Sonne über dem Nebel

Mann, war das heute eine Suppe hier in den Tälern. Aber die Webcam vom Feldberg zeigte schon von morgens an strahlenden Sonnenschein. Dann ist es in der Regel auch am Hang in Reichenbach sonnig. Ich bin da gegen 13:00 Uhr hin. Der Wind war aber sauschwach. Zeitweise bin ich nicht mal mit Abgleitern ganz runter gekommen. Das lag zum Teil an zu unkonzentrierten Starts und zum anderen Teil an meinem Schirm. Ich komm immer mehr zur Ansicht, dass ich einen neuen Schirm brauche, der besser geht. Zwar sind die Hochleister heute auch nur abgeglitten, aber man merkt gerade bei so schwachen Bedingungen die Leistungsdiskrepanz zwischen meinem Traktor und schnelleren Schirmen. Ich liegäugle mittlerweile wirklich mit dem Green.
Ansonsten gingen später noch ein paar vollständige Abgleiter, aber der richtige Bringer war es wirklich nicht. Zumindest war es schön warm und sonnig und das sollte man ausnutzen, bevor das Herbstgrau richtig zuschlägt.

Fliegerfest in Lauterbach

Heute war ich in Lauterbach (Vogelsberg) beim Lauterbacher Oktoberfliegerfest, das die Ostthüringer Gleitschirmschule gemeinsam mit dem Aeroclub Lauterbach e. V. veranstaltet. Aus diesem Anlass waren Gleitschirm-, Drachen- und Motorschirmflieger eingeladen mitzufeiern und nebenbei, je nach Wetterlage, Winden und Motorschirmflüge über dem Vogelsberg zu geniessen. Dazu waren auch ein paar UL und ein Kunstflugmaschinen aktiv.

Vor Ort war zwar keine nennenswerte Thermik vorhanden, aber der Tripp troztdem schön. Wir konnten zwar nur senkrecht zur Startbahn auf kurzer Strecke schleppen, aber meine 4 Flüge waren dennoch nett.

Nur die Winde war ein Graus. Bei meinem letzten Schlepp hatte ich 5 Aussetzer mit folgendem Anspringen unter Volllast zu verkraften. Das hat mich ganz schön durchgeschüttelt. Und das mit einem fremden Schirm (dem Green von Team5, den ich am Donnerstag schon mal getestet habe).

Aber wie gesagt – das Fest und die Flugumgebung sind wirklich nett. Obwohl die Gegend – sagen wir mal – etwas abgeschieden ist. Mein Navi hat auf dem Hinweg das erste Mal die Zielführung verweigert. Kurz vor dem Ortsteil von Lauterbach, wo sich der Flugplatz befindet, kam der Hinweis, dass die Zielführung jetzt endet. Das Ziel wäre irgendwo geradeaus ;-).

Ansonsten hatten wir ziemlich Glück mit dem Wetter. Den ganzen Vormittag hing Nebelsuppe in den Tälern. Das hat mich nicht weiter gestört, da ich bis kurz vor 12:00 Uhr noch arbeiten musste. Als ich gegen 13:30 Uhr am Flugplatz ankam, hatte sich dort der Nebel verzogen und wir hatten einen sonnigen, warmen Oktobernachmittag zum Geniesen. Bei uns zuhause hatte sich der Nebel den ganzen Tag nicht verzogen und ein Motorgleitschirmflieger von uns, der um 8:00 Uhr von Neu Anspach aus nach Lauterbach fliegen wollte, musste mit dem Start bis 11:00 Uhr warten und auf dem Weg wegen zu viel Nebel längere Zeit sogar zwischenlanden.

Morgen bleib ich hier (bin auch schon Freitag ein paar Hundert KM runtergerutscht) und geh entweder nach Reichenbach an den Hang oder wir schleppen doch noch mit den eigenen Verein.

Winde oder Hang, das war heut die Frage?



