Baumlandung – aber mit der Drohne

Ich bin gestern mit meiner Drohne bei Videoaufnahmen im Baum gelandet. Solche Videos kenne ich von Gleitschirmpiloten, wenn sie mit aktiver Cam in einen Baum fliegen. Und die Sache hat mich an meine Baumlandung vor einigen Jahren erinnert. Wobei ich da keine Kamera mitlaufen hatte und auch glücklicherweise oben im Baum hängengeblieben bin – nicht auf dem Boden durchgeschlagen, wie meine Drohne. Das war im Fall der Drohne aber besser, denn wenn sie oben im Baum hängengeblieben wäre, hätte ich meinen Schaff gehabt, um sie wiederzubekommen. Ich selbst habe damals mit meinem Gleitschirm auch nicht wirklich hoch im Baum gehangen, sodass mich die Feuerwehr recht einfach aus dem Baum gefischt hat.



Hintergund der Videoaufnahmen mit der Drohne ist, dass ich für das Marketing die Weinlese 2026 vom Weingut Sankt Urban – Mainz-Laubenheim mit Drohnenaufnahmen begleite. Das geht auch einher mit meinem Videotraining bei Linkedin Learning (LiL), das eine praxisnahe KI-Bildanalyse mit Python, YOLO und realen Anwendungsbeispielen anhand eines Projekts aus dem Weinbau zeigt (KI in der Praxis: Von Bildern und Videos zu echten Erkenntnissen).

Ich habe die Drohne bei einer Aufnahme in die Äste gesteuert, weil die DJI Neo keine wirklichen Schutzmaßnahmen gegen Kollision hat und ich vor allen Dingen aufgrund der Sonneneinstrahlung das Display meines SmartPhones, mit dem ich die Drohne steuere, nicht genau erkennen und die Drohne wegen dem Lärm des Vollernters nicht hören konnte. Kurz gesagt – ich wusste nicht, wo sich die Drohne so ganz genau befindet. Und da hat sie sich halt mit dem Baum angelegt und den Kürzeren gezogen. Aber die DJI Neo hat sich als echt robust erwiesen. Somit sind Herrchen als auch Drohne nach dem Crash wohlauf.

Eschbach statt Holland

Ich hatte locker einen Gleitschirmurlaub in Holland im September ins Auge gefasst. So wie in den letzten 4 Jahren, wo ich entweder in Dänemark oder Holland zum Küstenfliegen war. Aber ich war dieses Jahr schon 4x im Urlaub, bin erst seit Freitag von dem letzten zurück und muss auch im Oktober 2x eine Woche beruflich weg. Das wird mir zuviel. Aber ich will – wenn möglich – im September endlich wieder hier vor Ort an den Hang gehen. Heute war ein Nachmittag in Eschbach der erste Ersatztag für das geplante Küstenfliegen. Allerdings ging nicht wirklich viel. Etwas Groundhandling, ein paar Hüpfer. Aber zumindest der Abflug zur Landewiese kann als echter Flug gewertet werden. Und ich konnte meinen neuen Schirm weiter kennenlernen. Es scheint mir so, dass ich mit meinem alten Buteo aus den Bedingungen heute mehr gemacht hätte. Aber da gibt es halt auch einen Klassenunterschied und der Eternity kann als A-Schirm nicht die Leistung eines High-End-B-Schirms bringen. Das war mir klar und hat sich vermutlich heute gezeigt. Aber ich wollte das so, denn ich fliege mittlerweile nicht mehr genug, um einen B-Schirm sicher einzusetzen.

Obwohl ich keine 2 Stunden am Hang war, war es definitiv kein Flopp und da ich den Tripp auch noch mit einem Badeabstecher zum Hattstein-Weiher nebenan gekoppelt habe, hat sich die Fahrt gelohnt. An den Weiher gehe ich traditionell jedes Jahr mindestens einmal und das ist jetzt auch abgeharkt.