Abenteuerliche Fliegerei an der Abrollwinde zwischen Windrädern


Vor gut einem Jahr war ich das erste (und bisher einzige) Mal bei der Windenschleppgemeinschaft Rheinhessen. Hat mir damals aber gut gefallen. Dort nutzen Sie zum Schleppen eine Abrollwinde, die einfach auf der Anhängerkupplung eines Autos montiert wird. Das düst dann einen Feldweg lang und zieht den Schirm oder Drachen hoch.

Im Gegensatz zu einer stationären Winde, bei der das Seil beim Schlepp verkürzt wird, wird es hier ausgerollt. Das ist für mich ungewohnt und es schaukelt am Seil ziemlich, ist aber im Grunde sanfter als der gewohnte Schlepp mit der stationären Winde. Aber ich finde es trotzdem abenteuerlich.

Die zweite spannende Sache in Wallertheim bzw. Flonheim ist, dass in unmittelbarer Nähe von Windrädern geschleppt wird. Das macht optisch ne Menge her, wenn man da in der Luft ist und um die Teile rumkurvt.

Das letzte Mal wurde auf die Windräder zu geschleppt (von Wallertheim aus), aber dieses Mal gab es Südwind und da wird Richtung Flonheim geschleppt und direkt an den Windrädern gestartet. Die Strecke fand ich auch deutlich besser als die Richtung der Windränder.

Gegen 12:00 Uhr waren wir da (vier Gleitschirmflieger und zwei Drachenflieger). Leider war es etwas diesig und so richtig kam keine Thermik durch. Aber die zwei Flüge von mir waren dennoch schön und eben sehr unterhaltsam, weil ungewohnt.Gerade beim zweiten Flug hatte ich auch eine ziemlich gute Ausklinkhöhe erreicht.

Leider gab es gegen 17:00 Uhr Ärger mit einem Sicherheitsbeauftragten (oder was auch immer – so hat er sich genannt) der Betreiber der Windräder. Er hat sich einfach mitten in die Schleppstrecke mit dem Auto gestellt (man könnte von Nötigung und Gefährdung des Flugbetriebs sprechen) und behauptet es wäre verboten, dass wir da fliegen.

Ich bin ja nur Gast da und kenne weder die genauen Details, noch wollte ich mich als Gast in den Vordergrund drängen. Aber es ist schon grass, was sich dieser „Herr“ da rausgenommen hat.

  • Die Genehmigung, die seit Jahren vorliegt, wäre ungültig. Punkt. 
  • Der DHV wäre nicht zuständig. Punkt. 
  • Wir sollten uns ausweisen. 

Wohlbemerkt – das war nur eine Privatpersion (Johny Kontrolleti – mit dem üblichen ausgeprägten Minderwertigkeitskomplex). Die Jungs von der Schleppgemeinschaft sind bemerkenswert ruhig und besonnen geblieben. Wenn ich da verantwortlich gewesen wäre, hätte der Knabe wahrscheinlich zu spüren bekommen, dass ich letztes Jahr die deutsche Bestenliste im Steinstoßen meiner Klasse angeführt habe. Aber wahrscheinlich ist es besser gewesen, erst einmal nachzugeben und die Sache vom DHV klären zu lassen. Wir haben dann aufgehört zu schleppen.

Der Depp konnte uns auch nicht mehr den Tag verderben und insgesamt hat der Schleppnachmittag Spaß gemacht. Ich hoffe, dass es jetzt keinen längeren Ärger um die Gelände da gibt, denn das ist da eine super Option für das Windenfliegen für mich.

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