Heute wäre es sowohl am Hang als auch mit der Winde gegangen. Musste mich entscheiden. Hab die Winde in Neu Anspach genommen. War wohl keine schlechte Wahl. Kamen 4 schöne Flüge raus. Meinen dritten Flug hab ich bei 1107 Fuß ausgeklinkt. Da kann man genial die Skyline von Frankfurt sehen. Aber auch die anderen 3 Flügen hatten ne Ausklinkhöhe von 300 Meter oder mehr. War zwar rein gar nix mit Thermik und auch wenig Wind, aber aus der Höhe kann man schon ein paar Minütchen in der Luft bleiben.

Beim letzten Flug habe ich mal einen anderen Schirm ausprobiert. Einen Green von Team 5 (auch ein Einser, aber eher ein Highend). Irgendwie lästert jeder über meinen Bodyguard. Und anscheinend wolllen mich mehrere Leute zu einem neuen Schirm bringen. Aber in der Tat ist der Bodyguard auch so was von träge, was mir der direkte Vergleich mit dem Green wieder gezeigt hat. Sowohl beim Aufziehen, was ungleich leichter und schneller geht, als auch beim Kurven ist der Green um Welten dynamischer als mein Traktor der Lüfte. Ich bleib dennoch bei meinem Schirm, da ich vorerst mir das Geld für einen neuen Schirm erstmal sparen will. Und die Trägheit vom Bodyguard ist auf der anderen Seite ein gewisser Sicherheitsgewinn.


Ansonsten hab ich wieder meinen Forester als Rückholfahrzeug über die Wiesen von dem Flugplatz geprügelt (dachte er wäre silbermetalic, aber z.Z. sieht er grün aus – der Bauer hat gerade die Wiese gemäht) und wir haben diverse Seilrisse und sonstige Problemchen auszuräumen gehabt. Fliegen in Neu Anspach ist immer ein Abenteuer 😉

Tag der deutschen Einheit


Alle Prognosen standen für das gesamte Wochenende genauso bescheiden wie den Rest der Woche. Aber irgendwie kam es am heutigen Feiertag anders. Die Sonne schien und es war moderater Wind aus SW angesagt. Wir sind gegen 11:00 Uhr nach Reichenbach. War allerdings wirklich sehr moderater Wind. Abgleiter gingen, aber nicht mehr.

Richie hatte aber ein Seil dabei und ich hatte meine Klinke noch von letztem Wochenende im Packsack. Also haben wir mal einen Handschlepp ausprobiert. Für mich das erste Mal. War lustig. Im Grunde wie ein Schlepp an der Winde, nur weniger Druck und es geht alles viel schneller. Sonderlich hoch kommt man mit einer „Zugmaschine“ und 25 Meter Seil nicht, aber immerhin. Gegen 12:30 Uhr waren sogar mal kurzzeitig richtig gute Bedingungen angesagt man konnte sich sogar ein bisschen halten. Um kurz vor 14:00 Uhr bin ich nach Hause und auf dem Rückweg hat es sogar geregnet. Alles in Allem keine schlechte Geschichte und Handschlepp ist wirklich ne witzige Angelegenheit. Aber obwohl es harmlos aussieht, sollte man m.E. dafür schon einige Erfahrung an der Winde haben. Man muss doch ziemlich schnell agieren und wer da noch suchen muss, wo der Griff zum Ausklinken ist, ist im Nu eingebombt.

Richtig schöner Schleppsonntag – endlich mal wieder



Man, was ein Wochenende. Gestern wären zwar gute Bedingungen zum Schleppen gewesen, aber es kam nix zustande. Windenfahrer krank oder verhindert. Am Abend hab ich dann einen Auftritt mit meiner Band auf ner kleinen Feier in Niederems gehabt. Wir haben im Garten gerade aufgebaut, als es in der Nähe gebrummt hat. Was issen das? – kamen die Fragen. Meine Antwort: das können nur R…, F… oder P… mit dem Motorschirm sein. Keine halbe Stunde später – Anruf auf meinem Handy: „Flieger in Not. Wir sind mit den Motorschirmen unterwegs gewesen und P… musste Notlanden.“ Und R… ist dann auch runter zum helfen. Und dann saßen sie fest. Und haben niemanden außer mir erreicht. Und wie der Zufall will, war ich auf der Feier im Nachbarort. Hab sie dann zwischen Soundcheck und Gig eingesammelt und nach Hause gefahren.

