Ahl Männer …

Wie nennt es sich, wenn sich die „Scene“ trifft und ich der Jüngste bin? Das Küken, sozusagen? Gleitschirmfliegen. Unglaublich, aber von den 6 Fliegern heute am Hang war ich in der Tat der Jüngste – wenn auch knapp.
Dabei wollte ich heute gar nicht an den Hang und stattdessen Joggen gehen. Der Wind war bedeutend schwächer als gestern vorhergesagt. Aber nachdem die anderen auf WhatsApp quasi Mobbing betrieben haben von wegen „Heute geht es doch!“, hat die Sucht natürlich gesiegt und ich bin wieder nach Reichenbach.
Ich war sogar um 13:00 Uhr der erste Flieger am Hang, nachdem ich dann am Morgen schon mal kurz joggen war (was ich aber beim Hochlaufen am Hang dann bereut habe). Ich war sowieso in Eppstein und hatte Zeit – da ist die Gefahr einfach zu groß, dass man sich hinterher schwarz ärgert, wenn man nicht hingeht und was verpasst. Zumal das Wetter wieder traumhaft war, aber morgen kippen soll und mir der März beruflich ziemlich zugelaufen ist. Da gehen solche spontanen Trips erst einmal nicht mehr.

 

Aber am Hang war der Wind mehr nur ein Hauch denn kräftig genug zum Fliegen oder wenigstens Spielen. Bis 14:00 Uhr.  Dann ist hat der Wind ein Einsehen gehabt (meinem Apfel sei Dank) und meine Fresse – ich hätte nie erwartet, dass der Flugnachmittag dann noch so gut wird. Da waren einige echt geile Flüge dabei heute. Mit Überhöhung am Start, höher als die Bäume auf der linken Seite und Fliegen in hinterste die östliche Ecke.
Nur leider hat meine GoPro ziemlich versagt. Bei allen Videos ist sie nach wenigen Sekunden ausgegangen oder hat gar nicht aufgenommen. Auch bei den meisten Bildserien. Das Teil ist fertig. Es ist aber die Version 2 und jetzt gut und gerne 10 Jahre alt. Da muss wohl eine Ablösung demnächst ran.

Gegen 16:00 Uhr habe ich dann den Abflug gemacht. Auch wenn es zu der Zeit wirklich noch gut ging. Aber ich war fix und foxi und meine Wasserflasche leer. Das war wohl ein sehr guter Zeitpunkt zum Runterfliegen, denn was ich nachher auf den Bildern der Webcam gesehen habe, hat es einige Minuten danach ziemlich nachgelassen.
Das war heute ein richtig geiler Flugtag. Jetzt kann der Winter wieder zurückkommen.

Nette Nachmittagssession

Auch wenn es heute wieder recht böig sein sollte, sahen die Prognosen ab 15:00 Uhr fliegbar aus. Als ich um die Zeit am Hang ankam, waren die ersten Flieger am Starten. In der Tag waren die Bedingungen wirklich nett.

Gut 1 Stunde ging es richtig gut zu fliegen. Dann aber hat der Wind unerwartet stark nachgelassen und um 17:00 Uhr bin ich vom Hang weg.

Über den Nachmittag waren 10 Flieger da und da die Hälfte 60 Jahre oder deutlich älter war, war das echt ein Seniorentreff. Unglaublich.

Später, bockiger Jahresbeginn – aber immerhin ein Beginn

Nicht nur wegen Corona, sondern auch dem doch recht unpassenden Wetter die letzte Zeit und diversen beruflichen Verhinderungen bin ich für den ersten Flugtag des Jahr dieses Jahr unüblich spät dran. Wobei ich auf meine Kappe nehme, dass ich mehrere mögliche Flugtage hab verstreichen lassen. Die letzten beiden Tage ging es wohl in Reichenbach, wobei ich Freitag erst zu spät bemerkt und den Samstag als zu heftig eingestuft hatte. Der letzte Sonntag hingegen war ein Traumflugtag in Eschbach, bei dem ich mich aber bewusst zu einer anderen Aktivität entschieden hatte – Schlittschuhlaufen. Ich kannte es nur von meinem Vater, dass er als Kind/Jugendlicher in den zugefrorenen Niederjosbacher Wiesen Schlittschuh gelaufen ist, aber ich kann mich nicht entsinnen, dass ich so etwas schon jemals gemacht hatte. Deshalb hatte ich mich auch gegen Gleitschirmfliegen entschieden und bin stattdessen bei uns vor der Tür im Unterfeld Schlittschuhlaufen gegangen. Gute Flugtage wird es das Jahr noch geben, aber wenn es schon mal vor der Haustür eine über 500 Meter lange natürliche Eisbahn gibt, muss man das ausnutzen. Bis es so etwas wieder gibt, werden vermutlich Jahre ins Land gehen. Aber so sind eben aus diesen und jenen Gründen fast 2 Monaten seit meinem letzten Flugtag vergangen.

Heute standen dann aber Eschbach und Reichenbach zur Wahl und da wollte ich endlich wieder den Schirm lüften. Allerdings waren die Prognosen teils grenzwertig. Bis 12 Uhr sollte es zu stark sein, dann aber – je nach Prognose – nachlassen. Nachdem ich am Vormittag sowieso zum Krafttraining in Eppstein war, wollte ich es auf jeden Fall probieren. Die Frage, ob Eschbach oder Reichenbach, hat sich bereits beantwortet, als ich in WhatsApp mitbekommen habe, wie viele Leute schon früh in Eschbach am Hang waren und wie viele noch kommen wollten. Da kann man eigentlich am Wochenende bei guten Bedingungen sowieso nicht mehr hin gehen. Ab 11:00 Uhr habe ich in der Webcam in Reichenbach die ersten Flieger gesehen und so gegen 12:45 Uhr war ich dann auch da. Nur der Wind war immer noch viel zu heftig. Super Richtung und guter Grundwind, aber in Böen zu stark. Interessanter Weise war in Eschbach zur gleichen Zeit der Wind wohl zu schwach und auch meist zu viel aus Süd. In Reichenbach waren wir über den Nachmittag maximal entspannte 7 – 8 Flieger und auch wenn wir Parawaiting abhalten mussten, war das in der tollen Sonne heute eine angenehme Geschichte. Die dann ab etwa 14:45 Uhr auch noch mit fliegbaren Bedingungen belohnt wurde. Zwar sind auch da noch immer wieder Windböen durchgezogen, aber ab der Zeit war es handelbar – mit der nötigen Vorsicht. Ich bin damit heute zwar nicht wirklich groß geflogen, hab aber zumindest den Schirm gelüftet, etwas gespielt und mit ein paar Hüpfern die erste Airtime des Jahres eingefahren. War eine gute Entscheidung, heute an den Hang zu gehen. Und nach Reichenbach statt Eschbach, denn soweit ich das gesehen haben, ging da so gut wie gar nichts.