offizielle Genehmigung der Gemeinde gesehen hat, sind sie mit ziemlichen Hals auf den Querulanten abgezogen. Wie mir die andern erzählt haben, scheint es jedes Jahr beim Eröffnen der Schleppstrecke zu einer Anzeige zu geben. Danach weiß dann die Polizei, wie zukünftige Anzeigen zu werten sind und ignoriert sie einfach. Ich fand Es lustig.