Heute Nachmittag war dann Schleppen in Strinz angesagt. 7 Sonnen am Himmel und richtig schön warm. Mein erster Flug gegen 13:15 Uhr war richtig gut. Ich konnte mich doch einige Zeit in der Thermik halten. Alles in Allem kamen bis frühen Abend bei mir 6 Schlepps raus. So viel hatte ich dieses Jahr an einem Tag noch nicht (was bei den wenigen Schlepptagen diese Jahr nicht viel heißen will – aber ich hatte auch sonst noch nie mehr wie 6 Schlepps an einem Tag – von der Ausbildung abgesehen). Zwar konnte ich den ersten Flug nicht mehr toppen, aber 2 weitere Flüge waren auch gar nicht schlecht und die anderen 3 zumindest in der Luft.

Tja – und nachdem wir den Parkplatz wieder erreicht haben, ist von einem anderen Flieger der Wagen nicht mehr angesprungen. Mussten wir noch anschieben. Also viel passiert, das Wochenende.

PS: Und meine Jungs haben 3 von 4 Spielen bei Ihrem Handballtunier gewonnen.

Heute umso schlechter

Nach dem geilen Tag gestern haben die Prognosen heute noch bessere Bedingungen versprochen. Und es kam genau umgekehrt. Ging wohl den ganzen Nachmittag nicht und als ich gegen 17:00 Uhr da war, sollte eigentlich das Windmaximum stärker wie gestern sein. Von wegen – null Wind. 3 maue Abgleiter und ne Handvoll Hagebutte kam heut raus.

Endlich wieder :-)))

Ja!! Endlich hat der N-Hang in MF mal wieder sein Potential gezeigt.

Zuerst habe ich über die letzten Tage vorsichtig für heute wegen N-Wind im Forum angefragt, aber die Kommentaren waren sogar noch gegen 13:00 Uhr eher „das Windrad in der Webcam steht voll auf Ost – ich würde es lassen“.

Ich hab es so gegen 14:00 Uhr nicht gelassen und auch der Rest hat das Risiko einer Umsonstanfahrt auf sich genommen. Und wer da war wurde mehr als belohnt. Der Tag kann sich voll in die geilen Tage im letzten September einreihen.

Es ging ab 16:30 Uhr teilweise dermaßen gut zu fliegen. Wahnsinn. Bin mir zwar nicht ganz sicher, aber ich glaube, ich habe heute meinen Rekordflug für den Hang gemacht. Absolut geiler Flug, den ich vor allen Dingen unten an der Landewiese gestartet habe. Auf der Kante und vor den Büschen konnte ich dermaßen Höhe aufbauen, dass ich weit über den Startplatz hoch kam. Und dann den Hang noch hinten ohne Höheverlust. Ich bin das erste Mal wirklich über den Bäumen rechts vom Startplatz gewesen (da wo es meist am besten trägt und die anderen sich sonst immer halten können).

Und das beste – ich musste da gar nicht bleiben. Es ging auf dem ganzen Hang. Konnte richtig weit die Hangbreite ausfliegen und fast überall wieder Höhe machen.

Aber neben dem Topflug (der mich mächtig befriedigt hat, denn bis zu dem Flug sind mir die anderen bereits um die Ohren geflogen und ich konnte zwar halbwegs fliegen, aber mit deren Flügen nicht mithalten) sind auch sonst noch für mich andere schöne Flüge rausgekommen.

