Endlich die Schleppsaison 2020 begonnen

 

Heute war ich in Singhofen bei meinem Verein zum Schleppen. Es ist unfassbar, wie lange ich nicht mehr an der Winde geflogen bin. Am  10. Nov 2019  gab es meinen letzten Versuch, bei dem ich als Dummy in Singhofen in einer kombinierten Sache mit einer Flugschulung und Freifliegern getestet hatte, ob der Windenfahrer in dem Nebel den Piloten überhaupt sehen kann. Was damals bei einer Höhe von vielleicht 50 Metern nicht mehr der Fall war und mein Dummyflug als auch der gesamte Tag ob der Nebelsuppe abgebrochen wurde. Das war damals also mehr ein Hüpfer über vielleicht 300 Meter als ein Flug.

Ich muss also bis zum 24. Oktober 2019 und meinen einzigen Flugtag 2019 in Neu-Anspach zurückgehen. Damit sind das fast 8 Monate her – der Winterpause und vor allen dem Corona-Lockdown sei „Dank“. Zwar war ich zwischenzeitlich doch noch einige Male am Hang (vor allen Dingen vor dem Corona-Lockdown), aber dennoch habe ich 2020 Flugpausen wie noch nie in meiner Fliegerzeit.

Dabei hätte ich vor zwei Wochen als auch vor allen Dingen gestern schon in Wallertheim bei der Schleppgemeinschaft Rheinhessen fliegen können, aber die Bedingungen schienen mir im Vorfeld zu heftig. Und auf den Messstationen in der Nähe habe ich dann auch Böen bis zu 39 km/h gesehen. Das war mir zum Wiedereinstieg am Seil definitiv zu viel. Also durchaus eine gute Entscheidung gewesen, bis heute mit dem Wiederbeginn zu warten.

Da heute aber auch für Nachmittag labile Luft bis hin zu Unwettern
vorausgesagt waren, habe ich auf einen frühen Beginn hingewirkt. 9:00 Uhr war ich auf dem Flugplatz und nachdem die Winde in Richtung Nordwind gestellt wurde, habe ich gleich ausgelegt. Dummerweise hat der Wind aber gedreht und als ich startbereit war, sollte die Winde gedreht werden. Ich habe dennoch mit Rückenwind dem Flug mitgenommen und konnte im 2. Versuch mit viel Laufen die Geschichte sogar in die Luft bekommen. Dann ging es und ich habe damit den ersten „offiziellen“ Schlepp der GFT dieses Jahr gemacht (davor waren nur Schulungsflüge). Aber Drehen der Winde war definitiv sinnvoll und nachdem das zweite Seil eingeholt war, haben wir den restlichen Tag Richtung Süden geschleppt.

Ich habe noch zwei weitere Flüge gemacht, die gar nicht schlecht, wenngleich recht ruhig waren. Aber zum Einfliegen perfekt und jetzt sollte ich sowohl am Hang als auch der Winde wieder justiert sein. Dennoch – das Jahr 2020 wird kein erfolgreiches Flugjahr. Wenn ich sonst im Jahr mindestens 30 Schlepps und manchmal sogar an die 50 Flüge an der Winde hinbekommen habe – das wird dieses Jahr kaum machbar sein. Dafür ist zu viel Zeit im Corona-Lockdown vergangen.

Aber der Tag war zum Einstieg wie gesagt gut. Auch wenn es bedeckt war und sogar hin und wieder leicht geregnet hat. Aber die Bedingungen waren besser als die Unwetterwarnungen erwarten ließen.

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