Gegen 19:00 Uhr wurde der Wind dann so heftig, dass ein Flieger richtig brutal hoch gezogen wurde und voll im Speed mit angelegten Ohren rückwärts gelandet ist. Das wäre mir unheimlich gewesen. Wir haben dann eingepackt, zumal es etwas angefangen hat zu regnen.

Die Rückfahrt war richtig nass. Eo muss rund um den Hang ziemlich geregnet haben. Die Wolken rundrum haben uns hochgezogen und anderswo sich abgeregnet. Das war ein richiger Volltrefer für uns am Hang heute.

PS: Ich habe die Aufforderung meiner Freundin Hagebutte für Marmelade zu sammeln, wenn ich auf Wind warte und nicht fliegen kann, ziemlich wörtlich genommen – mein erster Startversuch kam nicht sonderlich weit – ich bin voll durch einen Hagebuttenbusch gebrettert und dahinter runter gefallen.

Schee wars – und abendteuerlich

Heute war wohl der letzte Hochsommertag. Viel Sonne und Temperaturen nahe an 30 Grad. In Neu-Anspach wurde bereits ab 12:00 Uhr geschleppt und ob der schlechten Prognosen für die nächsten Tage habe ich mir den Nachmittag frei genommen und war kurz vor 14:00 Uhr da. Da war der erste Flieger gerade in der Luft und hatte ziemlich gute Thermik.
Vor Ort kam der Wind da aber mehr und mehr etwas zu quer zur Startbahn.
Deshalb mussten wir versetzt schleppen, um beim Start nicht im Lee der Bäume zu sein.

Dummer Weise hat sich nach meinem ersten Flug der nächste Flieger 2x mit dem Seil am Boden (Heuballen) verhängt. Wir haben über ne Stunde gebraucht, um das Seil wieder flott zu bekommen. War eine verteufelte Fuddelei das Seil frei zu bekommen und neu auszurichten. So hatte ich bis 17:00 Uhr erst einen Flug.

Und es wurde immer wolkiger und die meisten wollten aufhören. Die Sache stand ziemlich auf der Kippe. Aber zu 3. haben wir dennoch weiter gemacht und ich hatte noch 3 richtig schöne Flüge. Nicht sonderlich lang, weil sowohl Wind als auch Thermik weg waren, aber so jeweils 5 Minuten und zwischen 230 – knapp 300 Meter Ausklinkhöhe kamen raus. Und da es total ruhig in der Luft war, konnte man einfach nur die Aussicht auf Frankfurt und den Feldberg sowie die Flüge allgemein genießen. So was nett man wohl Genußfliegen.

Mein neues Auto hat sich zudem als Schleppfahrzeug für das Seil bewährt. In den Wiesen und Feldwegen auf und um die Startbahn braucht es wirklich ein Fahrzeug mit ziemlicher Bodenfreiheit und möglich 4-Rad (und Anhängerkupplung). So gesehen habe ich mit dem Forester mittlerweile im Rahmen meiner Flugtripps den Sommer wohl mehr Gelände unter den Rädern gehabt als manche Pseudo-SVUs fürs Eiskaffee in ihrer gesamten Karriere.

Noch ein Versuch

Heute nochmal 1,5 Stunden in RB probiert. Ein paar Miniflüge. That’s all.

Leider etwas zu spät




Heute kam der Sommer zurück. Und am Nachmittag war guter SW angesagt. Leider konnte ich erst ab 16:45 Uhr am Hang sein. Und das war etwas spät. Vorher mussten so für eine Stunde ganz gute Flüge gegangen sein. Aber als ich kam, hat der Wind massiv nachgelassen. Zudem ist Flieger K. mit seinem Schirm im Busch gelandet und das Rausholen hat Zeit gekostet. Wie letzten Donnerstag, als Flieger R. 😉 bereits beim ersten Hochhandlen die Hecke nicht umgehen wollte.
Egal – knapp ne Stunde Hüpfer und ein paar Abgleiter kamen raus.
Anschließend habe ich am gegenüber liegenden Hang noch 2 unserer Motorflieger ein bisschen beim Start geholfen.